KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Lösung für DepressionenSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Lösung für Depressionen

Die Depression, die du vor einem Monat hattest, die Depression, die du vor einem Jahr hattest und die Depression, die du vor drei Jahren hattest, sind unabhängige, individuelle, unverbundene und entkuppelte Ereignisse. Es ist dasselbe Problem, wie bei den körperlichen Schmerzen. Du verbindest die einzelnen Ereignisse und kommst zu dem Schluss, dass du kontinuierlich dieselbe Depression hast. Du erzeugst damit die Idee, dass dein Leben eine einzige Depression ist. Dann beginnst du mit ihr zu kämpfen. Das gibt den depressiven Gedanken zusätzlichen Auftrieb.

Wenn du fest überzeugt bist, dass die letzten zehn Jahre deines Lebens voller Leid und Depressionen waren, dann erzeugst du einen mentalen Zustand, in dem sich diese Depressionen halten können. Es ist ganz natürlich, dass du dann denkst, dass auch deine Zukunft schmerzhaft und voller Depressionen sein wird.

Nimm an, eine Person, von der du glaubst, dass sie dein Feind ist, sitzt vor dir. Plötzlich fällt dir auf, dass sein Kopf und auch seine Arme und Beine nicht mit dem Rumpf verbunden sind. Hast du dann auch noch das geringste Interesse, mit dieser Person zu kämpfen? Nein! Sie ist es nicht einmal wert, dass du mit ihr kämpfst. Sie hat nicht einmal eine solide Existenz, wie du es dir vorgestellt hast. Was gibt es also groß zu kämpfen?

Du beginnst mit der Überzeugung zu kämpfen, ein großes Problem vor dir zu haben, so als ob eine große Person vor dir stehen würde. Deine Depression ist nicht der große Feind, für den du sie hältst. Es verhält sich genauso, wie mit der Person mit den abgetrennten Körperteilen. Du bist es, der die Teile zusammengefügt hat und ihr Leben eingehaucht hat. Dein Kampf gegen die Depression ist der Hauptgrund deiner Depression.

Im Ramayana gibt es eine schöne Geschichte. Wer auch immer vor dem Affenkönig Vali steht und mit ihm kämpft, verliert die Hälfte seiner Kraft an ihn. Auf die gleiche Weise verlieren alle, die vor ihren Gedankensträngen stehen und mit ihnen zu kämpfen beginnen, die Hälfte ihrer Kraft an den Gedankenstrang.

In dem Moment, in dem du dich vom Strang entkuppelst, erfährst du die neutrale Zone und die innere Heilung beginnt und diese bringt schließlich auch eine körperliche Heilung mit sich.

Versuche nicht, deiner Depression zu entfliehen, denn sie wird ihrer Natur gemäß vor dir fliehen. Genauso, wie Freude kommt und geht, so kommt und geht auch deine Depression von ganz alleine. Bei dem Versuch die Depression bewusst zu eliminieren, vergrößerst du sie und machst sie nur noch stärker.

Schau, wenn du an einer Depression leidest, gehst du dann nicht mehr ins Büro? Nein! Du magst eine Depression haben, aber dein Körper bewegt sich weiter. Du arbeitest, vielleicht nicht so produktiv und effizient, aber dein Körper bewegt sich.

Anstatt "depressiv zu leben", sage ich, "lebe entkuppelt."

Wenn wir mit einer Depression leben, fragen wir uns nicht: "Wie kann ich meinen Körper bewegen, wenn ich depressiv bin?" Wir haben keine derartigen Fragen. Die Depression wird ein Teil unseres Lebens. Zu Beginn magst du Fragen haben: "Wie kann ich entkuppelt leben, wie kann ich dabei auch nur meinen Körper bewegen?" Verstehe, die konstante Erinnerung an das Entkuppeln hat mit den Bewegungen deines Körpers und deines Verstandes nichts zu tun. Das Entkuppeln lässt nur die Depression verschwinden, denn es lässt die depressiven Gedanken kommen und gehen ohne mit ihnen in Verbindung zu treten.

