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KAPITEL 1 – WECHSELWIRKUNGEN

Part 3: Guaranteed Solutions

Warum beschwerst du dich? Eigentlich sind die Menschen, die sich beschweren, mit zu vielen Dingen gesegnet; sie wissen nicht, was sie tun sollen und so beschweren sie sich. Wenn du genug besitzt und keinen großen Kampf ums Überleben führen musst, dann hast du Zeit dich zu beschweren. Wenn dein Überleben im Mittelpunkt steht, wirst du dich auf deine Arbeit konzentrieren und dich nicht beschweren, weil, wenn du dich zu beschweren anfängst, wer wird dann deine Arbeit tun?

Im Himalaya können nur die Tauglichsten überleben. Du musst die ganze Zeit über wachsam und bewusst sein. Es gibt Erdrutsche, die jederzeit auf dich niedergehen können. Plötzliche Schneefälle können die vertrauten Wege zuschneien; Lebensmittel und andere Rationen werden plötzlich begrenzt, weil keine mehr erhältlich sind usw.

Unter solchen Umständen solltest du die Menschen dort beobachten. Sie sind so unschuldige, gastfreundliche und herzliche Menschen, die keinen Wert auf Beschwerden legen. Es gibt von ihnen viel zu lernen. Sie betrachten nichts als Übel; sie leben einfach glücklich, das ist alles. Sie arrangieren einfach ihre Aktivitäten mit dem, was um sie geschieht. Sie sorgen sich nicht und sie beschweren sich nicht.

Warum machst du nicht einfach mit dem weiter, was dir zur Verfügung steht? Wenn Menschen, die in Bharat geboren und aufgewachsen sind, nach Amerika gehen und anschließend wieder zurückkommen, dann beschweren sie sich über die Bedingungen in Bharat, angefangen von den Sanitäranlagen über die Straßen und was nicht noch alles. Dies macht deutlich, dass all dein Umgang dich penibler und beschwerdevoller gemacht hat, anstatt dir mehr Größe zu verleihen und dich auf deine Art erblühen zu lassen.

Wenn du das gründlich verstehst, dann hörst du auf dich zu beschweren. Wenn du verstehst, dass dir nicht gegeben wird, weil du es wert bist, sondern weil die Existenz allen und allem gibt, dann hörst du auf dich zu beschweren. Du beschwerst dich, weil du spürst, dass du etwas wert bist, was dir jedoch nicht zugestanden wurde.

Sei dir ganz klar: Niemand ist wert oder unwert; niemand ist ein Heiliger oder Sünder. Es liegt alles im Verständnis und in der Bewegung im Einklang mit der Natur, dass du zu einem Empfänger der Existenz und seiner Geschenke wirst. Es ist immer eine tiefe Erkenntnis, welche in dir eine Änderung deines Bewusstseins auslöst.

Wenn du offen bist, dann schenkt dir die Existenz. Die Existenz ist immer gebend, nur erkennen wir nicht, wie wir aufnahmebereit sein können. Wir schauen Sie ganze Zeit über irgendwohin. Wir sind völlig versunken in unserem Manipuraka Chakra! Wir sind ganz und gar beschäftigt damit, Worte zu sammeln!

Lerne mit dir selbst zu sein

Wenn du lernst mit dir selbst zu sein, dann kannst du mit der Existenz kommunizieren. Aber wir sind niemals mit uns selbst allein. Wir sind immer mit Menschen, mit Geräuschen. Wir identifizieren uns mit anderen, nicht mit uns selbst. Wir haben Angst davor, mit uns allein zu sein. Wir fühlen uns einsam und haben Angst, wenn wir mit uns allein sind. Wir fühlen uns depressiv, wenn wir mit uns allein sind.

Du warst alleine in dem Bauch deiner Mutter, und das ist deine wahre Natur. Aber was kam dann? Du hattest den Eindruck, dass du Menschen brauchtest um glücklich zu sein. Du lachtest mit Menschen, weintest mit Menschen, du sprachst mit Menschen, du littest wegen Menschen usw. Du kannst nicht mit dir selber feiern.

Von dem Moment an, wo du mit dir alleine bist, kommst du innerlich durcheinander. Dein inneres Geschwätz nimmt überhand, deine Sorgen nehmen überhand und du fängst an Krach zu machen, oder überlegst, wen du anrufen kannst um zu sprechen, oder mit wem du am Computer chatten kannst und all diese unsinnigen Dinge.

