KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Das Mysterium aller MysterienSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Das Mysterium aller Mysterien

Noch eine schöne Geschichte aus dem großen hindu Epos, dem Mahabharata:

Der Prinz Yudishtara wurde von einem Yaksha (Halbgott) gefragt: "Was ist das größte Mysterium auf unserem Planeten?

Yudishtara antwortete: "Jeden Tag gehen so viele Lebewesen in das Reich Yamas, dem Herrn des Todes, und dennoch denken die Menschen, dass sie für immer weiterleben."

Wir denken immer, dass nur andere sterben, nicht wir. Der Tod ist in der Tat das tiefste aller Mysterien.

Nur zwei Dinge sind gewiss, was den Tod betrifft. Die eine Gewissheit ist, dass wir früher oder später sterben werden, die andere Gewissheit ist, dass es ungewiss ist, wann und wie wir sterben werden.

Alles was geboren wurde, muss sterben. Das ist das Gesetz des Lebens.

Eine wunderbare Geschichte aus dem Leben Buddhas:

Eine Frau kam zu Buddha und hielt ihren einzigen Sohn tot in Armen. Sie war außer sich vor Schmerz und klagte zu Buddha: "Meister, bitte gib mir eine Medizin, die meinen Sohn wieder ins Leben zurückbringt!"

Buddha antwortete: "Bring mir eine Hand voll Senfkörner." Die Frau stand unverzüglich auf, um die Senfkörner zu holen, aber bevor sie losging, fügte Buddha noch hinzu: "Die Senfkörner müssen aus einem Haus stammen, in dem niemand einen nahen Angehörigen, wie Kinder, Ehepartner, Eltern oder Verwandte verloren hat."

Die Frau ging von Haus zu Haus. Aus Mitleid gaben die Menschen der weinenden Frau Senfkörner, aber als sie fragte, ob sie einen Angehörigen verloren hätten, berichteten alle von irgendeinem Todesfall.

Sie ging von einem Haus zum anderen bis die Sonne unterging, konnte aber kein Haus finden, in dem der Tod nicht schon zu Gast war. Langsam begann ihr die Wahrheit über die Unausweichlichkeit des Todes zu dämmern . Sie begrub den Körper ihres Sohnes und kehrte zu Buddha zurück, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: "Meister, bitte lehre mich die Wahrheit. Was ist der Tod? Was existiert über den Tod hinaus?"

Sie wurde eine Schülerin Buddhas und folgte Ihm für den Rest ihres Lebens.

Es gibt ein schönes Sprichwort: Morgen oder das nächste Leben, wir wissen nie, was zuerst kommt.

Das Thema der Wiedergeburt ist nicht populär, da es wissenschaftlich nicht bewiesen werden kann. Nahtod - Erlebnisse sind zu einem heißen Thema geworden, nachdem viele Ärzte und Psychologen ihre Erfahrungen darüber veröffentlicht haben. Es gibt Leute, die tausende dieser Nahtod - Erlebnisse untersucht und festgestellt haben, dass alle nach denselben Muster ablaufen. Unter anderem ist allen gemeinsam, dass der Lebensfilm vor einem vorüberzieht. Auch bei Rückführungen, bei denen Menschen unter Hypnose in vergangene Leben zurückgeführt werden, sind vielfach dieselben Muster zu beobachten. All diese Aussagen über das, was passiert, wenn man stirbt, ähneln den in der Kathopanishad aufzeichneten Erkenntnissen der Rishis.

Tod in meiner Anwesenheit - vor der Erleuchtung

Der folgende Vorfall ereignete sich in den Tagen meiner Wanderschaft vor meiner Erleuchtung.

Ich befand mich in Nordbharat, in der Nähe eines kleinen Dorfes namens Ghaziabad, nicht unweit von Varanasi, dem spirituellen Zentrum der Hindus. Es ist Tradition, dass ein Hindu wenigstens einmal in seinem Leben nach Varanasi pilgert. Die Stadt wird täglich von vielen Pilgern überflutet.*

Ich befand mich dort in Begleitung eines alten Mönches. Dieser musste plötzlich in die Intensivstation des örtlichen Krankenhauses gebracht werden. In der vedischen Tradition sorgen die jüngeren Mönche für die älteren Mönche oder Sannyasins. Als junger Mönch begann ich mich deshalb um diesen alten Mann zu kümmern.