Lösung für Suchtprobleme

Was ist Sucht? Unter Sucht versteht man die Wiederholung von Verhaltensweisen und Handlungen, bei deren Nichtausführung man sich schlecht fühlt oder etwas vermisst. Aber auch bei der Ausführung der Handlungen kommt keine echte Freude auf, da sie nur mechanisch ausgeführt werden. Sucht bedeutet, zu glauben, dass die Ursache von Freude und Ekstase in einem Objekt, einer Person oder einer Situation liegt.

Wir können Sucht auch so definieren: Es ist der Versuch, den Freudenstrang durch die Wiederholung einer Handlung zu verlängern. Du bringst dieselben Personen, Situationen, Umstände und Ereignisse immer wieder in dein Leben, obwohl dir klar ist, dass die ursprüngliche Freude nicht wiederkehren wird. Manche Menschen sind süchtig nach Partys, manche nach Nikotin, andere nach Alkohol - es gibt sehr viele Abhängigkeiten.

Merke dir, dass alle Dinge, die du im Leben wiederholst, dir nie mehr die Freude geben, die du beim ersten Mal verspürt hast. Die Wiederholung kann nur zur Sucht führen, nicht zum Glück. Isst du das erste Mal eine Süßigkeit, kann es eine intensive Erfahrung sein. Isst du aber mehr davon, dann ist der gleiche Reiz nicht mehr da. Nach einiger Zeit des Genusses kannst du sie nicht mehr sehen und du sagst: "Oh nein, bitte, keine Süßigkeiten mehr, ich kann nicht mehr." Dasselbe passiert auch mit Personen. Die erste Begegnung kann eine aufregende Erfahrung sein, die bei späteren Begegnungen verflacht.

Sei dir im Klaren, dein Rauchen vor zwei Tagen, dein Rauchen vor zehn Jahren, dein Rauchen vor zwanzig Jahren - diese drei Ereignisse sind total unabhängig voneinander. Sie sind nicht miteinander verbunden. Wenn du sie aber in deinem Kopf verbindest, wenn du glaubst ein Gewohnheitsraucher zu sein oder süchtig zu sein, erzeugt dieser Glaube einen Strang. Dann kämpfst du gegen diesen Strang. Dein Glaube daran macht es zu einer Gewohnheit. Wenn dein Glaube daran wegfällt, fällt auch deine Gewohnheit weg.

Wenn du überzeugt bist, dass es sich beim Rauchen um eine freudvolle Erfahrung handelt, wirst du fortfahren, mehr und mehr zu rauchen. Wenn du glaubst, Rauchen sei eine schmerzhafte Angewohnheit, beginnst du mit dem Strang zu kämpfen. In beiden Fällen kannst du nicht gewinnen. Bist du der Meinung, dass das Rauchen Freude bringt, versuche ohne Zurückhaltung zu rauchen und schau wie du dich fühlst. Den Rauch einer Zigarette zu inhalieren kann niemals eine freudvolle Erfahrung sein. Sie ist niemals richtig erfüllend.

Schau genau was in deinem Inneren passiert, wenn du rauchst. Du erfreust dich an nichts, du versuchst nur vor etwas zu fliehen. Es ist nur dein Glaube, dass Rauchen Freude bringt. Auch wenn du dich beim Rauchen nicht richtig wohl fühlst, versuchst du Freude daraus herauszupressen.

Beobachtest du dein Leben genauer, dann wird dir klar, dass du, egal ob es sich um Rauchen, Sex, Geld oder sonstige Genüsse handelt, mit Gewalt versuchst, Freude aus diesen Dingen herauszupressen. Und dies, obwohl du weißt, dass du nie mehr dieselbe Freude fühlst, wie beim ersten Mal. Du versuchst dich selbst zu trösten und sagst dir: "Nein, das ist Freude, was soll denn Freude sonst sein?" Du versuchst deine Frustration zu kaschieren, indem du dir einredest, dass es sich um Freude handelt. Mit aller Gewalt willst du daran glauben, dass es Freude ist.

