Und dann ist da die Geschichte mit den Affen:
Ähnlich der Vogelfalle, bedienen sich die Jäger in Bharat einer einfachen Falle, um Affen zu fangen. Als Falle verwenden sie eine kleine Holzkiste mit Süßigkeiten. Die Holzkiste hat eine kleine Öffnung, in der die Affen ihre Hand gerade noch hineinbekommen. Steckt der Affe nun seine Hand in die Kiste, um Süßigkeiten herauszuholen, kommt er nicht mehr heraus, da die Hand mit den Süßigkeiten nicht mehr durch das Loch passt! Würde der Affe die Süßigkeiten loslassen, könnte er die Hand sofort aus der Kiste ziehen und sich befreien. Aber der Affe ist nicht intelligent genug, um das zu begreifen. Er lässt die Süßigkeiten nicht los und weil er sie nicht loslassen kann, bleibt er gefangen und wird ein Opfer der Jäger. Würde er einfach loslassen, könnte er seine Hand herausnehmen und wäre augenblicklich frei.
Wenn du das Verständnis dieser Geschichte tief in dir wirken lässt, wirst du augenblicklich deine Fesseln loslassen und frei sein.
Lebe intensiv in der Gegenwart
Deiner wahren Natur entsprechend entsagst du jeden Moment
Glücklicherweise kannst du nicht zwei Gedanken auf einmal haben. Ein neuer Gedanke kann nur dann in dir erscheinen, wenn der alte Gedanke seine Macht und seinen Einfluss auf dich verloren hat. Taucht ein neuer Gedanke in dir auf, bedeutet das, dass du den alten
Gedanken losgelassen hast, da du nicht zwei Gedanken auf einmal haben kannst.
Eine schöne Geschichte von Ramakrishna Paramahamsa: Ein König, der in einer riesigen Festung lebte, wurde eines Tages von einer aus zwei Millionen Soldaten bestehenden Armee angegriffen. Der König hatte nur wenige Leute um sich und verzweifelt suchte er Hilfe bei seinem Berater: " Zwei Millionen Soldaten und ich bin ganz alleine, sie werden mich umbringen!"
Der königliche Berater sagte: "Habt keine Angst, mein König, öffnet nur eine Tür. Gewiss kann durch eine Tür nur jeweils eine Person in die Festung gelangen. Stehe neben der Tür und sobald die Soldaten eintreten, töte einen nach dem anderen. Versuche nicht mit der ganzen Menge auf einmal zu kämpfen."
Wenn du denkst, dass all deine Feinde zusammenstehen, hast du unnötige Ängste. Du kannst nicht zwei Gedanken auf einmal haben, du kannst immer nur einen Gedanken haben. Das bedeutet, dass jeder Gedanke von einem anderen Gedanken ersetzt werden muss.
Ich wiederhole: Erstens, du kannst immer nur einen Gedanken haben. Zweitens, der nächste Gedanke kann nicht erscheinen, bevor der vorherige Gedanke nicht verstoßen wurde.
Drittens, kommt jemand und verjagt mich von meinem Sitz, ist er sicherlich stärker als ich! Jeder Gedanke, der kommt und den alten Gedanken verjagt, ist sicherlich stärker als der alte Gedanke. Das bedeutet, dass jeder Gedanke, der jetzt kommt, im gegenwärtigen Moment verwurzelt ist. Er ist stärker, als der Gedanke, den du losgelassen hast, was auch immer dieser Gedanke zum Inhalt hatte.
Dieses Loslassen ist ein ganz natürlicher Vorgang den du gar nicht erst lernen musst. Jeden Moment läßt du los. Was meine ich hier mit dem Wort Loslassen? Ich meine damit, dass du andauernd einen Gedanken nach dem anderen aufgibst. Nur so ist es neuen Gedanken möglich, in dein System einzutreten. Jeden Moment werden in deinem System alte Gedanken ausgeräumt.
Gedanken werden kontinuierlich von anderen Gedanken ersetzt. Ein Problem entsteht nur dann, wenn du glaubst, dass deine Gedanken verbunden sind. Dann hast du das Problem des verbundenen Leidens, des Leidensstranges. Dein einziges Problem ist dein Glaube, dass du Probleme hast.
Jeden Moment wird dein System von den neu ankommenden Gedanken gereinigt. Wenn du dem natürlichen Ablauf dieses Prozesses nicht im Wege stehst, geschieht er ganz von alleine. Es ist nicht notwendig für dich, deinen Geist zu reinigen. Von dir wird nur verlangt, dass du aus dem Weg gehst, damit das System ungestört arbeiten kann.
Du kannst an deinem Leiden nicht festhalten, auch wenn du es versucht, denn die Gedanken, die die Ursache deines Leidens sind, werden andauernd von frischen Gedanken ersetzt! In der Tat erfordert das Festhalten an Leid große Anstrengung deinerseits, weil Gedanken unaufhörlich fließen.