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KAPITEL 1 – WECHSELWIRKUNGEN

KAPITEL 4 – OHNE SORGEN LEBEN

Manipūraka Chakra – Solar Plexus Chakra – Drittes Chakra

Lasst uns nun das nächste Chakra betrachten – das Manipūraka Chakra, das sich in der Nabelregion befindet.

Im Sanskrit bedeutet Manipūraka: "Die Stadt der Juwelen".

Dieses Chakra ist blockiert, wenn du dich andauernd sorgst, und es erblüht, wenn du aufhörst dich über deine Probleme zu sorgen.

(Meditationstechnik: Manipūraka Shuddhi Kriyā – eine Technik aus dem Christentum)

Was sind Sorgen?

Lasst uns nun analysieren, was "sich sorgen" bedeutet.

Kann mir jemand sagen, was "sich sorgen" ist?

(Eine Dame antwortet…) Swamiji, wir sorgen uns, wenn wir über unsere Geschäfts-Probleme nachdenken oder unsere Kinder oder unsere Gesundheit…

Was du nennst, sind die Gründe für Sorgen. Ich frage euch nicht nach den Gründen für Sorgen. Ich frage euch "was sich sorgen IST"? Wenn ich euch nach den Gründen für Sorgen fragte, dann würde diese Sitzung niemals enden! Jeder von euch wird mit einer langen Liste bereitstehen:

Swamiji, mein Geschäft läuft nicht…

Swamiji, ich finde keinen Frieden zuhause!

Swamiji, ich habe so viele Probleme, die du dir nicht einmal vorstellen kannst…!

Ich habe keine Kinder, das ist meine Sorge!

Swamiji, meine Kinder sind meine Sorge!

Wir alle haben andauernd so viele Sorgen. Und wenn wir keine Sorgen finden, dann sorgen wir uns darüber, keine Sorgen zu haben! Wir beginnen uns unsicher zu fühlen und denken darüber nach, worüber wir uns sorgen könnten! Ich sage euch, das ist eine Tatsache! Einige ältere Menschen sind zu mir gekommen und erzählten mir: "Swamiji, wir wissen nicht, was wir tun sollen. Unsere Kinder sind verheiratet und wohnen in ihren eigenen Häusern. Sie fragen uns nach nichts; wir wissen nicht was wir tun sollen; es gibt nichts, über das wir nachdenken können. Es gibt keinen Grund mehr zu leben, Swamiji. Wir wollen friedvoll sterben."

Sie wissen nicht was sie tun sollen, weil sie keine Sorgen haben! Sie bemühen sich über irgendetwas nachzudenken, das ihren Verstand beschäftigen könnte, aber es kommt ihnen nichts in den Sinn. Und das ist neu für sie, denn sie waren die ganze Zeit über damit beschäftigt, sich über das eine oder andere zu sorgen.

Bevor wir Sorgen definieren, möchte ich, dass ihr versteht, dass wir über unsere Kultur, Finanzstatus, Alter oder Sonstiges hinaus eines gemeinsam haben – und das sind die Sorgen!

Wenn ich euch frage, warum ihr euch sorgt, dann werdet ihr viele Gründe aufzählen. Ihr denkt immer, dass Sorgen von äußeren Anlässen hervorgerufen werden und ihr tadelt die äußere Welt, beschuldigt die Menschen um euch herum, dass sie Sorgen in euch verursachen.

Wenn der Grund für unsere Sorgen in äußeren Umständen liegen würde, dann müsste es zumindest einen Menschen geben, der all diese Gründe besiegt hätte und dann frei von allen Sorgen wäre. Ist das der Fall? Alle Menschen, die ihr trefft haben diese oder jene Sorgen. Ob sie nun reich oder arm, verheiratet oder unverheiratet, mit oder ohne Kinder, angestellt oder selbstständig sind – jeder kommt einem besorgt vor.

Dies kommt davon, weil wir denken, dass der Grund für die Sorgen ein äußerer sei, der eigentliche Grund für die Sorgen liegt jedoch tief in uns selber. Das ist die Wahrheit. Das ist auch der Grund dafür, warum jeder ständig Sorgen mit sich trägt.

Kommen wir also zurück zur Frage: was sind Sorgen?