Versuch dein Bestes, die Sucht loszuwerden. Du wirst niemals erfolgreich sein. Auch wenn du sie loswirst, geschieht dies vielleicht aus irgendwelcher Angst oder Begierde heraus, was eine noch viel größere Sucht ist. Wenn du das Rauchen nur aufgrund von Angst oder Begierde sein lässt, dann tust du nichts Gutes für dein Bewusstsein, deinen inneren Raum. Du schädigst dich selbst nur noch mehr.

Du hast das Rauchen vielleicht aufgegeben, aber die Angst und die Begierde, die dich dazu veranlasst haben, werden in deinem inneren Raum dazukommen. Durch das Rauchen zerstörst du wenigstens nur diesen Körper. Angst und Begierde aber zerstören dein ganzes Wesen, ein Leben nach dem anderen! Angst und Begierde wirst du in den nächsten Körper mitnehmen. Die Nikotinsucht wird nicht in den nächsten Körper mitgenommen, aber die Gefühle von Angst und Begierde werden mit in den nächsten Körper hinüber genommen. Deshalb ist es das Beste, wenn du den Gedanken fallen lässt, dass du ein Suchtproblem hast und es wird von dir abfallen.

Entkupple – arbeite nicht hart, sondern mit Köpfchen

Wenn du hörst, dass du von Natur aus entkuppelt bist, kommen in dir zuerst Befürchtungen hoch: "Wenn ich mein Leben führe ohne meine Gedanken zu verbinden, wer wird dann meine Rechnungen bezahlen? Ich könnte all meinen Wohlstand verlieren. Ich könnte vergessen, wo ich all mein Geld aufbewahre. Bin ich dann noch in der Lage, ein erfolgreiches Leben in der Gesellschaft zu führen? Wie kann ich meinen Job erledigen? Wie kann ich mich um all meine Angelegenheiten kümmern? Werde ich nicht einfach in meinem Bett liegenbleiben und nichts tun. Warum sollte ich in mein Büro gehen wollen?

Ich frage zurück: "Warum solltest du nicht in dein Büro gehen wollen?" Diese Frage ist nur ein Indiz dafür, dass du unbewusst deine Büroarbeit hasst, dass du sie nur widerwillig machst. Sobald du deshalb irgendeinen Vorwand findest, möchtest du von deiner Arbeit flüchten. Diese Fragestellung bringt nichts anderes, als deinen Widerwillen, deine Wut gegenüber deiner täglichen Routine zum Ausdruck. Die Frage hat nichts mit dem "Entkuppeln" selbst zu tun.

Schlägst du dich mit solchen Fragen herum, entkupple einfach und leg dich für zehn Tage auf die faule Haut. Es ist nichts verkehrt dabei. Nimm für zehn Tage Urlaub. Entschließe dich, von beiden Identitäten zu entkuppeln. Wie viele Tage wirst du nur herumliegen können? Wie viele Tage denkst du, ohne Aktivität bleiben zu können? Nur solange, bis sich die Tamas-Energie in dir aufgebraucht hat. Danach wirst du automatisch beginnen, irgendetwas zu tun.*

Bleibe also für einige Tage entkuppelt, auch wenn du der Meinung bist, dass es sich dabei um einen Mangel an Verantwortung oder um Weltflucht handelt. Du wirst dann die Erfahrung machen und verstehen, dass das Entkuppeln nicht mit einer trägen oder passiven Haltung gleichgesetzt werden kann. Mental wirst du dabei still, aber körperlich wirst du aktiv und lebendig.

In einer Haltung der Unverantwortlichkeit und Gleichgültigkeit bist du mental sehr aktiv, aber körperlich bist du müde. Bist du aber entkuppelt, bist du körperlich aktiv und lebendig, mental aber sehr still.