Wenn du immer mit Menschen und Krach sein musst, dann hast du ganz klar Angst davor, mit dir alleine zu sein. Du hast Angst nach innen zu schauen und schaust deswegen nach außen. Wenn du ein Meditierender wirst, dann wirst du langsam verstehen, dass du nicht von Beziehungen abhängig bist um glücklich zu sein. Du bist dir dann selbst genug. Wenn du nicht in Frieden mit dir selber sein kannst, dann wirst du im Außenbereich deines Seins verbleiben, gefangen in sogenannten Beziehungen.

Du musst zuerst einmal eine Beziehung zu dir selbst entwickeln. Wenn diese stark und stabil ist, dann wird die Beziehung zu anderen nebensächlich. Jetzt wird das, was nebensächlich sein sollte, als wesentlich angesehen und das, was wesentlich ist, wird als nebensächlich behandelt. Du musst die Situation umkehren, wofür du deinen Blick nach innen wenden musst. Du musst Frieden in dir etablieren.

Gehe über den Verstand hinaus… und jenseits davon

Dafür brauchst du Mut, um jenseits deines Verstandes zu gelangen. Du bist bereit, mit allen Verabredungen zu treffen, außer mit dir selber. Du triffst dich mit anderen, weil dies Ego-erfüllend ist. Du triffst dich jedoch nicht mit dir selber, weil du Angst hast, dass die Wahrheit an die Oberfläche kommen könnte und du nicht fähig sein könntest, damit umzugehen. Du suchst gemütlich immer an falschen Orten nach Glückseligkeit und beschwerst dich dann darüber, dass sie sich dir entzieht. Wenn du wirklich Glückseligkeit finden willst, dann wirst du sie finden. Aber dazu musst du Mut aufbringen.

Eigentlich suchen wir alle nach dem Gleichen – und das ist Glückseligkeit. Aber wir suchen ständig an falschen Orten. Wenn ich Jugendliche frage, was sie glücklich macht, dann werden sie bereitwillig "Drogen" sagen. Sie suchen auch nach Glückseligkeit, nach ewigem Frieden, aber in falscher Richtung!

Wir haben uns so stark von unserem Weg entfernt, dass unser ursprüngliches Denksystem vollständig durch unsere negativen Gedankenmuster ersetzt wurde. Unser Leben verläuft vollkommen anders als es laufen sollte. Kannst du im Drogenkonsum Glückseligkeit finden? Durch Drogenkonsum fliehst du vor dir selber und verschlimmerst nur die Situation, da du früher oder später Gesundheitsprobleme bekommen wirst. Schau dir die Verrücktheit der ganzen Sache an.

Dies klingt vielleicht verrückt für dich, weil es streng ist. Es trifft die Moralvorstellungen und deswegen betrifft es dich. Auch deine anderen subtilen Aktivitäten um Glück zu finden sind genauso Versuche, aber auf einer anderen Ebene, einer nicht so unmoralischen Ebene, weswegen du sie nicht als verrückt erachtest. Wann immer du Zeit findest, untersuche deinen Verstand und du wirst erkennen, was ich dir sagen möchte.

Schaue einfach mit Bewusstheit in dich selber und beobachte wie dein Verstand arbeitet, wie deine Sorgen Fuß fassen. Wir alle sammeln Worte, erzeugen Meinungen und überdenken sie wiederholt. So fassen die Sorgen in uns Fuß und bekräftigen sich selber.

Wenn dein Kind nur einen Tag spät nach Hause kommt, dann nimmst du gleich an, dass es in schlechter Gesellschaft unterwegs war und deswegen erst spät nach Hause gekommen ist. Das entwickelt sich zu einem Konzept in dir. Nächstes Mal, wenn es spät nach Hause kommt, z.B. nachdem es einen Kurs besucht hat, kommt dieses Konzept in dir zur Oberfläche und du wirst entsprechend reagieren.

Das wird dein Kind nicht nur frustrieren, sondern wird es förmlich dazu zwingen, zu wahrlich eigensinnigen Wegen Zuflucht zu nehmen, einfach nur um sich dir zu widersetzen. Du musst erkennen, dass jeder sich entwickelt und fließt und dass es nicht hilfreich ist, wenn du in den Begrenzungen deiner eigenen Vorstellung stecken bleibst.

