Erleuchtung – Rückkehr nach Hause
Du bist wie eine Welle im Ozean der Existenz. Die Welle erhebt sich aus dem Ozean, ist aber immer noch mit diesem in Verbindung. Sie denkt vielleicht sie habe eine individuelle Existenz, aber das ist nichts als ein Mythos. Ob sie aus dem Ozean emporsteigt oder in diesen zurückfällt, sie bleibt immer Teil des Ozeans.
Nimmt die Welle aus purer Freude von sich aus einen Körper an, wird es kein gesammeltes oder Agamya Karma geben. Wenn Agamya Karma erworben wird, wird es das gesamte Sanchita Karma korrumpieren, das rein war. Dieses Sanchita Karma muss in der nächsten Geburt aufgelöst werden. Das korrumpierte Sanchita Karma generiert den Zyklus von Leben und Geburt. So beginnt sich das Rad des Karma zu drehen.
Der neue Körper, den die Lebensenergie bewohnt, erinnert sich nicht an das Prarabdha Karma, das sie mitbrachte, als sie den Körper angenommen hat. Deshalb kennst du die Wünsche nicht, mit denen du den vorigen Körper verlassen hast.
Sich wieder dieser Wünsche zu erinnern und sie in dieser Geburt zu erfüllen, bedeutet nichts anderes, als Tapas (Buße) zu tun und erleuchtet werden.
Was geschieht also bei der Geburt, wenn du vergessen hast, dass du durch göttliches Spiel gekommen bist? Wenn das Gewicht des gesamten Karmas zu schwer wird, realisierst du schliesslich, dass es irgendwo ein Problem gibt. Auf der Stelle erwachst du und du wirst wiederum erleuchtet. Das zurückspulen und zurückkommen ist Erleuchtung.
Manchmal, wenn du einen wirklich schlechten Traum hast, kommt zuerst nur ein Gedanke wie: "Ich träume". Dann wachst du wirklich auf. Das Erscheinen dieses Gedankens entspricht im wirklichen Leben, sich der Erleuchtung zuzuwenden. Das endgültige Aufwachen entspricht der Erleuchtung.
Das Begreifen, dass diese ganze Welt ein Traum ist und dann der falschen Welt zu entsagen und sich der Realität zuzuwenden, ist Erleuchtung. In dieser Welt wiederholen sich immer wieder die gleichen Erfahrungen, bis sie dich ermüden und langweilen. Dies weckt in dir den Verdacht, dass du nur einen Traum siehst. Dann beginnst du die Welt zu anzuzweifeln, du zweifelst an ihren Versprechungen.
Es ist wie bei einer Zeitungsanzeige über ein Ferienressort am Meer. Man sieht ein Bild von einem herrlichen Strand und einen Tisch voller exotischer Köstlichkeiten. Obwohl alles aussieht wie im Paradies, zweifelst du an diesen Versprechungen, denn du weißt, dass von hundert Leuten, die wirklich dort hinfahren, nur die wenigsten die versprochene Ekstase verspüren. Auf ähnliche Weise misstraust du im Leben den Versprechungen, die dir dein Verstand andauernd macht, ohne jemals eine zu erfüllen.
Techniken zur Überwindung von Karma
Sich befreien durch Wiedererleben
Bis jetzt haben wir über Präventivmaßnahmen gesprochen, wie man Karma vermeidet. Um Karma zu heilen, gebe ich euch eine einfache Technik. Von diesem Moment an, versuche dich an alle Ereignisse in deinem Leben zu erinnern. Gehe langsam zurück bis in die Tage deiner Kindheit. Erinnere dich, so gut du kannst.
Kümmere dich nicht um das, an das du dich nicht erinnern kannst. Verstehe: an was du dich nicht erinnern kannst, sind nur Altlasten. Es hat dich nicht tief berührt, wenn du dich nicht mehr erinnern kannst. Versuch diese Technik für ein Jahr. Nochmals durchleben ist ein wundervoller Weg, um sich zu befreien.
Unsere zweite Stufe des Life Bliss Programms, das Nithyananda Spurana Program (NSP), basiert auf dieser Methode, um das eigene Karma aufzubrauchen. Es ist wie ein komplettes spirituelles Bad im Beisein eines erleuchteten Meisters.