Der Körper besteht zu 33 Prozent aus Sattva (reiner Stille), zu 33 Prozent aus Rajas* (Rastlosigkeit) und zu 33 Prozent aus Tamas* (Tiefschlaf und Trägheit). Im Moment hast du die Befürchtung, dass du zu einer trägen Person, einer Person voller Tamas wirst, falls du entkuppelst.*

Entkupple! Diese 33 Prozent Trägheit werden bald aufgebraucht sein. Innerhalb von ein paar Tagen wird sie aus deinem System verschwunden sein. Dann wirst du automatisch aus deiner angeborenen Intelligenz heraus zu arbeiten beginnen. Es gibt eine

Lebensweise, in der du nicht andauernd von Angst und Begierde getrieben wirst.

Ich sage nicht, dass du gänzlich aufhören sollst zu denken. Ich will nur zum Ausdruck bringen, dass im entkuppelten Zustand, solche Gedanken automatisch geschehen, die zu geschehen haben. Zu Beginn, wenn du entkuppelt bist, hast du das Gefühl, als ob keine Gedanken mehr kommen. Später wirst du verstehen, dass du immer dann in deinem Verstand eingekuppelt bist, wenn Denken notwendig ist. Immer, wenn Denken nicht notwendig ist, bist du vom Verstand entkuppelt. Dein Verstand wird dann als ein Instrument benutzt, er ist nicht mehr der Meister.

Wir können aus der Inspiration leben. Das Problem ist nur, dass wir nicht die entsprechende Zuversicht haben. Wir wurden nie ermutigt, nur durch Inspiration zu leben. Manchmal kannst du erleben, dass du ohne ersichtlichen Grund Begeisterung ausstrahlst, ohne ersichtlichen Grund Intelligenz ausstrahlst. Das ist es, was ich unter Inspiration verstehe. Es mag nur einige Momente lang andauern, aber du musst verstehen, dass sie sich auf dein ganzes Leben ausweiten können. Wenn wir entkuppelt bleiben, gibt es eine unaufhörliche Inspiration in unserem Leben. Das Entkuppeln entzündet direkt die Energie unseres Seins. Die Energie des Seins, die Energie der Inspiration und die Energie des Entkuppelns sind ein und dieselbe Energie.

Tamas – Eins der drei Gunas (menschliche Grundstrukturen). Inaktivität. Rajas – Eins der drei Gunas (menschliche Grundstrukturen). Aggression. Sattva – Eins der drei Gunas (menschliche Grundstrukturen).Passive Aktion.

Braucht es "dich", um dein Leben zu leben?

Verstehe eine wichtige Tatsache, wir haben eine automatische Intelligenz, die unser Leben führen kann, die sich um unsere täglich anfallenden Aufgaben sorgen kann. Sie kann nicht nur unser Leben führen, sie kann auch unsere Leben erhalten und erweitern.

Die Gesellschaft programmiert dich von Kindheit an. Dir wird beigebracht, dass du dein Leben nicht leben kannst ohne Planung, ohne Angst und Begierde. Der Respekt vor dir selbst wird dir weggenommen. Dir wird das Vertrauen genommen, dass du dein Leben spontan, ohne Angst und Begierde führen kannst. Das ist der Grund, warum du andauernd versuchst, dir selbst Angst und Begierde

einzuflößen. Du versuchst Angst und Begierde dazu zu benutzen, um dein Leben zu erhalten.

Sei dir im Klaren, du kannst dein Leben nicht auf Angst und Begierde basierend führen. Wenn du von Angst und Begierde getrieben wirst, trägst du eine permanente Irritation mit dir herum. Von morgens bis abends, von dem Moment, an dem du aufwachst bis zu dem Moment in dem du schlafen gehst, trägst du eine permanente Irritation mit dir herum. Du wartest nur auf einen Grund zu explodieren. Eine kleine Berührung ist genug und du bist bereit auf die andere Person loszugehen. Sie muss nicht einmal etwas falsch machen. Es genügt, dass sie vor dir erscheint, um dich zu reizen! Dies geschieht aufgrund der Anspannung, die du mit dir herumträgst, weil die Triebkräfte deines Lebens Angst und Begierde sind.

Du brauchst nur zu entspannen und die automatische Intelligenz der Existenz wird dein Leben wunderbar führen. Deine Handlungen werden automatisch vorangetrieben von der Energie der Existenz.