Wenn du tief nach innen schaust, wirst du finden, dass Sorgen nichts anderes als Reaktionen auf Ereignisse sind. Ob eine Situation dich besorgt macht oder nicht hängt vollkommen davon ab, wie du dich entschieden hast, auf eine Situation zu reagieren. Sorgen sind ein fortwährendes inneres Geschwätz, das dir ständig Unbehagen bereitet.

Angenommen, dein Freund bekommt eine neue Stelle; er besucht dich und erzählt dir enthusiastisch von seinem Einkommen und den Vorteilen der neuen Stelle; wie wirst du reagieren? Unbewusst wirst du innerlich zu schwätzen beginnen.

Du wirst nun denken: Oh, er hat eine neue Stelle. Er genießt so viele neue Vorteile. Was ist mit mir? Was wird meine Frau sagen, wenn sie von diesen vielen Vorteilen hört. Besser nicht zulassen, dass er meine Frau trifft, ich könnte sonst Schwierigkeiten bekommen. Sollte ich mich etwa nach einer neuen Stelle umsehen? Was, wenn ich keine finde? Sowieso gelingt mir nie etwas…

Das ist "sich sorgen"!

Wie wir uns sorgen

Sich sorgen geschieht, wenn du dich andauernd mit äußeren Rahmenbedingungen vergleichst und innerlich mit dir darüber schwätzt. Und mit der Zeit wird dies zu deiner geistigen Gewohnheit.

Bin ich so gut wie die Nachbarn?

Wie kann ich meinen Chef beeindrucken?

Was werden meine Kinder denken?

Andauernd brauchen wir Bestätigung von anderen – seien es Familie oder Arbeit oder Gesellschaft. Dies macht ein Großteil unserer Sorgen aus. Unser ganzes Leben ist nichts weiter als der Vorgang, von anderen Zertifikate zu sammeln. Wenn andere uns die Zertifikate nicht geben – guter Ehemann, guter Angestellter, guter Nachbar – dann sorgen wir uns, dass unser Leben wertlos geworden ist. Wir formen unsere Persönlichkeit nur durch die Zertifikate der Anderen. Wir haben alle aufgehört, uns selbst zu vertrauen; das ist das Problem.

Als Kind war jeder von uns stark in seinem eigenen Wesen zentriert. Hast du jemals ein Kind gesehen, das sich darüber sorgt, was andere über es denken? Nein! Einem Kind zuzusehen ist ein Genuss, weil es sich nicht sorgt und total bei dem ist, was auch immer es gerade tut und weil es sich nicht darum kümmert, was andere über es sagen.

Als wir aufwuchsen, hat uns die Gesellschaft stets diese Idee eingeimpft. Die Gesellschaft brachte uns bei, uns gemäß den Vorstellungen und Meinungen anderer zu beurteilen – Eltern, Lehrer, Freunde, sogar Fremde. Die Gesellschaft machte uns abhängig von äußerer Unterstützung, von Zertifikaten anderer für jede unserer Handlungen und Worte. Deswegen sorgen wir uns die ganze Zeit darum, was andere über uns sagen.

Wenn du dich über irgendetwas sorgst, dann fühlst du, dass du einen festen Bezugspunkt hast, an dem du dich messen kannst, gegen den du arbeiten kannst. Deswegen geben dir Sorgen eine Richtung in deinem Leben. Ohne Sorgen hast du das Gefühl, dass du keine Achse hast, um die du dich drehen kannst. Deswegen sind wir insgeheim so verliebt in unsere Sorgen!

Lasst mich eine kleine Geschichte erzählen:

Drei Männer saßen auf einer verlassenen Insel. Sie wussten nicht, wie viele Jahre sie schon dort waren. Plötzlich fanden sie eine Flasche und hoben sie auf.

Sie strichen mit ihrer Hand über sie, und plötzlich erschien ein Geist vor ihnen.

Sie waren schockiert.

Der Geist sagte zu ihnen: "Danke, dass ihr mich aus der Flasche befreit habt. Jeder von euch hat einen Wunsch frei, und ich werde ihn euch erfüllen."

Sie waren ganz begeistert und dachten eine Weile nach.

Der erste Mann sagte: "Ich möchte meine Freundin heiraten und glücklich leben."

Der Geist sagte: "Gut, dein Wunsch soll wahr werden."

Der erste Mann verschwand von der Insel und der Geist blickte den zweiten Mann an.

Der zweite Mann sagte: "Ich möchte ein wohlhabender Geschäftsmann werden."

Der Geist sagte: "Gut, dein Wunsch soll dir gewährt werden."

