Bewusstes Erleben der Chakren
Um die Meditationstechnik zu verstehen, muss man ein wenig über die Chakren, die feinstofflichen Energiezentren im Menschen, Bescheid wissen. Durch die Arbeit an den sieben Chakren können neue Energiekanäle geöffnet werden. Es ist mit der Einstellung eines neuen Fernsehkanals vergleichbar.
In uns gibt es sieben Energiezentren. Jedes von ihnen ist mit einer bestimmten Emotion verbunden. Die entsprechenden sieben Emotionen sind Gier, Angst, Sorgen, Bedürfnis nach Beachtung, Eifersucht, Ego und Unzufriedenheit. Im nicht erleuchteten Zustand kann sich der Mensch nur in diesen Kategorien bewegen. Selbst sein Körper bewegt sich nur aufgrund dieser sieben Emotionen. Einige Menschen werden nur von sexuellem Verlangen und dem Wunsch nach Berührung angetrieben. Andere bewegen sich nur aufgrund von Angst. Es ist nicht verkehrt, wenn man von Emotionen, wie dem Verlangen nach körperlicher Nähe getrieben wird. Aber du solltest die anderen, die höheren Dimensionen wie Liebe auch erfahren. Du solltest verstehen, dass man aus reiner Energie heraus funktionieren kann und nicht nur aus diesen Emotionen heraus.
Indem du die Chakren erweckst, wirst du von der geistigen Einstellung, die diese Emotionen in dir hervorrufen, befreit: du lebst dann wie ein freies Wesen. Nur wenn du von diesen geistigen Einstellungen befreit wirst, kannst du den Wert der Freiheit verstehen.
Wird zum Beispiel dein, mit der Eifersucht verbundenes Chakra befreit, dann wirst du eine neue Welt in dieser Dimension erfahren. Eine Welt ohne Eifersucht! Von welcher Identität deine Persönlichkeit auch gestützt wird, mit welchen Ideen du auch dein Leben führst, diese Identitäten und Ideen werden sich einfach auflösen. Du wirst eine grundverschiedene Energie erfahren.
Es funktioniert ungefähr so: Irgendwie beginnst du dich für die Börse und den Aktienmarkt zu interessieren. Du sammelst Informationen über Aktien im Fernsehen, in Zeitschriften und von anderen Menschen. Nach einem Monat hast du das Gefühl, dass sich die ganze Welt für Aktien und die Börse interessiert. Du bist immer öfter von Menschen umgeben, die mit dem Aktienmarkt in irgendeiner Weise verbunden sind. Es ist nicht so, dass sich die Welt verändert hätte. Es ist deine Perspektive, die sich verändert hat. Wenn du dein Energiezentrum wechselst, wirst du die entsprechende Art von Menschen um dich herum versammeln.
Wenn du dein Energiezentrum verlagerst, kannst du deine Wahrnehmung der Welt verändern. In der hinduistischen Mythologie gibt es sieben Welten. Die sieben Welten entsprechen den sieben Emotionen und sind dafür verantwortlich, wie dir die Welt erschei
Nithya Dhyaan Meditationstechnik
Diese Technik besteht aus fünf Schritten. Jeder Schritt dauert sieben Minuten.
1. Chaotisches Atmen
Dauer: 7 Minuten
Sitz in der Vajrasana-Pose (man kniet im Fersensitz auf dem Boden, das Gesäß ruht auf den Fersen). Normalerweise fließt die Energie in unserem Körper abwärts, nämlich vom Sahasrara Chakra (Kronenchakra) zum Muladhara Chakra (Wurzelchakra). Die Vajrasana Pose trägt dazu bei, dass die Richtung des Energieflusses umgedreht wird.
Mit geschlossenen Augen, die Hände in die Hüften gestützt, beginnst du nun wild und chaotisch zu atmen. Atme tief ein und aus ohne irgendwelchen Rhythmus einzuhalten. Konzentriere dich ausschließlich auf die Atmung, dein ganzes Sein ist nur von der Atmung erfüllt. Dieser erste Teil der Meditation konzentriert sich ganz auf den Körper. Solltest du an irgendwelchen Verdauungsstörungen leiden, wirst du sehen, dass dein Körper durch diese Übung komplett geheilt wird. Durch die Erhöhung der Körperenergie erhältst du ein wunderbares Verdauungssystem. Der erste Teil von Nityha Dhyaan trägt dazu bei, den Körper gesund zu erhalten.
