Schmerz ist ein großer Lehrmeister
In vielen Fällen zeigen sich unsere Ängste als Schmerzen. Schmerz ist das, was in dieser Welt am meisten gefürchtet wird.
Alle Lebewesen haben eines gemein: die Angst vor Schmerzen. Wenn man etwas tiefer schaut, erkennt man, dass der Mensch die Schmerzen und Todesqualen, die er beim Sterben durchleben muss, mehr fürchtet, als den Tod selbst. Viele fürchten sich vor Armut, viele vor Beziehungen und viele andere vor Krankheit. Der eigentliche Grund für diese Angst sind die Schmerzen, die dabei durchlebt werden müssen. All diese Ängste existieren nur wegen der damit verbundenen Schmerzen.
Was sind Schmerzen?
Wir unterscheiden physische, mentale und emotionale Schmerzen.
Physische Schmerzen sind eine elementare Notwendigkeit für den Körper. Stell dir vor, wir könnten keinen Schmerz fühlen. Wir könnten uns verletzen, ohne dass wir es merkten oder wir würden beginnen unser Gesicht, unsere Hände und Füße in einer Weise zu verändern, wie wir unsere Haare formen! In Wirklichkeit ist Schmerz ein Hilferuf des Körpers an den Verstand: "Bitte gib mir deine Aufmerksamkeit!" denn Aufmerksamkeit ist Energie. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich des Körpers lenkst, dann erhält dieser Bereich Energie in Form von Aufmerksamkeit. Durch den Schmerz signalisiert der Körper, dass er Aufmerksamkeit oder Energie braucht, damit er bei der Heilung unterstützt wird.
Mentaler oder emotionaler Schmerz entsteht, wenn du mit etwas konfrontiert wirst, das du nicht magst. Untersuchungen zeigen, dass emotionaler Schmerz negative Auswirkungen auf den Körper hat. Schmerzen in der Lendenregion der Wirbelsäule haben ihre Ursache oft in Gefühlen, die aus unterdrückter Sexualität entstehen. Wenn jemand sich zu große Verantwortung aufbürdet, können Schmerzen in den Schultern die Folge davon sein.
Ob es sich um körperlichen oder emotionalen Schmerz handelt - eine wichtige Sache musst du verstehen: Schmerz entsteht, wenn du dem gegenwärtigen Moment Widerstand leistest.