Der zweite Mann verschwand, und der Geist fragte den dritten Mann, was er sich wünsche.

Der dritte Mann sagte: "Ich werde meine beiden Freunde vermissen mit denen ich so viele Jahre zusammen war. Ich möchte mit ihnen zusammen sein."

Der Geist sagte: "Gut" und verschwand, indem er die drei Männer, so wie sie zuvor waren, auf der verlassenen Insel beisammen zurückließ.

Selbst nach vielen Jahren des Elends auf der Insel war der dritte Mann nicht zu einem neuen Leben bereit! Er war so verhaftet an das Leben auf der Insel! Das meine ich, wenn ich sage, dass wir so versessen auf unsere Sorgen sind! Wir beschweren uns, dass sie uns Elend bereiten, aber wir sind ihnen so verhaftet. Du wirst mir nicht glauben, wenn ich dir sage, dass du deine Sorgen liebst, aber genau das ist der Fall.

Leute kommen zu mir und sagen: "Mein Geschäft läuft schlecht bis sehr schlecht, Swamiji! Letzten Monat hatte ich schwere Verluste, und ich weiß nicht, ob es nächsten Monat noch schlimmer wird."

Ich frage sie: "Wenn du das jetzt schon weißt, warum schließt du dann nicht gleich dein Geschäft? Warum solltest du leiden?"

Aber sie sind schockiert. Sie fragen mich ungläubig: "Was sagst du, Swamiji? Was soll ich denn dann machen?"

Ohne einen Leidensgrund verliert dein Ego seine Existenzgrundlage. Deswegen möchtest du in der Sphäre des Elends bleiben. Wenn du Sorgen hast, dann fühlst du, dass du jemand bist. Du fühlst, dass du eine stabile Einheit bist, weil du Sorgen löst und die ganze Zeit über sie über nachdenkst.

Wohingegen du glückselig bist, wenn du dich frei von andauernden Sorgen hältst, aber in dieser Sphäre bist du niemand! Es gibt nichts mehr, was dich ständig beschäftigt hält. Es gibt nichts zu lösen. Du fühlst dich unsicher, wie ein Nicht-Ding. Um einen sorgenfreien Zustand genießen zu können, musst du zuerst das Ego loslassen, um stabil werden zu können.

Die Sache mit den Sorgen verhält sich so, dass das Sich-Sorgen auf deiner Entscheidung beruht, nämlich dem Verstand Nahrung zu geben und ihn beschäftigt zu halten. Und dazu denkt noch ein jeder, dass nur er so viele Sorgen hat und dass nur sie so unglücklich ist und dass alle andern viel glücklicher sind! Aber das Komische dabei ist, dass jeder auf diesem Planeten meint, er oder sie sei der unglücklichste Mensch! Wie ist das möglich?

Eine kleine Geschichte:

In einem gewissen Königreich kam dem König zu Ohren, dass jeder in seinem Königreich deprimiert war, weil alle das Gefühl hatten, ein Höchstmaß an Sorgen tragen zu müssen, während die anderen keine Sorgen hätten.

So verkündete der König eine "Sorgen-Austausch-Aktion", wo die Menschen ihre großen Sorgen hinbringen und sie gegen jemand anderes kleine Sorgen eintauschen konnten.

Ein großer Platz wurde hergerichtet, in dessen Mitte ein großer Sorgentopf gestellt wurde.

Alle konnten ihre Sorgen in diesen Topf werfen und dafür eine andere Sorge aufnehmen, die sie haben wollten.

Die einzige Bedingung war, dass sie mindestens eine Sorge wieder aufnehmen mussten.

Das ganze Königreich versammelte sich zu dieser Veranstaltung.

Die Leute gingen umher, trafen sich und begannen miteinander über ihre Probleme zu sprechen.

Nach einiger Zeit wurde die Veranstaltung zum Sorgenaustausch als eröffnet erklärt.

Viel Zeit verging, aber kein Mensch kam nach vorne, um seine Sorgen in den Topf zu werfen.

Nach all dem Austausch dachte jeder, dass seine eigenen, ihm bekannten kleinen Sorgen viel besser wären, als die Sorgen der Anderen!

Die meiste Zeit sprechen wir nur theoretisch, ohne dabei auf den Boden der Fakten zu kommen. Wenn wir unseren sogenannten Sorgen auf den Grund gehen, dann werden wir verstehen, dass wir einfach nur Dinge vergrößern, die an sich gar nicht so schlecht sind.

