Verstehen, nicht denken
Eine kleine Geschichte: Drei Weise machten sich eines Tages auf den Weg in eine Großstadt mit der Absicht, mehr über das Leben zu erfahren und ihren Horizont zu erweitern. Als sie sich einer großen Stadt näherten, sahen sie schon von weitem einen Wolkenkratzer. Sie rätselten, um was es sich dabei handeln könnte.
Sie überlegten und diskutierten, was es sein könnte und ob sie weitergehen sollten, denn sie hatten Angst sich dem unbekannten Objekt zu nähern, in der Meinung es könne Ihnen gefährlich werden. So entschieden sie, dass sie zuerst herausfinden sollten, um was es sich handelt, bevor sie weitergehen würden.
Auf der Grundlage all ihrer bisherigen Erfahrungen überlegten sie und stellten verschiedene Theorien auf. Schließlich kamen sie zu dem Schluss, dass das Ding für menschliche Verhältnisse viel zu groß sei. Es könne sich nur um etwas handeln, das von Riesen für Riesen erbaut wurde und dass es nicht ratsam für sie war, eine von Riesen bewohnte Stadt zu betreten.
Zufrieden mit ihrem neuen Wissen, packten sie ihre Sachen und kehrten in ihr Dorf zurück.
Aufgrund von vergangenen Erfahrungen und Wissen kann man nichts Neues lernen und verstehen. Man kann etwas nicht verstehen, wenn man nur darüber nachdenkt. Man muss es sehen und erfahren, um es vollkommen zu verstehen.
Und noch etwas: Du kannst nur über etwas nachdenken, was du schon erfahren hast, was du erlebt hast. Kannst du über etwas nachdenken, das du nicht erfahren hast? Du kannst über das Unbekannte nur fantasieren und die Fantasie basiert auf dem, was du in der Vergangenheit gesehen und erlebt hast.
Beim Denken ist die Energie der Intelligenz und Wahrheit nicht gegenwärtig. Deshalb kommen deine Antworten auf der Grundlage deiner begrenzten Erfahrung und sie führen immer zu weiteren Fragen und Zweifeln.
Wirkliches Verständnis passiert, wenn wir aus dem gegenwärtigen Bewusstsein heraus reagieren und nicht auf Antworten vertrauen, die aus der Analyse von vergangenen Erinnerungen entstanden sind.