Gottheiten und erleuchtete Meister – deine Wege das Karma aufzubrauchen
Es gibt einen Weg, bei dem wir uns immer wieder erinnern, kein Karma zu anzusammeln und bei dem wir unser Leben führen ohne den Einfluss des früher erworbenen Karmas. Einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir gemacht, wenn wir klar verstehen, dass Karma in der Präsenz eines höheren Bewusstseins keine Macht über uns hat.
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen normalen menschlichen Wesen und erleuchteten Meistern. Ein normaler Mensch hat nicht die Fähigkeit, seinen eigenen Körper durch Willenskraft zum Leben zu erwecken. Sein Körper ist entweder lebendig oder tot, es unterliegt nicht seiner Kontrolle.
Aber ein erleuchteter Meister hat genau das unter seiner Kontrolle. Er kann entweder seinen Körper zum Leben erwecken oder sich entspannen. Aufgrund dieser Fähigkeit kann er auch andere Körper zum Leben erwecken. Wenn sich ein erleuchteter Meister entscheidet, einen Stein oder ein Metall zu beleben, dann verkörpert dieser Stein oder dieses Stück Metall ihn selbst.
Alle Gottheiten in unseren größeren Tempeln sind von erleuchteten Meistern energetisiert worden. Meister wie Arunagiri Yogeshwara aus Tiruvannamalai*, Patanjali* aus Chidambaram*, Karurar* aus Tanjavur*, Konganavar* aus Tirupati* und Meenakshi* aus Madurai* haben die Gottheiten in diesen Tempeln energetisiert.*
Die Gottheiten werden deshalb als Körper von erleuchteten Meistern betrachtet. Die Schüler dienen weiterhin den Gottheiten, auch wenn die Meister ihren physischen Körper verlassen haben. Der Körper der Gottheit wird als Körper des Meisters angesehen. Das ist der Grund,
warum den Gottheiten ebensoviel Respekt und Verehrung entgegengebracht wird, wie erleuchteten Meistern.
Zum Beispiel, die Schüler, die von Arunagiri Yogeshwara initiiert wurden, verehren den Arunachala Tempel über Generationen hinweg. Du kannst sehen, dass alles, was sie dem Meister dargebracht haben, auch der Gottheit dargebracht wird.
Meister, die den Körper verlassen haben, sind für die Schüler über die Gottheiten erreichbar, die sie energetisiert haben. Auch bei mir ist es unmöglich, dass ich überall zur gleichen Zeit anwesend sein kann. So wurden diese Gottheiten programmiert mein Werk dort zu tun, wo ich nicht anwesend sein kann. Sie sind meine Stellvertreter!
Die Gottheiten besitzen eine unabhängige Intelligenz. Die Gottheiten zu energetisieren ist ein langwieriger Prozess. Es ist so ähnlich wie ein Kind zur Welt zu bringen. Diese energetisierten Gottheiten reagieren direkt auf deine Gebete. Sie treten direkt mit dir in Beziehung, wenn du offen und empfänglich dafür bist.
Wenn du unsere Puja (Opfergabe) und unsere Ashram-Routine betrachtest, dann siehst du, dass die Gottheit morgens mit einem Lied geweckt wird. Dann wird ihr ein Schälchen Öl für ihr Haar und etwas Zahnpasta dargeboten. Sie wird gebadet und erhält frisch gebügelte Kleider, genauso wie der Meister. Dann wird der Gottheit Essen dargeboten und abends Arati abgehalten. In der Nacht wird die Gottheit in einer eigenen Zeremonie zu Bett gebracht.
Verstehe, all dies bringt der Gottheit und dem Meister nichts. Es bringt nur uns etwas! Auf diese Weise leben wir mit Gott. Auf diese Weise praktizieren wir die Gegenwart Gottes. Die Präsenz des Meisters zu praktizieren ist Puja. Puja wird jeden Tag abgehalten, um sich der Präsenz Gottes täglich zu erinnern.
Arunagiri Yogeshwara – der Tempel von Arunachaleshvara in Tiruvannamalai ist auf dem Grab von A.Y. eine Inkarnation von Shiva erbaut.
Tiruvannamalai – Geburtsstadt von THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM mit zahlreichen Tempeln und einer langen Tradition von Meistern.
Patanjali – ein südhindu Weiser und Verfasser der Yoga Sutren, die die Grundlage des Yoga-Systems bilden.
Chidambaram – Ort vieler Tempel, in denen Shiva als tanzender Nataraja und kosmische Energie dargestellt wird.
Karurar – Mystiker aus Südhindu, auf dessen Reliquien der Tempel von Tanjavur erbaut wurde.