Einsprechen und Aussprechen

Gut, lasst uns analysieren, was tatsächlich in deinem Verstand passiert, wenn du dich sorgst. Beobachte nur deinen Verstand, wenn du dich über etwas sorgst.

Du wirst sehen, dass ein kontinuierlicher Strom vom Gedanken in deinem Verstand erzeugt wird – völlig zusammenhangslose Gedanken – und für gewöhnlich negative Gedanken. Ein Zustrom von negativen und sich wiederholenden Worten, der wie ein Fluss in deinem Geist fließt.

Siehst du: wir alle benutzen zwei Arten von Sprache – aussprechende und einsprechende. Aussprechen ist das Sprechen zu Anderen – was wir normalerweise Rede oder Konversation nennen. Einsprechen ist Sprechen zu uns selbst. Tatsächlich ist dieses Sprechen ein anhaltender Vorgang, der in uns hineingeht. Dieses Einsprechen wird "inneres Gerede" genannt, und das ist auch das, was wir sich sorgen nennen.

Sich sorgen ist nichts anderes, als dieses andauernde, unkontrolliert ablaufende innere Gerede, das in deinem Verstand stattfindet. Dieses innere Gerede ist dein Meister geworden. Es hat Macht über dich ergriffen. Es ereignet die ganze Zeit über.

Was auch immer du aussprichst sagst du behutsam, und falls nicht, wird dich die Gesellschaft bitten, rücksichtsvoller zu sein. Aber dein Einsprechen wird in keiner Weise kontrolliert. Wenn Worte, die du aussprichst und die eine Lautstärke haben, kontrolliert werden können, warum könnten dann nicht auch Worte, die ohne Lautstärke sind, kontrolliert werden?

Du kontrollierst nicht, was du innerlich sprichst, weil du keine Selbstachtung hast. Du sprichst in dir einfach was du möchtest. Geben wir Abfall auf einen Essteller? Nein. Wir werfen den Abfall in einen Mülleimer. Du behandelst andere wie einen Essteller und dich selber wie einen Mülleimer. Deswegen wirst du unverdaulich.

Bei äußeren Gesprächen gibt es manchmal eine Pause. Aber dieses innere Gerede ist andauernd. Es kann dich verrückt machen! Tatsächlich ist oftmals das Sprechen mit anderen Menschen ein Weg, um dem inneren Gerede, das dich verrückt macht, zu entkommen. Deswegen wird so viel geredet in der Welt! Die Menschen haben Angst still zu sein, weil es ein Tollhaus in ihnen gibt. Deswegen treffen sie sich, gehen unter die Leute, reden miteinander und halten sich beschäftigt.

Was genau meinen wir mit diesem inneren Gerede?

Versucht einmal eine kleine Übung wenn ihr alleine seid. Setzt euch für einige Minuten mit geschlossenen Augen hin. Lasst Stift und Papier neben euch. Konzentriert euren Verstand auf nichts Bestimmtes. Beobachtet euren Verstand nur. Schaut nur zu, was in eurem Verstand vor sich geht. Fast zeitgleich wenn ihr eure Augen schließt werdet ihr sehen, dass es einen fortwährenden Fluss von Gedanken gibt, die durch euren Verstand fließen. Da ist eine anhaltende Aktivität in eurem Verstand. Schreibe alle Gedanken ehrlich auf, die du beobachtest. Mache dies ca. 5 Minuten lang.

Nun lies dir einmal durch, was du auf den Zettel geschrieben hast. Du wirst erstaunt sein! Alles was du auf den Zettel geschrieben hast, ist dein inneres Gerede. Wenn du das alles liest, erkennst du, wie zusammenhangslos, wie unbedeutend deine Gedanken sind! In einem Moment bist du hier, im nächsten schon in Amerika, im nächsten Moment bist du in deinem Büro, im nächsten Moment denkst du an deine Kinder!

So ist der Zustand deines Verstands – dieser unkontrollierte Fluss von Gedanken. Das ist der Verstand, dem du dein Leben anvertraut hast! Das ist der Verstand, der all deine Sorgen erzeugt. Das ist der Verstand, der dein Leben für dich lebt. Wenn du einfach nur das versteht, dann hast du einen Quantensprung in Richtung Freiheit von Sorgen und innerem Gerede gemacht.

Eine kleine Geschichte:

Eines Tages gab es einen Unfall auf der Straße.

