Part 9: Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)
Was passiert aber, wenn du den Weg ständig wechselst, wenn du den einen Weg für eine halbe Stunde gehst, dann unsicher wirst und auf den anderen Weg wechselst? Nie wirst du Bangalore erreichen! Sogar auf dem 30.000 km langen Weg wirst du früher oder später Bangalore erreichen, wenn du standhaft bleibst - auch wenn du dafür ein ganzes Jahr benötigst! Wenn du aber zwischen den beiden Wegen hin und her pendelst, wirst du Bangalore auch in dreißig Jahren nicht erreichen.
Auch wenn der eingeschlagene Weg falsch ist, wird derjenige, der ihn mit Integrität geht, automatisch den richtigen Weg finden und er wird schließlich erreichen, was erreicht werden muss. Verstehe eines ganz klar: Es gibt nur zwei Arten von Menschen auf diesen Planeten. Menschen die mit Integrität leben und Menschen die ohne Integrität leben, das ist alles! Der Maßstab, um eine Person zu messen, ist nicht der Weg, den sie gegangen ist, sondern ob sie mit Integrität gegangen ist und gelebt hat oder nicht.
Integrität bedeutet, die Kraft zu haben, kompromisslos seinen Glauben zu leben.
Zweitens bedeutet Integrität auch sich nicht von äußeren Einflüssen beeindrucken zu lassen. Es ist die Fähigkeit, uns nicht aufgrund von inneren Verwirrungen oder äußeren Einflüssen verwässern zu lassen. Ein Mensch, der mit Integrität gelebt hat, wird, auch wenn er auf einem Bahnsteig stirbt, mit dem Wissen und der Genugtuung sterben, dass er sein Leben voll gelebt hat. Der Mensch, der ohne Integrität lebt, wird mit Unzufriedenheit sterben, auch wenn er im besten Hospital stirbt. Der Maßstab, um die Qualität des Lebens einer Person zu messen, besteht in der Beurteilung, ob sie wirklich in Übereinstimmung mit ihren Idealen gelebt hat. Wenn jemand zum Beispiel ein Atheist war und als starker Atheist gelebt und auch als starker Atheist gestorben ist, ist nichts Falsches daran. Er wird sein Ziel erreichen! Diese Standfestigkeit, wenn sie tiefer und tiefer geht, wird ihn zur Wahrheit führen!
Den Verstand zu integrieren ist die Essenz des Lebens. Entscheide dich nur das zu sagen und zu tun, von dem du das Gefühl hast, dass es richtig ist. Dann wirst du zu einer ungeheuren Klarheit und Überzeugungskraft in der inneren und äußeren Welt gelangen.
Swami Vivekananda erzählt in einem Buch von seinen inneren Konflikten, als sein Meister Ramakrishna Paramahamsa starb und ihm Verantwortung über die Mission übertrug. Zur gleichen Zeit starb auch Vivekanandas Vater, der die Familie in vollkommener Armut zurückließ. Swami Vivekananda war die einzige Hoffnung der gesamten Familie. Er stand zwischen der schwierigen Entscheidung, entweder seine Familie oder die Welt zu retten. Niemand konnte sich unter seinen Visionen von der Weiterführung der Mission etwas vorstellen. Wer sympathisiert schon mit den idealistischen Vorstellungen eines Jugendlichen? Im Grunde genommen war er doch fast noch ein Kind!
Er beschreibt jene Tage als eine unvorstellbare Hölle. Er befand sich mit eine kleiner Gruppe jugendlicher Mitstreiter in einer schwierigen Situation, ohne Geld, mit nur einem Grundsatz: Integrität, um das Leben zu leben, das ihnen ihr Meister vorlebte und an das sie glaubten. Zehn Jahre später sagte Vivekananda: "Vor zehn Jahren bekam ich nicht einmal hundert Leute zusammen, um den Geburtstag unseres Meisters zu feiern. Heute sind wir fünfzigtausend!" Sannyas bedeutet eine starke Entscheidung zu fällen und dem Unbewussten nicht zu erlauben, dass es das Bewusstsein behindert und das Bewusstsein fest auf den Meister und seine Worte aufzubauen.
Swami Vivekananda wurde gefragt, wie er damals seine Familie in Stich lassen konnte. Er erklärte sehr schön: "Ich war davon überzeugt, dass Ramakrishna Paramahamsa Bharat und viele andere Länder zur Vernunft bringen könnte. Dadurch reifte in mir die Überzeugung, dass es besser ist, wenn einige Personen leiden, als wenn solche Ideen verloren gehen. Wenn eine Mutter und zwei Brüder dabei sterben, dann soll es so sein. Es ist ein Opfer. Nichts Großes kann erreicht werden, ohne Opfer. Das Herz muss gepflückt werden und blutend auf den Altar gestellt werden. Dann können große Dinge getan werden!"
So war seine Integrität.
Man muss wissen, dass diejenigen, die behaupteten, Swami Vivekananda hätte seine Familie in Stich gelassen, die wahren Fakten nicht kennen. Er erfüllte weiterhin seine Pflichten, indem er sie mit dem Lebensnotwendigen versorgte. Auch vor Gericht hat er einige Rechtsstreitigkeiten für die Familie ausgefochten.
Eine kleine Geschichte: Während des Bürgerkriegs in Japan fiel ein Dorf in die Hände der feindlichen Armee. Alle Einwohner mit Ausnahme eines Zen-Meisters flüchteten.
Dem General kam zu Ohren, dass es einen Mann gab, der nicht geflohen war. Er wurde neugierig und beschloss dem Meister in seinem Tempel einen Besuch abzustatten. Als der General eintrat, schenkte ihm der Meister nicht die geringste Beachtung. Der General wurde zornig, als er nicht mit dem Respekt empfangen wurde, den er gewohnt war.
Er zog sein Schwert und schrie: "Bist du verrückt? Ist dir nicht bewusst, dass du vor einem Mann stehst, der dich auf der Stelle durchbohren kann ohne mit der Wimper zu zucken?"
Der Meister blieb ruhig und sagte: "Ist dir bewusst, dass du vor einem Mann stehst, der durchbohrt werden kann ohne mit der Wimper zucken?"
Mit der Stärkung der Integrität kommen Freiheit und Glückseligkeit. Mit Freiheit und Glück gibt es keine Angst mehr in der inneren und äußeren Welt.
Chaitanya Mahaprabhu – Ein bengalischer Mystiker aus dem 15. Jhd. Berühmt für seine tiefe Hingabe an Krishna. Seine Anhänger werden als Gaudiya Vaishnavas bezeichnet.
Ashrama – die vier Stadien des vedischen Lebens: Brahmacharya als Student, Grihastha als Elternteil, Vanaprastha am Ende des produktiven Familienlebens, Sannyas als vollständige Entsagung.
Brahmacharya – wörtlich "in der Wirklichkeit laufen" Der erste, enthaltsame Lebensabschnitt der vedischen Tradition.