Es ist hier sehr wichtig zu verstehen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Atmung und unserem emotionalen Zustand. Die Emotionen beeinflussen den Atemrhythmus. Bist du voller Angst und Sorge, ändert sich dein Atem. Bist du wütend, verändert sich dein Atem. Bist du angespannt und atmest einige Male tief durch, fühlst du dich sofort wohler.
Atem und Psyche sind eng miteinander verbunden. Verändert sich das eine, verändert sich auch das andere. Wir haben zwar keine Kontrolle über unsere Emotionen sehr wohl aber über unseren Atem. Kontrollieren wir unseren Atem oder verändern wir das Atemmuster, können wir unsere Gefühle und unseren geistigen Zustand direkt beeinflussen.
Gewöhnlich atmen wir in einem bestimmten Rhythmus. Die in unserem Unbewussten eingeschlossenen Samsakaras (Eindrücke und Erinnerungen aus der Vergangenheit), erzeugen einen bestimmten Typ von Atemmuster in unserem System. Dieses Atemmuster bewirkt, dass wir wiederum ähnliche Samskaras und Emotionen anziehen. Wir befinden uns in einem Teufelskreis. Die Samskaras erzeugen unser Atemmuster und unser Atemmuster zieht seinerseits wieder ähnliche Samskaras und Vorfälle an. Dieser Teufelskreis muss unterbrochen werden.
Nithya Dhyaan beginnt mit chaotischer Atmung. Dadurch werden gewohnte Muster und Rhythmen unterbrochen. Als Folge davon wird auch der Gedankenfluss im Verstand unterbrochen, der ja von der Beschaffenheit des Atemmusters abhängig ist. Die Gedanken können dem Muster, an dem sie sich nach für so vielen Jahren gewöhnt haben, nicht mehr folgen.
All unsere Erinnerungen sind in unseren Muskeln gespeichert. Die intensive, chaotische Atmung löst die Spannung in den Muskeln. Dabei werden die Erinnerungen aufgelöst und frei gesetzt. Unsere Muskeln stehen normalerweise unter Stress. Chaotisches Atmen lockert die Muskeln und die eingravierten Erinnerungen können sich auflösen.
Jede Emotion erzeugt ein bestimmtes Atemmuster. Du hast vielleicht den tiefen und unbeschwerten Atem von Kindern beobachtet. Mit dem Heranwachsen werden sie jedoch von der Gesellschaft
konditioniert und sie übernehmen von ihr die Konzepte von Schmerz, Vergnügen, Schuld, Glauben usw. Daraufhin ändert sich die Qualität ihrer Atmung vollständig. Um das erworbene Muster zu erschüttern, das durch die gewohnheitsmäßig unterdrückten Emotionen entstanden ist, müssen wir Chaos in das System hineinbringen. Nur das Muster zu wechseln, ist keine Lösung.
Ein totales Chaos muss erzeugt werden, um die vergangenen Eindrücke aufzubrechen. In dieser Meditation empfehle ich deshalb keine rhythmische Atemtechnik, wie sie etwa beim Pranayama praktiziert wird. Atme einfach chaotisch. Dadurch wird deine emotionale Bindung an all deinen Erinnerungen zerstört. Es ist wie wenn man einen Baum mit welken Blättern schüttelt. Alle welken Blätter werden herunterfallen. Auf ähnliche Weise erschüttert die chaotische Atmung deinen Unterdrückungs-mechanismus. Alle eingravierten Erinnerungen der Vergangenheit kommen zum Vorschein und werden aufgelöst.
Durch intensives, chaotisches Atmen kommt sehr viel Sauerstoff in den Körper, während Kohlendioxyd abtransportiert wird. Dies erzeugt eine Hyperventilation und als Folge davon fühlst du dich frisch und voller Energie. Durch die Erhöhung des Sauerstoffes im Blut wird automatisch mehr Bioenergie in den Zellen erzeugt und alle Aspekte des Körpers werden lebendig. Die Bio-Energie, die erzeugt wird, beginnt mit der Reinigung der Samskaras und lässt dich in einem Zustand voller Wonne und Energie zurück.