Eines Tages, als ich ihn im Krankenhaus besuchte, kam ein Patient im Nachbarbett in einen sehr kritischen Zustand und allen war klar, dass seine letzte Stunde gekommen war. Er begann mit dem Tod zu ringen und ich konnte sehr klar erkennen, was in seinem Inneren vor sich ging. In jener Zeit hatte ich schon tiefe spirituelle Erfahrungen, wie z.B. Satori erlebt, war aber noch nicht vollkommen erleuchtet. Ich hatte noch nicht die endgültige Einsicht über den Zweck meines Lebens erfahren. Ich war noch in einem Stadium der Suche und mein Körper wurde für die große Explosion von Energie vorbereitet, die sich nach der Erleuchtung ereignen sollte.

Mehrere Ärzte bemühten sich um den Mann. Er rang nach Luft und ich konnte genau erkennen, wie sich der Tod in ihm ereignete. Ich konnte sehr klar beobachten, wie die Lebensenergie seinen Körper verließ.

Ich konnte sehen, was vor sich ging, war aber kaum imstande, es auszuhalten. Es ist hier wichtig zu verstehen, dass man, wenn man jemanden sieht, der körperliche Schmerzen hat, es einem nur bis zu dreißig oder vierzig Prozent berührt. Wenn man aber jemanden, dem man sehr nahe steht, in einer Depression sieht, wird man mehr beeinflusst, sagen wir um die sechzig Prozent. Wenn es sich um emotionalen Schmerz handelt und wenn man in der Lage ist, den Schmerz zu verstehen, wird man noch mehr beeinflusst, sagen wir um die achtzig Prozent. Je subtiler der Schmerz, umso intensiver leidet man mit.

Ich sah nicht nur die körperlichen, die mentalen und emotionalen Schmerzen des sterbenden Mannes, ich sah auch die Schmerzen auf der Seinsebene. Es war beinahe so, als ob ich selbst diese Schmerzen durchlebte. Ich wollte am liebsten weglaufen, aber der ältere Mönch bekam es mit der Angst zu tun. Er hielt meine Hand fest und flehte mich an, bei ihm zu bleiben. Seit zwei oder drei Monaten sorgte ich für ihn und so war er richtig anhänglich geworden.

Seit jungen Jahren fand ich großen Gefallen daran, Mönchen zu dienen. Als Kind hatte ich die Angewohnheit, den Mönchen der Umgebung Essen und Kleidung von Zuhause zu bringen! Mönchen zu dienen, war immer schon eine große Leidenschaft von mir. Ich fühlte immer schon, dass wir es diesen Mönchen zu verdanken haben, dass die vedische Tradition noch lebendig ist. Sie sind es, die die vedische Wissenschaft am Leben erhalten haben.

Für jede Art von Forschung braucht es Unterstützung. Im Westen zum Beispiel blühen die Wissenschaften, die sich mit der Erforschung der äußeren Welt beschäftigen, da es Menschen und Organisationen gibt, die diese Forschung unterstützen. Forschungen in der Medizin werden vielleicht von einem pharmazeutischen Unternehmen unterstützt. Forschungen, die sich auf die Astronomie und den Weltraum beziehen, werden von der Regierung gesponsort und unterstützt.

Auf ähnliche Weise unterstützt das hindu Volk traditionell die Forschung auf spirituellem Gebiet. Die ganze Bevölkerung hat die Verantwortung übernommen, die Wissenschaftler der inneren Welt zu unterstützen, indem sie sie mit Essen, Unterkunft und Kleidung versorgt. Es wird ihnen ermöglicht, sich auf ihre Nachforschungen zu konzentrieren, ohne sich um das tägliche Brot kümmern zu müssen. Auch ich habe mich immer für die Mönche verantwortlich gefühlt.

Der alte Mönch, den ich in der Intensivstation betreute, bekam es mit der Angst zu tun, als er sah, dass der Mann neben ihm im Sterben lag und er flehte mich an, bei ihm zu bleiben. Der Mann machte Höllenqualen durch. Es hatte den Anschein, als würde sein ganzer Körper buchstäblich zerrissen! Stell dir den Schmerz vor, den man bei einem kleinen Schnitt in den Finger hat. Nun stell dir vor, dir wird die Haut des gesamten Körpers buchstäblich abgezogen. Es ist so, als ob man von tausend Skorpionen gleichzeitig gebissen würde. Ich konnte den Schmerz genau sehen, durch den der Mann zu gehen hatte.

