KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Die Natur des VerstandesSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Die Natur des Verstandes

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Mit Hilfe des abgebildeten Diagramms möchte ich verständlich machen, wie Gedanken in unserem Verstand auftauchen und wie wir sie untereinander verknüpfen.

Gedanken werden darin als Rechteck oder Quadrat dargestellt, jeder in einer verschiedenen Form, Größe und Farbe. Andauernd fließen in dir verschiedenartige Gedanken. Einer bezieht sich vielleicht auf Schmerz oder eine schmerzhaften Erfahrung. Der nächste bezieht sich vielleicht auf Freude oder eine freudvolle Erfahrung, du betrachtest ihn aber als Schmerz. So ein Gedanke wird im Diagramm als FS bezeichnet – freudige Erfahrung, schmerzhafter Eindruck. Auf ähnliche Weise hast du vielleicht einen Gedanken, der sich auf eine schmerzhafte Erfahrung bezieht, den du aber als vermeintliche Freude betrachtest.

Er wird im Diagramm als SF bezeichnet – schmerzhafte Erfahrung, freudiger Eindruck

Gewöhnlich beziehen sich all deine Gedanken entweder auf die Vergangenheit oder die Zukunft. Über die Gegenwart kannst du keine Gedanken haben. Im gegenwärtigen Moment kannst du keine Gedanken haben, sondern nur Bewusstsein. Gedanken beziehen sich entweder auf freudige vergangene Ereignisse, die du in der Zukunft wiederholen möchtest oder auf schmerzhafte Erfahrungen, die du in der Zukunft meiden möchtest.

Auch wenn du ein großes Problem hast, wirst du dazwischen immer wieder einen positiven Gedanken haben. Auch auf dem Höhepunkt der Freude werden vereinzelt negative Gedanken erscheinen. Jeder Gedanke ist völlig unabhängig und in keiner Weise mit vorausgegangenen Gedanken verbunden. Es ist deshalb möglich, dass

du inmitten von traurigen Gedanken plötzlich einen freudvollen Gedanken hast und umgekehrt.

Verstehe, dass nicht einmal zwei Gedanken logisch verknüpft sind. Kein Gedanke ist verantwortlich für die Erschaffung eines anderen Gedankens. Ihr Auftauchen geschieht wahllos, unabhängig und unlogisch.

Wie kannst du dich von diesem wahllosen Gedankenstrom "entkuppeln"? Wir werden das Wort "Entkuppeln" immer wieder benutzen, deshalb wollen wir klar definieren, was mit dem Wort "Entkuppeln" gemeint ist. Wenn wir beim Autofahren vom ersten Gang in den zweiten Gang schalten oder vom zweiten in den dritten Gang usw., müssen wir immer zuerst in den Leerlauf wechseln. Wir müssen zuerst die Kupplung drücken, um in den Leerlauf zu gelangen und erst dann können wir in den nächsten Gang wechseln. Auf die gleiche Weise gibt es eine neutrale Zone zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gedanken. Diese neutrale Zone, diese Stille zwischen zwei Gedanken ist Frieden und Glückseligkeit. Wenn wir uns nicht länger an Gedanken festhalten und diese mit der Vergangenheit und der Zukunft in Verbindung bringen, bleiben wir entkuppelt. Sind wir von unseren Gedanken entkuppelt, werden wir uns zunehmend des neutralen Raumes zwischen den Gedanken gewahr und der Abstand zwischen den einzelnen Gedanken wird sich mit der Zeit automatisch ausweiten. Wir verweilen länger in der neutralen Zone und erfahren mehr und mehr Frieden und Glückseligkeit.

Gewahrsein