Die unvermeidlich liebevolle Berührung erleuchteter Wesen
Eine Geschichte aus dem Leben Buddhas: Zu Buddhas Zeiten lebte ein berüchtigter Räuber namens Angulimala in einem Wald, den viele Leute durchqueren mussten. Angulimala griff die Leute aus dem Hinterhalt an, raubte sie aus, schnitt ihnen den kleinen Finger ab und stellte damit Girlanden her. Daher erhielt er den Namen Angulimala, was Fingergirlande bedeutet.
Auch Buddha musste auf seiner Wanderschaft diesen Wald passieren. Die Leute warnten ihn vor dem schrecklichen Angulimala, aber Buddha kümmerte sich nicht darum und ging einfach weiter. Mitten im Wald sprang Angulimala plötzlich aus dem Gebüsch hervor und schrie mit drohender Stimme: "Stillgestanden!"
Buddha antworte: "Ich bin still und ich hoffe du kennst die Stille auch."
Sowas hatte Angulimala in seinem Leben noch nie erlebt. Er wurde von der Antwort Buddhas bis ins Mark getroffen. Irgendetwas an Buddha berührte ihn tief. Er schaffte es nicht, Buddha anzugreifen. Seine Hände erstarrten. Schließlich warf er sich weinend vor ihm nieder und bat um Vergebung!
Diese Geschichte zeigt das Kraftfeld, das von erleuchteten Wesen ausgeht. Ohne Mühe oder Absicht strahlt ein erleuchtetes Wesen unermesslichen Frieden und Mitgefühl aus, durch die Menschen auf der Stelle zu transformiert werden können. Alle Dinge verändern sich, wenn sie der hohen Frequenz dieses Energiefeldes ausgesetzt werden.
Noch eine schöne Geschichte, diesmal von Adi Shankara, einem erleuchteten Meister aus dem alten Bharat:
Bei seiner Wanderschaft kam Shankara auch in die südhindu Stadt Shringeri. Dort spielte sich eines Tages eine seltsame und wunderbare Szene vor ihm ab: Zwei Frösche saßen auf einen Stein. Es war ziemlich heiß und so wollten sie gerade ins Wasser springen, als eine Kobra ihren Kopf erhob und auf diese Weise den beiden Fröschen Schatten spendete. Die Frösche freuten sich über den kühlen Schatten und blieben noch ein Weilchen auf dem Stein sitzen. Nach einiger Zeit sprangen sie ins Wasser. Die Kobra zog ihren Kopf ein und verschwand.
Shankara war sehr erstaunt, als er das sah. Er besaß einen scharfen Intellekt und konnte dieses Ereignis nicht einfach so auf sich beruhen lassen. Er erkannte sofort, dass dieser Platz von irgendeiner höheren Kraft energetisiert worden sein musste, sonst könnten Tiere nicht ihre Feinschaft vergessen und friedlich zusammenleben. Er wollte Genaueres über diesen Platz erfahren und hörte sich um. Er erfuhr, dass sich in der Vergangenheit genau an dieser Stelle der Aschram eines Erleuchteten befand!
Shankara war von dieser Begebenheit so beeindruckt, dass er sich vornahm, seine Mission an dieser Stelle zu gründen. Jahre später, gründete er an dieser Stelle seinen ersten Ashram. Sringeri Math erfüllt bis zum heutigen Tage seine Aufgabe als Hüter der spirituellen Weisheit für Bharat und die gesamte Welt.
Die Ausstrahlung eines erleuchteten Wesens erzeugt mühelos eine kollektive Positivität durch seinen alles umfassenden inneren Raum.
Es ist so wie Patanjali in den Yoga Sutras sagt: In der Gegenwart eines erleuchteten Wesens verlieren sogar natürliche Feinde ihre Feindschaft.