Auf der einen Seite litt die individuelle Seele, die noch mit allen unerfüllten Gefühlen, wie Wünschen, Begierden und Schuld verbunden war, unbeschreibliche Qualen. Die individuelle Seele wollte im Körper bleiben und diese erfüllen, aber der Körper war müde und wollte nicht mehr! Es was ein Kampf zwischen Körper und Seele. Es hatte den Anschein, als wollte der Körper gehen, aber die individuelle Seele versuchte sich an ihm festzuhalten. Als die rechte Hand tot war, versuchte sich die Seele an der linken festzuhalten. Als das rechte Bein tot war, versuchte die individuelle Seele sich am linken Bein festzuhalten. Wo immer es im Körper eine Möglichkeit gab, dort versuchte die Individuelle Seele sich festzuhalten.

Stück für Stück starb der Körper. Ich beobachtete, dass es mit dem unteren Teil des Körpers nicht viele Probleme gab. Als aber der obere Teil dran kam, zitterte und vibrierte der gesamte Körper vor Schmerzen.

Langsam begann die individuelle Seele den physischen Körper zu verlassen. Verstehe, wenn die Atmung aufhört, dann ist der Moment gekommen, in dem die individuelle Seele den Körper endgültig verlässt. Es gibt sieben Schichten oder Körper in dir. Der Körper aus Fleisch, Knochen und Blut, den du sehen kannst, ist der physische Körper. Die Energie, die sich in dir als Prana oder Lebensenergie bewegt, ist der pranische Körper. Es gibt fünf Arten von Prana oder Luftbewegungen, die in deinem Körper geschehen: Luft, die in den Körper einströmt. Luft, die innerhalb des Körpers zirkuliert. Luft, die sich im gesamten Körper als Lebenskraft verteilt. Luft, die den Körper verlässt. Und Luft, die reinigt. All diese Formen bilden den zweiten oder pranischen Körper.

Der dritte Körper ist der Körper, in dem das innere Geschwätz pausenlos abläuft. Inneres Geschwätz ist nichts anderes, als Gedanken und Worte, die unaufhörlich durch dich hindurch fließen.

Der vierte Körper besteht aus Emotionen, wie Angst, Wut und Gier, die sich über den ganzen Körper ausbreiten können, auch ohne dass dabei Worte ins Spiel kommen. Das ist der Emotionalkörper.

Die fünfte Schicht ist der Körper, in dem du dich im Tiefschlaf befindest. Alle eingravierten Erinnerungen oder Engramme sind dort in ihrer Ausgangsform in der sogenannten kausalen Ebene gespeichert. Die Engramme sind nicht aktiv, sie sind aber auch nicht tot. Es ist wie ein tiefes Koma, in dem du nicht leben kannst, aber noch nicht tot bist. Du steckst einfach fest in dieser Schicht.

Vom Kausalkörper bewegt sich die individuelle Seele weiter zum kosmischen Körper. Die sechste Schicht wird vom kosmischen Körper gebildet, in dem du Glück erfährst. Dieses Glück ist es, das dich fortwährend inspiriert, auf der Suche zu sein. Bist du ein Sucher, dann verstehe, dass dieser Körper in dir kräftig ist. Wenn du diesen Körper verstärkst, wird dein Leben glücklich sein. Hast du irgendein verbliebenes Engramm im kosmischen Körper, wirst du einen anderen Körper annehmen und zurückkommen.

Erlebst du kontinuierlich angenehme und freudvolle Erfahrungen, sagt man, dass du im Himmel bist. Steckst du in Schmerz und Leid fest, sagt man, dass du in der Hölle bist. Je nachdem wie viel Schmerz du in deinem Leben erlitten hast, entsprechend lange wirst du im Schmerzkörper oder der Hölle bleiben, wenn du stirbst. Je nachdem wie viel Freude und Vergnügen du in deinem Leben erfahren hast, entsprechend lange wirst du dich im kosmischen Körper oder Himmel aufhalten. Himmel und Hölle existieren rein psychologisch. Das ist die Wahrheit. Je nach Art deiner Engramme, erfährst du den Himmel oder die Hölle. Das ist der Grund, warum verschiedene Kulturen den Himmel auf ihre eigene Weise darstellen. Denn der Himmel ist kein Ort, er ist eine Erfahrung.

Die siebte Schicht ist die nirwanische-Schicht, die der Erleuchtung entspricht.

In der Zeit des Todes gibt es einen mächtigen Kampf zwischen dem Besitzer der individuellen Seele und dem Objekt oder dem Körper. Das Objekt sagt: "Ich bin müde, ich kann nicht mehr weiter funktionieren." Der Besitzer sagt: "Nein, ich will dich noch benutzen." Behält das Objekt die Oberhand, stirbt der physische Körper und die individuelle Seele wandert weiter zur nächsten Schicht, der pranischen Schicht. Dies ist die Schicht, in der du dich befindest, wenn du träumst. Beim Träumen verliert deine Logik ihre Macht über dich, aber deine Wünsche bleiben aktiv. Den Traum kann man so definieren: Es ist das Stadium, in dem die Logik keine Macht hat und in dem Wünsche und Engramme aktiv bleiben. Auch wenn du unbewusst bist oder im Koma, wird deine Logik nicht aktiv sein.