Es ist leicht in der Vorstellung zu leben. Aber ich sage dir: 98% von dem was du glaubst, ist falsch. Du wirst erkennen, dass es eine große Wand zwischen dir und den anderen Menschen gibt. Wenn du eine rosa Brille trägst, dann wirst du die ganze Welt rosa sehen.

Mohammed Nabi sagt: "Wenn du auch die ganze Welt als etwas siehst, dieses etwas bist Du." Wenn du zu mir über jemanden sprichst oder dich über jemanden beschwerst, dann kannst du zwar behaupten, dies nur aus Besorgnis zu tun, aber tatsächlich offenbarst du klar deine Haltung, dass du die Dinge nur so siehst wie du sie sehen möchtest, niemals aber so wie sie wirklich sind. Wenn du nur das siehst was du sehen möchtest, dann verpasst du ungeheuer viel.

Lasst mich euch etwas erzählen, was tatsächlich geschah:

Vor einigen Jahren fuhr ich immer mit dem gleichen Fahrer vom Ashram zum Stadtzentrum.

Eines Tages wollte ich in eine bestimmte Straße fahren und erklärte sie dem Fahrer, indem ich eine nahe gelegene Moschee nannte.

Er behauptete, dass es an diesem Ort keine Moschee gab.

Ich versuchte, ihm ein berühmtes Hotel nahe der Moschee in Erinnerung zu bringen, aber auch das fand keine Zustimmung.

Schließlich sagte ich ihm, dass dort ein Hanuman-Tempel nahe diesem Ort sei.

Sein Gesicht erhellte sich sogleich bei der Erinnerung daran.

Dann fuhr er zu dieser Straße und ich zeigte ihm die Moschee, die gleich neben dem Tempel stand und etwa fünfmal so groß wie dieser war.

Er war schockiert!

Er war solch ein überzeugter Hindu, dass er nicht einmal die Moschee in all den Monaten wahrgenommen hatte.

Sei nicht fanatisch und klammere dich im Leben an nichts.

Denke einfach an einen Fluss: wenn du einen Moment lang deinen Fuß hineinhältst und ihn wieder herausnimmst, und dann einen zweiten Moment deinen Fuß wieder hineinhältst, ist der Fluss dann noch der gleiche? Nein! Der Fluss hat sein Gesicht verändert; das gleiche Wasser ist nicht mehr da und neues Wasser ist herbeigeflossen, nicht wahr?

Bemühe dich also, dich nicht mit irgendetwas zu identifizieren; das Leben ändert sich ständig. Wegen deines engen Glaubens wird dein spirituelles Wachstum begrenzt und gedrosselt. Du wirst wie ein Pferd mit Scheuklappen, das nur eine begrenzte Sicht auf die Straße vor sich hat. Eine breite Perspektive ist entscheidend im Leben.

Unsere Eltern gaben uns viel zu essen, nicht aber die Zunge es zu schmecken. Es liegt an uns die Welt mit Freude zu erfahren. Die Freude liegt aber in der Art und Weise wie du die Welt erfährst, nicht in den Objekten der äußeren Welt selber. Das muss ganz klar verstanden werden. Deine geistige Konditionierung ist genau das, was dir das Leben freudvoll oder leidvoll erscheinen lässt.

Wenn du mit deinem gegenwärtig geistigen Zustand glücklich bist, dann ist alles in Ordnung. Aber wenn du spürst, dass du ihn etwas beschneiden musst, dann gibt es irgendwo ein Problem. Du versuchst oft, deinen geistigen Zustand wie eine Pflanze zu beschneiden. Eine Pflanze, die beschnitten wird, wächst schneller!

Entweder lebst du mit deinem gegenwärtig geistigen Zustand, oder du reißt ihn heraus und erzeugst einen neuen. Du kannst deinen geistigen Zustand nicht wie Kleidung färben, um ihn anders zu gestalten. Du kannst ihn nicht meißeln bis er korrekt ist. Es muss eine vollständige Transformation stattfinden oder du bist immer in der Gefahr, wieder in die alten Gleise zu rutschen.

