KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Es ist niemals "dasselbe"Sign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Es ist niemals "dasselbe"

Alle Ereignisse in unserem Leben sind total unabhängig voneinander, sogar unsere täglichen Aktivitäten, wie Essen und Trinken. Jede einzelne Erfahrung steht für sich und ist gänzlich unabhängig. Gestern Wasser zu trinken und heute Wasser zu trinken sind zwei komplett verschiedene Vorfälle. Die Nahrung, die du gestern gegessen hast und die Nahrung, die du heute isst, sind verschieden, auch wenn sie physikalisch gleich sind! Aber dein Verstand verbindet diese beiden Vorfälle und sagt: "Ich esse jeden Tag die gleiche Nahrung."

Bitte sei dir im Klaren, dass du nicht jeden Tag dieselbe Nahrung isst. Du magst dasselbe Wort Essen für beide Erfahrungen verwenden, aber es sind nicht dieselben Erfahrungen. Lass dich nicht von den Worten, die du verwendest, hinters Licht führen. Das Essen von gestern, das Essen von heute und das Essen von morgen sind separate Vorfälle, separate Ereignisse. Sie sind total unabhängig und unverbunden.

Ein wunderbarer Zwischenfall aus dem Leben eines erleuchteten Meisters aus Zentralbharat:

In den letzten zehn Jahren seines Lebens verlangten die Ärzte vom Meister, eine bestimmte Diät einzuhalten. Er musste dreimal am Tag dieselbe Mahlzeit zu sich nehmen.

Nach zwei Jahren kam der Schüler, der für ihn kochte, zu ihm und beklagte sich: " Meister, ich bin gelangweilt, jeden Tag dasselbe Gericht zuzubereiten. Wie kannst du nur, Tag ein Tag aus, immer dasselbe essen?"

Der Meister lachte nur und sagte: "Ich esse nicht jeden Tag dieselbe Nahrung. Wie kann ich jeden Tag die gleiche Nahrung essen? Ich kann heute nur diese Nahrung essen. Die morgige Nahrung ist total verschieden."

Das Leben ist jeden Moment neu. Es ist der Verstand, der es als Wiederholung, als langweilig und weltlich erscheinen lässt.

Lass einfach los … und du kannst fliegen

Anlässlich meiner spirituellen Pilgerschaft durchstreifte ich auch die Wälder Nordbharats. Es gibt dort eine ungewöhnliche Methode, um Papageien zu fangen. Die Jäger binden ein Seil zwischen zwei Bäumen fest und in der Mitte des Seils befestigen sie einen Holzstab, der senkrecht nach oben steht.

Du wunderst dich sicherlich, wie ein Vogel mit einem kleinen Stab gefangen werden kann? Wie ist sowas möglich? Kommt ein Vogel und setzt sich auf die Spitze des Stabes, so wird der Stab durch das Gewicht des Vogels nach unten gedreht. Der Vogel dreht sich mit dem Stab nach unten, verliert sein Gleichgewicht und vor Schreck klammert er sich an den Stab fest, als ob sein Leben dranhängen würde. Da er kopfüber dranhängt getraut er sich nicht mehr den Stab loszulassen. Er denkt: "Wenn ich den Stab loslasse, werde ich fallen und sterben."

Es ist nicht bekannt, dass ein Vogel jemals gefallen wäre und sich das Genick gebrochen hätte! Aber der Vogel verfügt nicht über die Intelligenz dies zu begreifen. Dadurch, dass er den Stab nicht loslässt, verliert er nicht nur seine Freiheit, sondern auch sein Leben, denn schließlich wird er ein Opfer der Jäger.

Ähnlich dem Vogel verstehst du nicht, dass du in dem Moment, in dem du dich nicht mehr an deine Gedanken klammerst, augenblicklich zu einem Buddha wirst. In denselben Augenblick bist du befreit. Du kannst einfach beginnen zu fliegen. Dieselbe Angst, die der Vogel hat, während er sich am Stab festhält, hast du in diesem Moment. Deine Angst und die Angst des Vogels sind ein und dieselbe. Der Vogel glaubt, dass er nicht loslassen kann; tut er es, wird er sterben. Auf ähnliche Weise klammerst du dich an deinem Verstand und fühlst, dass du nicht loslassen kannst. Du denkst: "Wenn ich beginne zu vertrauen, dass ich aus unverbundenen, entkuppelten, unabhängigen, und unlogischen Gedanken bestehe, könnte ich verloren sein."

Der Jäger kommt nach vier oder fünf Stunden seines Weges, ergreift den Vogel, steckt ihn in einen Käfig und verschwindet. Nun hat der Papagei weder die Freiheit zu fliegen, noch den Stab um daran zu hängen. Der törichte Vogel versteht nicht, dass er einfach davonfliegen hätte können, wenn er nur losgelassen hätte.

Auf die gleiche Weise hältst du dich an allem fest, was du als deine Sicherheit und Identität betrachtest – deine Bildung, deinen Verstand, dein Leben, deine Beziehungen, dein Bankguthaben. Yama, der Gott des Todes kommt schlussendlich und nimmt dir den Stab – deine Identität. Du wirst weder die Freiheit erlangt haben, noch bleibt dir der Stab deiner Identität, an dem du dich festklammerst, denn der Stab selbst ist eine Illusion.

Ich sage euch, lässt der Vogel los und entspannt, mag er für einige Augenblicke orientierungslos herumflattern. Es dauert vielleicht einige Augenblicke, bis er das Gleichgewicht wiedererlangt hat, aber es wird niemals soweit kommen, dass er fällt und stirbt. Er mag beim loslassen des Stabes kurz fallen, bald aber hat er sich gefangen und beginnt zu fliegen.

Sei dir im Klaren, du wirst niemals fallen und sterben. Im Gegenteil, du wirst zu einem Buddha!

Hab Vertrauen in diesem Moment. Kümmere dich nicht darum, dass du deine Identität verlieren könntest. Vertraue dir selbst und lass los von deiner Identität. Auf der Stelle wirst du zu einem Buddha und du wirst befreit sein. Alles was du tun musst, ist, darauf zu vertrauen, dass du entkuppelt bist - auch wenn du kein Vertrauen hast, es stimmt trotzdem.