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KAPITEL 1 – WECHSELWIRKUNGEN

Warum Nithya Dhyan?

Emotionen und Gedanken bringen unsere geistige Struktur und unsere Haltung hervor. Das Spiel der Emotionen und der Gedanken zu verstehen, ist der erste und der letzte Schritt, um diese zu überwinden. Nithya Dhyan ist eine 35 minütige Meditation, die von THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM geschaffen wurde, um sich vom Verstand abzukoppeln und darüber hinaus zu gelangen.

Der Mensch in seiner eigentlichen Natur ist ein entkoppeltes und glückseliges Wesen. Was meinen wir mit dem Begriff entkoppeln?

Jeder Gedanke, der in uns aufsteigt, ist wie eine Blase, die sich formt, aufsteigt und stirbt. Jeder Gedanke steigt unabhängig voneinander auf und stirbt, bevor der nächste Gedanke hervorkommt. Zum Beispiel, wenn du auf einem Stuhl sitzt und plötzlich aufstehst, dann hat dich in genau diesem Moment, wo du dich zum Aufstehen entschieden hast, der Gedanke sitzen zu bleiben, verlassen. Wenn du an deinem Computer arbeitest und du dich dazu entschließt, den Computer herunter zu fahren, in genau diesem Moment, ist der Gedanke gestorben, dass du arbeiten möchtest. Jeder Gedanke ist also unverbunden und ereignet sich in Folge, einer nach dem anderen. Ein Gedanke muss sterben, bevor der nächste Gedanke aufkommt. Das ist unsere wahre Natur.

Unsere wahre Natur ist es, in jedem vorbeiziehenden Moment Gedanken aufzugeben; jeden Gedanken wie eine aufsteigende Blase zuzulassen, dann platzen zu lassen und dann den nächsten Gedanken aufsteigen zu lassen. Unsere Gedanken haben nur eine vertikale Existenz wie aufsteigende Blasen.

Dieser Prozess, die Gedanken aufsteigen und sterben zu lassen, ohne sie miteinander zu verbinden, ist genau das, was wir mit dem Begriff 'entkoppelt sein' meinen. Solange diesem natürlichen Prozess stattgegeben wird, laufen die Dinge gut.

Aber wir beginnen damit, diese Gedanken willkürlich miteinander zu verbinden und daraus einen Schaft zu formen. Indem wir dies tun, verwandeln wir den vertikalen, entkoppelten Prozess in einen horizontalen Prozess mit geradliniger Verbundenheit. Hier beginnt nun das ganze Problem. Solange jedem Gedanken erlaubt wird, aufzusteigen und zu sterben, können wir jegliche Belastung auf der physischen und mentalen Ebene ertragen, wobei unser Bewusstsein leicht und glückselig bleibt. Wenn wir aber anfangen, die Gedanken miteinander zu verbinden, beginnt unser Bewusstsein zu leiden und wir fangen an uns belastet zu fühlen. Dies wirkt sich schädigend auf unser Wesen aus.

Alle Emotionen wie Sorgen, Lust, Unzufriedenheit, Eifersucht, Angst, Ego und Aufmerksamkeitsbedürfnis existieren bloß deswegen, weil wir eine Verbindung zwischen den unabhängigen Ereignissen, zwischen den unabhängigen Gedanken geschaffen haben und somit ein Konzept für uns selber erzeugt haben und uns schließlich auf dieses Konzept beziehen. Wir schaffen also einen imaginären Schaft aus unseren Gedanken und leiden aufgrund dessen.

Es sind genau diese Emotionen, die alle Formen von Gewalt schaffen, seien es religiöse Kriege, soziale Konflikte oder politische Unruhen. Die Basis oder die Wurzel all dieser Formen von Gewalt sind unsere Emotionen, und die Basis unserer Emotionen ist unsere Gewohnheit, aus unseren Gedanken einen imaginären Schaft zu erschaffen und diesen dann zu ermächtigen, auf uns einzuwirken.

Das Schlüsselereignis, das wir während der Erzeugung dieses Schaftes tun, ist das Auswählen von Gedanken in Abhängigkeit davon, ob wir nach Schmerz oder Vergnügen verlangen. Wir wählen vergnügliche Gedanken in zufälliger Weise aus, wenn wir einen Schaft des Vergnügens erzeugen wollen, oder wir wählen negative Gedanken aus und verbinden sie zu einem Schaft des Schmerzes. Wir erschaffen abwechselnd Schäfte des Schmerzes und des Vergnügens für uns selber und schwingen ständig zwischen diesen beiden Emotionen hin und her. Sich von diesen Schäften abzukoppeln, ist der Hauptschlüssel für ein Leben in Glückseligkeit.

Wenn du tief analysierst, wie wir unsere Gedanken miteinander verbinden anstatt sie loszulassen, dann wirst du verstehen, wie wir uns selber Leid zufügen. Es ist der Verstand, der diese Verbindungen herstellt. Ursprünglich gibt es keine Verbindung zwischen unseren Gedanken.

Uns wurde beigebracht, uns ständig mit Gedanken und Worten zu füttern. Deswegen erzeugen wir diese Schäfte. Wir fressen die Worte, weil wir ständig aus Angst oder Gier heraus arbeiten. Motiviert durch Angst oder Gier erzeugen wir Verbindungen zwischen unseren Gedanken. Wir haben Angst, diesen Prozess zu unterlassen, weil es ansonsten nichts gibt, an dem wir uns festhalten können. Wir haben niemals einen entkoppelten Zustand des Verstandes erfahren, worin es keinen Schaft gibt, sondern nur blasengleiche Gedanken.