Wenn du einen sauberen geistigen Zustand hast, dann wirst du dich niemals sorgen. Nur wenn du durch komplexe Gedankenmuster und Worte verwirrt bist, wirst du dich sorgen. Ich sage den Menschen immer: wenn du dir selber nicht sicher bist, dann wirst du dich danach richten wie die Planeten stehen! Du wirst analysieren, welcher Planet wo steht und wie er dich gerade beeinflusst. Das eigentliche Problem aber besteht darin, dass du selber nicht zentriert bist.

Arbeite an deinem Verstand wenn du Zeit hast. Schaue hinein und bringe ihn in Ordnung. Immerhin bist du 24 Stunden mit deinem Verstand zusammen, nicht wahr? Warum ihn dann nicht sauber halten?

Ich habe diese "Saubermänner" gesehen, die ihr Haus blitzblank geputzt halten. Sie nehmen den Staubsauger und machen es absolut staubfrei. Sie können nicht ein Staubkörnchen dulden. Sie reinigen den Teppich bis ein Loch drin ist! Wie steht es mit der Reinigung des Hauses in dem du 24 Stunden lebst – nämlich deinem Verstand? Du bist 24 Stunden mit ihm; jeder einzelne Gedanke oder jede Handlung hängt mit ihm zusammen.

Du benutzt Vaastu Shastra, Feng Shui usw. die jeweils Wissenschaften sind, um die Räume in deinem Haus in einem reinen und energetisierten Zustand zu halten. Aber du verstehst eine Sache nicht; du musst andauernd dein Heim energetisieren, nur weil du es mit deiner eigenen Negativität verschmutzt. Das ist die Wahrheit.

Wenn ihr die Räume in eurem Haus durch kollektive negative Gedanken verschmutzt, nämlich durch eure Sorgen, dann strahlt der Raum die negativen Gedanken auf euch zurück und ihr werdet, immer wenn ihr euer Haus betretet, in einem zerstörerischen Kreislauf von Negativität gefangen sein.

Wie oft habt ihr euch sehr gut bis zu dem Moment gefühlt, wo ihr euer Haus betratet? In dem Moment wo ihr eintretet, fühlt ihr euch von einer Kraft erfasst, von bekannten negativen Gedankenmustern. Diese sind nichts anderes als eure eignen Gedanken, mit denen ihr euer Haus gefüllt habt. Was macht ihr dann? Ihr ruft einen Experten in Vaastu Shastra, um die Struktur des Hauses zu ändern, oder ruft den Tempelpriester um einige Feuerrituale durchzuführen und das Haus zu reinigen, oder ihr wendet Feng Shui Konzepte in eurem Haus an.

Wenn diese Dinge mit Ernsthaftigkeit durchgeführt werden, dann werden sie ohne Zweifel hilfreich für dein Haus sein. Aber du musst eines verstehen: dies sind nur unterstützende Methoden. Der wichtigste Punkt dabei ist, dich selber zu reinigen und einen glückseligen geistigen Zustand auszustrahlen, sodass der Raum in dem du lebst dies automatisch reflektiert.

Ein Mann wurde gefragt, was der Unterschied zwischen seiner Vergangenheit und Gegenwart sei.

Er antwortete: "Früher saß ich auf dem Boden auf einer Matte und aß. Nun sitze ich an einem Tisch beim Essen."

Seht ihr, in der Vergangenheit und in der Gegenwart ist sein Mund der gleiche. Wenn es in dir keine radikale Änderung gibt, dann wird dein Leben mit der Zeit nur geringfügig anders aussehen. So wie die Schönheit im Auge des Betrachters liegt, so liegt der Geschmack auf der Zunge den sie erfährt. Deine geistige Struktur definiert somit die Qualität deines Lebens.

Meistens ist uns schon klar, dass wir uns ändern müssen, aber irgendwie fallen wir in unsere gegenwärtigen gewohnten Muster zurück. Wir geraten immer wieder in die gleiche Tretmühle. Die eine Seite in uns sagt, dass wir uns ändern müssen und die andere Seite schlüpft unbewusst wieder in die gewohnten Muster. Selbst wenn dir viele Gelegenheiten gegeben werden dich zu ändern, fühlst du dich nur wohl in deinem gegenwärtigen Zustand, und so versäumst du die Gelegenheiten.

Diese geistigen Muster sind solch eine feste Realität in dir. Du strahlst sie einfach aus.