Solange du dich im physischen Körper befindest, hast du Wünsche in Verbindung mit der Fähigkeit zur Analyse, ob die Wünsche gebraucht werden oder nicht und welcher der Wünsche erfüllt werden soll etc. Die Wünsche sind unter deiner Kontrolle; es gibt einen ausgleichenden Mechanismus. Wenn aber die Wünsche ohne die unterstützende Logik existieren, wird die individuelle Seele wie ein Fußball von den Wünschen herumgetreten. Auf der einen Seite gibt es Schuld und auf den anderen Seite Wünsche, von denen die individuelle Seele gequält wird.

Als ich den Mann sterben sah, sah ich, wie sich die individuelle Seele langsam nach außen bewegte, Schicht für Schicht. Ich konnte sehen, wie intensiv die Seele litt, als sie auf die unerfüllten Wünsche traf und sie buchstäblich von Schuld verzehrt wurde als sie erkannte: "Ich habe nicht den Zweck und die Berufung meines Lebens erfüllt." Verstehe, den Zweck deines Lebens wirst du erst bei deinem Tod erkennen.

Bei der Geburt muss dein Körper durch den Geburtskanal der Mutter, und aufgrund des intensiven Schmerzes, den du dabei erlebst, fällst du in ein Koma, einen tiefen unbewussten Zustand, und du vergisst vollständig, warum du dich entschlossen hast, geboren zu werden. Stell dir vor, du kaufst dir ein Flugticket und du sitzt bereits im Flugzeug, aber während des Fluges fällst du in ein Koma. Nach der Landung am Zielflughafen erwachst du, hast aber keine Ahnung mehr, wozu du eigentlich hierher gekommen bist. Erst wenn du den Ort wieder verlässt und wieder zurückfliegst, fällt dir auf einmal ein, was du dort eigentlich tun wolltest!

Auf ähnliche Weise fühlst du große Schuld, wenn du nicht den Zweck deiner Geburt, dein Prarabdha Karma, erfüllt hast.

Nachdem du durch die Schuld hindurchgegangen bist, triffst du als nächstes auf alle schmerzlichen Erfahrungen deines Lebens. Während des Todes gehst du also der Reihe nach zuerst durch die körperliche Schmerzen, dann durch alle unerfüllten Wünsche, danach durch die Schuld, daraufhin durch alle emotionalen Schmerzen und schließlich durch alle Freuden, die du durch diese Geburt erlebt hast.

Normalerweise kehrst du zur Erde zurück, sobald du den kosmischen Körper, die sechste Schicht erreichst, um den nächsten Körper anzunehmen. Manchmal, ganz selten gehst du weiter zum Nirwana-Körper. Dann kommst du nicht mehr zurück, um einen anderen Körper anzunehmen.

Aufgrund der Begegnung mit deinen unerfüllten Wünschen, der tiefen Schuld und den intensiven Schmerzen bei deiner Reise durch die verschiedenen Körper, entscheidest du dich sofort für eine neue Geburt, für einen neuen Körper. Du sagst dir: "Dieses Mal will ich nicht den Zweck meines Lebens vergessen und will mich nicht in diese illusorischen Spiele verwickeln lassen. Ich werde ohne Umschweife den Pfad der Wahrheit beschreiten." Wirst du dann aber tatsächlich wieder geboren, fällst du aufgrund der intensiven Geburtsschmerzes erneut in ein tiefes Koma und du vergisst all deine Vorsätze.

Letztendlich starb der Mann, aber diese Erfahrung hinterließ eine tiefe Narbe in mir. Sie hinterließ einen sehr tiefen Eindruck in meinem Verstand. Glücklicherweise erholte sich der ältere Mönch gut und er konnte aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ich setzte meine Wanderschaft fort und nach einigen Monaten hatte ich meine eigene Todeserfahrung und wurde erleuchtet. Dadurch erkannte ich den Zweck meines Lebens und die Berufung, die ich zu erfüllen habe. Mein Leben als ein befreites Wesen begann schon im Alter von elf Jahren, als ich eine tiefe spirituelle Erfahrung hatte. Aber die Klarheit über die Berufung und was genau durch meinen Körper geschehen soll, eröffnete sich mir erst nach meiner Erleuchtung.

Hindus – Anhänger des Hinduismus, dem ca. 1 Milliarde Menschen angehören