Die Leute liefen zusammen und sahen, dass ein brandneues Auto gegen eine Wand gefahren war.

Sie fragten den Fahrer: "Mein Herr, warum benutzen sie ein Auto, wenn sie nicht richtig fahren können?"

"Natürlich weiß ich, wie man fährt", antwortete der Mann, "ich weiß nur nicht, wie man anhält!"

Der Mann wusste wie man fährt, wusste aber nicht wie man anhält. Ihr fahrt auch ein Fahrzeug, von dem ihr nicht wisst, wie man es anhält. Das ist sehr gefährlich. Euer Verstand ist wie ein Fahrzeug, das ihr nicht anhalten könnt. Versucht nur einmal euer inneres Gerede anzuhalten, nur für einige Sekunden…

Könnt ihr?

Wenn ihr den Verstand zu kontrollieren versucht, dann wird der Schwall von Gedanken nur noch größer, da ihr noch einen weiteren Gedanken habt – nämlich ihn anhalten zu müssen!

Ihr steuert nicht euren Verstand – der Verstand steuert euch!

Um Sorgen zu verstehen, müssen wir eine tiefe Einsicht in die Natur unseres Verstandes haben.

Der Weg zu Sorgen geht über unseren Verstand – und so kann der Weg heraus auch nur über den Verstand gehen. Aber wir suchen weiterhin nach Antworten an falschen Orten, wir suchen andauernd außerhalb von uns, ohne je tief die Wurzeln der Sorgen angeschaut zu haben. Wir denken: Wenn wir mehr Geld hätten, dann wären wir alle Sorgen los! Wenn ich besser aussehen würde… Wenn ich einen besseren Beruf hätte… Wenn… Wenn… Wenn...

Die Lösung kann nicht in den Dingen der äußeren Welt gefunden werden. Sie kann nur in uns gefunden werden.

Eine kleine Geschichte:

Buddha hatte tausende Schüler, denen er jeden Morgen Ansprachen hielt.

Eines Tages brachte er ein festverknotetes Seil, legte es vor sie und fragte:

"Kann jemand diesen Knoten lösen?"

Die Schüler kamen nach vorne, zogen und zerrten an dem Knoten, konnten ihn aber nicht lösen.

Dann kam ein intelligenter Schüler, sah sich den Knoten eine Weile lang an und entknotete ihn mit Leichtigkeit.

Ihr müsst den Knoten anschauen und erkennen, wie er gemacht wurde, wie die Verknotung zustande gekommen ist. Wenn ihr dies einmal getan habt, dann müsst ihr einfach den Vorgang rückgängig machen und schon habt ihr den Knoten gelöst. Wenn ihr nur daran zieht und zerrt, werdet ihr niemals fähig sein, den Knoten zu lösen; er wird nur noch fester werden.

Das Gleiche gilt für eure Probleme. Die Probleme, Krankheiten und Gefühle, mit denen ihr kämpft, sind nichts anderes als Knoten in eurem System. Wenn ihr einmal klar verstanden habt, wie diese Knoten zustande gekommen sind, dann könnt ihr die richtigen Schritte unternehmen, um sie zu lösen.

Sorgen sind eng mit dem Manipuraka Chakra verbunden, das in der Nabelregion liegt. Negative Gedanken greifen direkt das Manipuraka Chakra an.

Macht einmal diesen kleinen Test: Wann immer in euch negative Gedanken aufkommen, schaut in sie hinein und seht, woher sie aufsteigen. Ihr werdet erkennen, dass sie immer von der Nabelregion her aufsteigen.

Wenn ihr euch besorgt fühlt, wenn eine Situation in euch aufkommt, die ihr einfach nicht bewältigen könnt, dann ist das Erste was beeinflusst wird, eure Nabelregion bzw. euer Magen. Ihr könnt Depressionen körperlich als eine Schwere in eurer Magengegend wahrnehmen. Daher sagen wir auch: "Das schlägt mir auf den Magen. Ich kann das nicht verdauen." Diesen Ausdruck gibt es in allen Sprachen. Er ist universell. Andauernde Sorgen blockieren das Manipuraka Chakra.

Wie ist also der Weg, dieses Chakra zu befreien? Was denkt ihr, wie wir dieses Chakra in einem guten Zustand erhalten können? Kommt…erzählt mir…

Wir sollten niemals sorgenvoll in irgendeiner Situation sein, Swamiji.