Meditationstechniken
"Ich bin nicht der Handelnde"
Ashtavakra sagt:
Du, der von der großen schwarzen Schlange des Egoismus gebissen wurdest, denkst " Ich bin der Handelnde."
Trinke den Nektar des Glaubens: "Ich bin nicht der Handelnde" und sei glücklich.
Ashtavakra gibt diese Technik dem König und Sucher Janaka. Bitte verstehe, dass das einfache Denken oder der Glaube: "Ich bin nicht der Handelnde", dich nicht direkt befreien wird. Es wird dich nur müde machen. Es ist unmöglich, dich ununterbrochen daran erinnern, dass du nicht der Handelnde bist. In dem Moment, in dem du verstehst, dass du nicht imstande bist, dich die ganze Zeit daran zu erinnern, wirst du komplett frustriert und du wirst deinen Verstand fallen lassen. In dem Moment, in dem du den Verstand fallen lässt, wird die Wahrheit, dass du nicht der Handelnde bist, zur Realität werden! Das ist die Technik, die hier vorgeschlagen wird.
Entkuppeln – jederzeit überall
Wenn du sitzt, ist es natürlich, dass Gedanken kommen. In dem Moment, in dem ein Gedanke kommt, gib ihm keine Bedeutung. Du gibst ihm nur dann Bedeutung, wenn du ihn mit deiner Vergangenheit in Verbindung bringst. Ohne ihm Bedeutung zu geben, erinnere dich nur zu entkuppeln – und schau was passiert. In dem Moment, in dem du dich erinnerst: "Ich will mich vom diesem Gedanken entkuppeln, ich will ihm keine Bedeutung zukommen lassen", wird für einige Sekunden ein kleiner stiller Abstand entstehen. In dem Moment in dem du dir gewahr wirst, dass Stille da ist, wird dies selbst zu einem weiteren Gedanken. Entkupple dann auch von diesem Gedanken. Dann entsteht wiederum eine Lücke von einigen Sekunden. Dann wird wieder der Gedanke kommen: "Ich bin in Stille, ich bin entkuppelt. Entkupple dich auch von diesem Gedanken. Dieser Abstand sollte größer und größer werden. Das ist die ganze Idee, die sich hinter dem Entkuppeln verbirgt.
Es liegt in der Natur unseres Verstandes, dass er nach einigen Minuten umherwandert. In dem Moment, in dem du dir bewusst wirst, dass der Verstand wandert, entkupple. Es ist nicht nötig, sich schuldig zu fühlen oder sich aufzuregen, wenn der Verstand umherwandert. In dem Moment, in dem du dich daran erinnerst, entkupple dich, das ist alles.
Zu Beginn mag es sehr grob erscheinen. Du magst vielleicht das Wort "Entkuppeln" wie ein Mantra aufsagen. Aber es wird nicht lange dauern und zu einem subtilen Prozess werden.
Mit Entkuppeln …
wird jeder Augenblick neu wird jeder Augenblick zur Ekstase wird jeder Augenblick voller Freude wird jeder Augenblick aufregend Entkuppeln ist die Quelle unendlicher Begeisterung. Noch etwas zum besseren Verständnis des Entkuppelns. Es genügt, wenn du dich immer dann daran erinnerst zu entkuppeln, wenn du beginnst den alten Gedanken Bedeutung zu schenken oder wenn du dich mit alten Gedanken verbindest und ihnen erlaubst, dich zu stören.
Kreiere, erhalte und zerstöre keinen Gedanken. Wenn du keines dieser drei Dinge tust, bist du das höchste Selbst, Parabrahma!
Entkuppeln ist eine selbstreinigende Methode. Jede Technik, die selbstreinigend und befreiend ist, geht Hand in Hand mit deiner Feinfühligkeit. Je feinfühliger du wirst, umso feinfühliger wird die Technik. Wenn sie nicht imstande ist, sich selbst zu töten, wenn die Technik nicht imstande ist, Selbstmord zu begehen, wird sie dich töten! Das Schöne an der Technik des Entkuppelns liegt darin, dass sie automatisch feiner wird, wenn du feiner wirst. Schließlich löst sie sich auf.