Die Triebfedern von Angst und Gier
Wir halten uns für sehr intelligent und deshalb versuchen wir den Kindern unsere Intelligenz zu vermitteln. Wenn wir mit diesem Prozess beginnen, wird dem Kind als erstes die Logik unserer Lebensführung vermittelt, die auf Angst und Gier gegründet ist.
Entweder soll das Kind etwas tun, um mehr zu erhalten oder es soll etwas tun, damit ungewollte Dinge nicht passieren. Wenn du möchtest, dass etwas passiert, handelt es sich um Gier. Wenn du fürchtest dass etwas passiert, dann handelt es sich um Angst.
Das Kind muss zum Beispiel viel lernen, damit es gute Noten bekommt und an renommierten Schulen aufgenommen wird. Das heißt, es wird von Gier angetrieben. Oder es lernt mit der Absicht, in seinem Leben nicht zurückzufallen. Das heißt, es wird von Angst getrieben.
Die Motivation für das Kind ist Angst oder Gier, nicht Erfüllung. Unweigerlich gerät das Kind in einen Wettlauf und läuft immerzu – ohne Zeit zu haben, ohne zu prüfen, ob es wirklich so laufen will. Es weiß nicht einmal, dass es den Lauf genießen kann! Ihm wurde beigebracht, dass alles andere nur Ablenkungen sind und wertvolle Zeit vergeudet wird, um das Ziel zu erreichen.
Aber wie viele Menschen fühlen sich erfüllt, nachdem Sie das "Ziel" erreicht haben? Hast du das gesetzte Ziel erreicht, merkst du, dass es sich nur um eine Fata Morgana gehandelt hat und nun willst du wieder etwas anderes!
Nur andere nachzuahmen ist eine Verschwendung deiner kostbaren Lebenszeit. Man nennt es auch Herdentrieb - in das Hamsterrad einsteigen, nur weil alle anderen auch drinnen sind. Merke dir, auch die Ratte, die das Rattenrennen gewinnt, bleibt doch immer nur eine Ratte.