KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Was ist der richtige Weg, sich der Meditation zu nähern?Sign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Was ist der richtige Weg, sich der Meditation zu nähern?

Erstens, sei aufrichtig! Sei offen für Experimente und enthusiastisch!

In der Zen-Tradition wird diese Haltung mit dem schönen Ausdruck "Anfängergeist" beschrieben. Es ist eine Einstellung, mit der man die Dinge im Leben in jedem Moment neu und frisch erlebt.

Zweitens, sei optimistisch! Dein Ziel der Glückseligkeit kannst du erreichen, auch wenn du mit Meditation bisher nichts zu tun hattest.

Ein Mann besuchte den großen erleuchteten Meister Ramana Maharshi und fragte ihn: "Bhagavan, bitte sag mir, ob ich für das spirituelle Leben die nötige Qualifikation mitbringe." Ramana antwortete mit einer Gegenfrage: "Bist du lebendig?" Der Mann antwortete etwas verwirrt: "Ja, natürlich!"

Ramana antwortete: "Das genügt. Dann hast du die Qualifikation, die man für Spiritualität benötigt!"

Das eigentliche Ziel des menschlichen Lebens ist Erleuchtung. Die Möglichkeit für die Erleuchtung liegt in der Kundalini Shakti verborgen. Darunter versteht man das außergewöhnliche

Energiepotential, das in jedem menschlichen Körper schlummert. Wird es erweckt, führt es dich auf eine andere Bewusstseinsebene, eine andere Ebene der Existenz. Die Möglichkeit, ein anderes bewusstes Wesen zu werden, ist nur dem Menschen möglich. Tiere verfügen nicht über dieses Potential, erleuchtet zu werden, d.h. zu einem bewussten Wesen zu werden.

Drittens, sei spielerisch! Meditation ist ein großes Abenteuer. Bei der Meditation ernsthaft zu werden, heißt das Ziel zu verfehlen. Meditation soll ein Fest sein. Genieße sie einfach!

Viertens, sei geduldig! Sei nicht wegen der Ergebnisse beunruhigt, nachdem du mit der Meditation begonnen hast.

Eine kleine Geschichte: Drei Affen fanden eine reife, saftige Mango. Wie es bei Affen so üblich ist, kämpften sie eine Weile um die Mango. Nach einer Weile hielten sie inne und in einem Moment der Besonnenheit hatten sie plötzlich eine Eingebung.

Anstatt die Mango einfach zu verspeisen, beschlossen sie, die Frucht zu vergraben. Sie wussten, dass daraus ein Baum entstehen kann und jeder von ihnen dann mehr als genug Mangos bekäme.

Alle drei Affen übernahmen eine Aufgabe bei der Betreuung der Mangopflanze. Der erste Affe sagte: "Ich werde die Pflanze jeden Tag gießen!" Der zweite Affe sagte: "Ich werde mich um die Düngung kümmern und dafür sorgen, dass die Erde frei von Unkraut bleibt." Der dritte Affe sagte: "Sobald der Samen keimt, werde ich die Pflanze vor stürmischen Wetter und wilden Tieren beschützen."

Ein Monat verging, dann zwei, dann drei, aber von einer Pflanze war nicht die geringste Spur zu sehen. Die drei Affen kamen zusammen, um die Sache zu besprechen. Der erste Affe erklärte: "Ich habe die Pflanze wie versprochen täglich bewässert." Der zweite Affe sagte: "Wie versprochen, habe ich den Boden um die Pflanze gedüngt und von Unkraut frei gehalten."

Der dritte Affe sagte: "Wie versprochen habe ich die Pflanze aufmerksam bewacht. Nicht nur das, jeden Tag habe ich die Mango ausgegraben und nachgeschaut, ob sie ausgetrieben hat oder nicht."

Wenn du zu ungeduldig bist und schnelle Resultate erwartest, dann verhinderst du, dass sich der Transformationsprozess in deinem System konsolidieren kann.

Fünftens, freue dich am Alleinsein! Gib dir die Möglichkeit, deinen inneren Raum zu erforschen. Wenn Meditation ein Teil von dir wird, wird Glückseligkeit auf natürliche Weise erblühen.

Warum Meditation?