In dem entkoppelten Zustand gibt es keine Verwendung für Angst oder Gier. Du wirst einfach nur SEIN, das ist alles. Das ist eine Dimension, die wir nur selten erfahren, weil wir derart daran gewöhnt sind, uns an die gewohnten Schäfte oder Gedanken anzuklammern.

Eine kleine Geschichte:

Ein Augenspezialist behandelte einen blinden Mann.

Er versicherte ihm: "Wenn ich ihre Augen operiert habe, dann werden sie ihre Sehkraft wiedererlangen, und können dann ihren Stock zur Seite legen."

Der blinde Mann bekam Angst als er dies hörte. Er fragte den Arzt: "Ich verstehe, dass ich meine Sehkraft zurückbekomme, aber wie kann ich ohne mein Stock laufen?"

Der Mann war an das Laufen mit seinem Stock so gewöhnt, dass er sich nicht vorstellen konnte, durch die Wiedererlangung seiner Sehkraft den Stock beiseitelegen zu können! In gleicher Weise, wenn die Wahrheit darin besteht, dass wir in entkoppelter Weise glückselig leben können, dann fragen wir uns trotzdem, wie wir leben können, ohne uns an dem Schaft unserer Gedanken anzuklammern. Wir betrachten es als etwas Unvermeidbares!

Wir erkennen nicht, wie mythisch die ganze Sache ist. Unser Verstand ist ein Mythos. Wir haben ihn ermächtigt und sind so ein Sklave davon geworden. Es ist nichts anderes als geistige Sklaverei.

Beobachte nur einmal die Gedanken, die in dir aufsteigen. Beobachte sie ganz genau, wie jeder Gedanke aufsteigt und stirbt und der nächste Gedanke aufsteigt. Beobachte, wie du unablässig diese Gedanken miteinander verbindest und daraus Ideen und Konzepte erzeugst. Betrachte die Wirkung dieser Konzepte auf dich selbst, und du wirst verstehen, wie du diesen ganzen Mythos erschaffst. Die Gedanken miteinander zu verbinden, ist die ursprüngliche Sünde.

Auf eine entkoppelte Weise zu leben, ist der einzige Weg zu einem glückseligen Leben. Entscheide dich einfach dafür, dass du keine zwei Gedanken mehr miteinander verbinden wirst, dass du kein Urteil mehr über einen Gedanken oder ein Ereignis fällen wirst. In dem Moment, wo du dich dabei erwischt, wie du Dinge miteinander verbindest, kopple dich einfach davon ab. Mache mit dem Abkoppeln jedes Mal weiter, wann immer du dich an diese Technik erinnerst; deine geistige Struktur wird sich dann von alleine verwandeln.

Wenn du auf eine entkoppelte Weise lebst, dann wirst du feststellen, dass sich deine Kapazität erweitert; du wirst viel mehr Verantwortung auf dich nehmen können, ohne dabei in Stress zu geraten; du wirst keine Stimmungswechsel mehr zwischen Schmerz und Vergnügen erleben; du wirst die ganze Zeit über glückselig sein. Wir sind vollständig an Glück gewöhnt, das mit einem Anlass einhergeht. Dieser Anlass ist wiederum der Schaft, den wir aus unseren Gedanken erzeugt haben. Wenn du aufhörst diese Schäfte zu erzeugen, wirst du ständig glückselig sein.

Der Begriff entkoppelt bedeutet nicht, dass du unnahbar und kalt zu den Leuten und den Situationen um dich herum sein sollst. Verbinde einfach nur keine Gedanken mehr miteinander und vermeide somit den Prozess, einen Schaft zu erzeugen, das ist alles.

Erinnere dich daran, dass du deiner Natur nach ein wunderschönes und entkoppeltes Wesen bist; das ist genug. Dann wirst du damit aufhören, Elend für dich selber und für andere zu erschaffen.

Die Nithya Dhyan Meditation reinigt und energetisiert die vitalen Energiezentren in deinem Körper, die für die schwankenden Emotionen und die gespeicherten, negativen Erinnerungen verantwortlich sind. Sie bringt intensive Bewusstheit in dein System, um die innere Intelligenz zu erwecken; sie erzeugt die Erfahrung einer wachsenden Explosion im Bewusstsein, die dich zu einem ganzheitlichen Leben führen kann.

Die Meditation selber reinigt dich und legt ein Fundament, um die wahre Natur deines Körpers, deiner Gedanken und deiner Emotionen zu erfahren. Sie ist der direkte Weg, um dich mit der jenseitigen Welt zu verbinden, der Welt von ewiger Glückseligkeit, frei von Anhaftungen des eigenen Geistes.

Nithya Dhyan ist eine Technik, die dir das gibt, was du brauchst, um dich selber auszubalancieren und um in vollständiger Harmonie mit deinem Körper zu sein, deinem Verstand und deinem Geist; um die innere Intelligenz als eine Antriebskraft nutzbar zu machen, und um die innere und äußere Welt zu übersteigen.

Sie ist eine angeleitete Meditationstechnik, bestehend aus fünf Schritten. Bitte folge genau den Anweisungen.