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Wir kommen nun zu einem etwas komplexeren Thema. Es geht um unsere Beziehung mit der Welt, die uns umgibt. Warum sehen wir, was wir sehen? Wie sehen wir, was wir sehen? Welches ist unsere Position im Gesamtplan der Existenz?
Materie, Energie und darüber hinaus
Aus was besteht die Welt? Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten sind die fünf Sinne, mit deren Hilfe wir die Welt wahrnehmen. Sie sagen uns, dass diese Welt aus Materie besteht, aus Objekten mit verschiedenen Formen, Farben und Qualitäten.
Wir finden uns in einer dreidimensionalen Welt wieder, die im Wesentlichen aus den fünf grundlegenden Elementen besteht – Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum. Wir wissen, dass alle Objekte in dieser Welt im Verlaufe der Zeit Veränderungen unterworfen sind. Sie entstehen, bleiben eine gewisse Zeit lang bestehen und lösen sich wieder auf.
Die klassische Physik lehrte, dass die Materie physikalischen Gesetzen gehorcht, wie den drei Bewegungsgesetzen, dem Gesetz der Gravitation, den Gesetzen der flüssigen Dynamik usw. Alle Objekte sind aus Molekülen aufgebaut, die wiederum aus Atomen bestehen. Diese sind ihrerseits wieder aus drei Elementarteilchen aufgebaut – Protonen, Neutronen und Elektronen. All diese grundlegenden Dinge haben wir in der Schule gelernt.
Die moderne Wissenschaft behauptet aber, dass die Welt im Grunde genommen nicht aus Materie besteht. Die grundlegenden Bausteine sind nicht Protonen, Neutronen und Elektronen. Die moderne Wissenschaft sagt, dass die Materie selbst in Wirklichkeit Energie ist!
Albert Einsteins berühmte Gleichung, E=mc² (E = Energie, m = Masse des Objektes und c = Lichtgeschwindigkeit) beweist die Gleichwertigkeit von Materie und Energie. In einem erst vor kurzem erschienen Artikel habe ich über eine Studie gelesen, in der Einsteins Gleichung bewiesen wird. Darin wird davon ausgegangen, dass die Elementarteilchen im Atomkern aus noch kleineren Teilchen bestehen, den Quarks, die von sogenannten Gluonen zusammengehalten werden. Das erstaunliche ist, dass diese Gluonen keine Masse besitzen und die Masse der Quarks nur fünf Prozent beträgt. Die Studie besagt, dass die fehlenden 95 Prozent der Energie von den Bewegungen und Interaktionen zwischen Quarks und Gluonen herrühren. Daraus schließt man, dass Energie und Masse gleichwertig sind.
Diese Wahrheit, die von der Wissenschaft vor einigen Jahrzehnten entdeckt wurde, wurde von den hindu Rishis in den Upanischaden, die die Essenz des vedischen Wissens darstellen, vorweggenommen. Bereits in der ersten Zeile der vor mehreren tausend Jahren verfassten Isa Vasya Upanischade wird verkündet: "Īśāvāsyamidaṃ sarvaṃ – alles was existiert ist Energie!"*
Isa Vasya Upanischade – eine der 11 wichtigsten Upanischaden