KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Der endgültige SchlüsselSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Der endgültige Schlüssel

Wenn du plötzlich gewahr wirst, wird jeder Gedanke, der in diesem Moment vor dir schwebt, zu deinem Leben. Du schenkst ihm Aufmerksamkeit, entweder um ihn zu erfüllen oder um vor ihm zu flüchten. Es verhält sich wie mit Dias in einem Projektor. Jedes Dia, das vom Licht des Projektors getroffen wird, erscheint als Realität auf der Leinwand. Das Problem aber ist, dass in deinem inneren Raum das Projektorlicht nicht ununterbrochen eingeschaltet ist. Mit Projektorlicht meine ich dein Gewahrsein. Es kommt und geht, kommt und geht – du bist nicht hundertprozentig und kontinuierlich gewahr.

Obwohl deine Augen offen sind und dein Körper sich bewegt, bist du dir deiner Existenz oft nicht bewusst. Um in dein Büro zu gelangen, steigst du morgens ins Auto und fährst eine halbe Stunde. Nachdem du angekommen bist, wird dir beim Aussteigen aus dem Auto plötzlich bewusst, "Oh, ich bin schon angekommen." Das bedeutet, dass während der Fahrt das Projektorlicht die meiste Zeit ausgeschaltet war.

Jedes Dia, das in den Projektor gelegt wird, während das Projektorlicht, dein Gewahrsein, ausgeschaltet ist, ist nicht Teil deines Lebens. Du erinnerst dich überhaupt nicht daran. Kommt das Licht zurück, ist dein Gewahrsein wieder da, wird der gerade anwesende Gedanke ein Teil deines Lebens. Sei dir im Klaren, dass wir es hier mit einer sehr tiefgründigen Wahrheit zu tun haben. Dein Leben ist die Gesamtheit aller Gedanken, die du hast, egal ob du ihrer gewahr bist oder nicht.

Unglücklicherweise passiert es recht oft, dass viele Gedanken, grundlegende Entscheidungen und richtungsweisende Vorfälle im Leben dann passieren, wenn du nicht gewahr bist. Diese sind dann auch Teil deines Lebens, Teil deiner Biographie. Unglücklicherweise bist du dir dieser Szenen, Entscheidungen oder Gedanken, die in dir hochkommen, nicht bewusst. Ohne dein Wissen nehmen sie einen großen Raum in deinem Leben ein.

Sei dir im Klaren darüber, dass jeder Moment, der in deinem Leben ohne deine Präsenz vergeht, ohne dass du gewahr bist, ein leidvoller Moment ist. Du wirst entweder direkt oder indirekt Situationen erschaffen, in denen du leiden musst. So wie der Blinker an deinem Auto blinkt, so blinkt auch dein Bewusstsein. Aber wegen deines Mangels an Gewahrsein weißt du nicht, wann es an ist und wann es aus ist.

Vor einigen Tagen las ich einen Witz:

Ein Mann setzte sich in sein Auto und startete den Motor. Er schaltete den Blinker ein und sagte seinem Sohn er soll nachsehen ob dieser auch hinten funktioniert.

Sein Sohn rief: "Ja er ist an, nein er ist nicht an … ja er ist an … nein er ist aus… jetzt ist er an!"

Wenn du den Gedankenfluss vor dir siehst, bemerkst du plötzlich, "Oh Gott, all diese Dinge spielen sich in mir ab. Ich habe keine Ahnung wohin ich gehe, ich weiß nicht, was in mir vorgeht!"

Du bist nicht gewahr, aber andauernd glaubst du, dass du gewahr bist. Das ist die erste Illusion.

Bist du ununterbrochen gewahr, öffnest du dich das erste Mal für die Realität. Es mag am Anfang etwas intensiv sein, denn bis jetzt hast du die meiste Zeit in Unbewusstheit verbracht. Letztlich wird es dich aber zu einer Erfahrung von Freude und Wonne führen.

Du bist dir deiner wahren Vergangenheit nicht bewusst

Das ist die erste Wahrheit. Du bist dir nicht aller Dinge bewusst, die in deiner Gegenwart passieren.

Nimm ein einfaches Beispiel. Dein Leben besteht aus einer Abfolge von verschiedenen Ereignissen, die in dir Freude, Leiden, Schuld, Schmerzen oder Depressionen auslösen. Du siehst das Leben nicht so, wie es ist. Was tust du normalerweise? Du sammelst nur die Ereignisse, die sich auf leidvolle Erfahrungen beziehen und du erzeugst einen Strang, indem du nur diese Ideen verbindest und du denkst, dass dein Leben aus nichts als Leiden besteht. Du denkst, dass dein Leben ein langer Strang aus Leiden ist, ein Schmerzensstrang.

Sehr selten erzeugst du einen Freudenstrang. Es kommt sehr selten vor, dass du freudvolle Ereignisse verbindest und fühlst, dass das Leben Freude ist. Es kommt nur selten vor, und wenn es vorkommt, sind deine freudigen Erinnerungen sehr blass. Die meiste Zeit sammelst du nur die Erinnerungen an schmerzhafte Ereignisse und kommst auf die Idee, dass das Leben nur aus Schmerzen besteht. In dem Moment, in dem du glaubst, dass das Leben aus kontinuierlichen schmerzhaften Ereignissen besteht, versuchst du unbewusst diesen Glauben zu stärken, auch wenn du bewusst den Schmerzensstrang zu brechen versuchst. Bitte verstehe, dein Glaube, dass das Leben ein Freudenstrang oder ein Schmerzensstrang ist, wird nur solange bestehen bleiben, solange du unbewusst bist, nicht aber, wenn du bewusst bist.