Angst vor dem Tod
Die Angst vor dem Verlust der körperlichen und geistigen Gesundheit, vor dem Verlust von Wohlstand oder Ansehen, all diese Ängste sind in Wirklichkeit nur verkleidete Formen der Todesangst.
Eine kleine Geschichte: Ein Mann hatte sich gründlich auf eine Rede vorbereitet, die er vor großem Publikum halten sollte. Er begab sich zum Rednerpult und nahm das Mikrophon in die Hand, als er plötzlich nicht mehr wusste, was er sagen sollte. Er wurde vom Lampenfieber übermannt. Einige Minuten stand er wortlos vor dem Publikum.
Nach einiger Zeit sagte er plötzlich: "Das menschliche Denken ist das wundersamste Ding auf der Welt. Es beginnt nach der Geburt zu arbeiten und hört nicht auf zu arbeiten bis du stirbst – außer wenn du eine Rede halten musst."
Die soziale Angst – die Angst von der Gesellschaft abgelehnt zu werden – veranlasst uns Dinge zu tun, nur um anderen zu gefallen, auch wenn sie unserem Wohlergehen nicht förderlich sind. Wir opfern dabei das, was wir eigentlich gerne tun würden. Auch diese Angst, nicht von der Gesellschaft anerkannt zu werden, ist eine Form der Angst vor dem Tod, vor dem Tod des Egos.
All unsere Handlungen sind unbewusst mit dem Tod und der Angst zu sterben verbunden. Das Verständnis des Todes kann deine gesamte Wahrnehmung des Lebens verändern. Allein durch dieses Verständnis ändert sich die Art und Weise, wie du mit deinen Ängsten umgehst. (Der Tod wird in einem eigenen Kapitel ausführlich behandelt.)