In unserem Leben erfahren wir drei Bewusstseinszustände – Wachen, Träumen und Tiefschlaf.

Im Wachzustand sind sowohl das Ich-Bewusstsein als auch Gedanken da.

Im Traumzustand existieren nur Gedanken, aber kein Ich-Bewusstsein. Nur weil du kein Ich-Bewusstsein hast, bist du nicht in der Lage, deinen Traum zu kontrollieren.

Im Tiefschlaf hast du weder Ich-Bewusstsein noch Gedanken.

Mit ICH-BewusstseinJagrata<br>Wachzustand<br>DenkenTuriya<br>Glückseligkeit<br>Vollständiges Gewahrsein
Ohne ICH-BewusstseinSvapna<br>Traumzustand<br>TräumenSusupti<br>Unbewusster Zustand<br>Tiefschlaf
Mit GedankenOhne Gedanken

Dein alltägliches Leben bewegt sich zwischen diesen drei Zuständen hin und her. Möchtest du in den Tiefschlaf eintreten, wirst du von Träumen gestört. Möchtest du wach sein, wirst du vom Schlaf überwältigt. Diese drei Zustände sind die Quelle ständiger Unruhe im Leben.

Es gibt noch einen vierten Zustand, den wir jedoch noch nicht erfahren haben. Er wird Turiya genannt. Es ist ein Zustand, in dem das Ich- Bewusstsein existiert, aber ohne Gedanken. Anders ausgedrückt, du bist wach und gewahr, hast aber keine Gedanken. Deshalb nennt man diesen Zustand auch gedankenloses Gewahrsein. Sehr wenige Menschen erfahren diesen Zustand in ihrem Leben. Einige erfahren ihn für ein paar Sekunden und kehren dann wieder in den normalen Wachzustand zurück.

Es kommt vor, dass das gedankenlose Gewahrsein für einige Augenblicke bei einem starken Schock erfahren wird. Manchmal wird es auch erfahren, wenn man in tiefer Stille und total entspannt in der Natur sitzt und mit ihr eins wird. In diesem Zustand ist die Identität, das Ich-Bewusstsein lebendig, aber es gibt keine Gedanken.

All unsere körperlichen und mentalen Krankheiten haben ihren Ursprung im Traumzustand. Der Traumzustand überlagert sich mit dem Tiefschlaf und dem Wachzustand. Wird der Wachzustand vom Traumzustand durchdrungen, nennt man das Tagträumen. Wir fantasieren und stellen uns alle möglichen und unmöglichen Dinge vor, die wir tun könnten und wir sind uns nicht voll bewusst, was um uns herum geschieht. Wird der Tiefschlaf von Träumen gestört, leidet man unter Schlafstörungen und chronischer Müdigkeit.

Je mehr der Traumzustand in unseren Wachzustand eindringt, desto geringer wird die Frequenz unseres Bewusstseins. Wir leben dann zwar in einem menschlichen Körper, aber wir leben nicht wirklich ein menschliches Leben. Verringert sich die Frequenz unseres Bewusstseins, sind wir uns unserer Entscheidungen gar nicht richtig bewusst. Wir sind uns der Gedanken und Worte nicht bewusst, die wir denken und sprechen. Wir sind uns nicht bewusst, was in unserem Inneren vor sich geht. Es ist so, als ob wir in einem Haus leben und keine Ahnung haben, was in diesem Haus passiert.

Du fragst dich vielleicht: "Warum sollte ich meditieren?" Meditation ist notwendig, um in deinen Wachzustand und in deinen Tiefschlaf mehr Bewusstsein hineinzubringen. Mit Meditation beginnt Turiya, auch Zustand der Glückseligkeit genannt, den Traumzustand zu verdrängen und an seiner Stelle in den Wachzustand und den Tiefschlaf einzudringen!

Zweck der Meditation ist es, den vierten Zustand wenigstens einmal zu erfahren. Erfahren wir diesen vierten Zustand, gerät der Wachzustand und der Tiefschlaf zunehmend unter seinen Einfluss. Stehen Wachzustand und Tiefschlaf vollkommen unter dem Einfluss von Turiya, ist das ein Zustand, den wir Jeevan Mukti oder lebendige Erleuchtung nennen.