Tanjavur – Stadt in Südhindu, berühmt für seine massiven Tempel, Weltkulturerbe.
Konganavar – Hinduheiliger und Schüler von Bogar, auf dessen Reliquien vermutlich der Tirupati-Tempel erbaut wurde.
Tirupati – berühmter Vishnu-Tempel, in der Erscheinungsform von Venkateshvara oder Balaji in Andhra Pradesh, Südhindu.
Meenakshi – Göttin aus Madurai, auf deren Reliquien der Tempel gebaut sein soll. Madurai – Stadt in Südhindu. Ein größeres Pilgerzentrum mit einem Tempel, der Meenakshi und ihrem Gefährten Sundareshwara gewidmet ist. Beide sind Aspekte
des Gottes Shiva.
Nithyam – Dhyanam – Anandam
Um nicht frisches Agamya Karma zu sammeln, sind Lebenslösungen notwendig, die ich als Nithyam (Ewigkeit) bezeichne, denn du praktizierst diese täglich. Um das Karma dieser Geburt aufzulösen, brauchst du Meditation oder Dhyanam. Das ist der Grund, warum die meisten unserer Meditationstechniken auf der Atmung beruhen. Die Beschleunigung, Verlangsamung oder Beruhigung der Atmung ist das Charakteristikum unserer Meditationstechniken. Das einzige, was das gesamte Karma auflösen kann, ist die Gnade des Meisters oder Anandam (Glückseligkeit).
Karma ist die Folge der Gedanken, Worte und Taten, die aus einer tiefen Unwissenheit heraus geschehen und die Ursache dafür sind, dass du immer wieder familiäre Muster des Elends wiederholst. Der Weg um diesen Kreislauf zu stoppen, ist, sich den Ratschlägen des Meisters zu öffnen und in einem erhöhten Bewusstseinszustand zu leben.
Mythen über Karma
Frage: Kann das Karma aufgebraucht werden, wenn man sich für wohltätige Zwecke einsetzt?
Du musst die Motivation sehen, die hinter deinem selbstlosen Dienst steckt. Schau dir mit aller Aufrichtigkeit ins eigene Gesicht. Was willst du mit deiner wohltätigen Arbeit erreichen?
Liegt deine Motivation vielleicht darin, dass du Angst hast, in die Hölle zu kommen, falls du keine guten Taten vollbringst? Steckt der Wunsch
nach einem guten Ruf in der Öffentlichkeit dahinter? Oder ist es einfach eine Beschäftigung, die dir hilft, irgendwie geschäftig zu bleiben? Ist es die Begierde nach einem schönen Leben im Paradies? Ist es eine bessere Geburt im nächsten Leben?
Bist du von Angst und Begierde getrieben, kannst du den sozialen Dienst nicht richtig genießen. Während ein Teil von dir arbeitet, ist ein anderer Teil darin vertieft, über den Nutzen der Arbeit nachzudenken. Deshalb bist du nicht integriert in dieser Arbeit. Du bist nicht vollkommen von ihr erfüllt.
Durch diese Art Handlung wirst du noch mehr gebunden. Äußerlich, gesellschaftlich, hat es den Anschein, als ob du frei von Bindungen bist. Aber in deinem inneren Raum kannst du sehen, dass es nicht so ist. Die gesamte Menschheit rotiert um ergebnisfixiertes Handeln. Dieses wird bis auf die Wohltätigkeit ausgedehnt. Denke wenigstens beim wohltätigen Dienst nicht an Euros und Ansehen. Sei nicht darauf aus, Eindruck zu machen. Lass den anderen nicht deine Präsenz spüren.
Mach die Arbeit um der Arbeit selbst willen! Plane überhaupt nichts. Tue einfach jeden Dienst überall. Diese Art von Dienst wird eine ungemeine Stärke in dir aufbauen. Tue etwas selbstlos für wenigstens eine halbe Stunde am Tag, ohne irgendwelche Gedanken über Resultate oder Vorteile für dich selbst. Dann kannst du die wahre Freude des Dienstes erfahren.
Karma kann nur durch ein tiefes Verständnis, Gewahrsein oder wenigstens ein kurzes Erhaschen von Bewusstsein aufgelöst werden.
Frage: Was geschieht, wenn jemand vorzeitig stirbt, wie bei Selbstmord oder einem Unfall?
Im Falle eines vorzeitigen Todes muss die Seele die Zeit abwarten, die ihr zu leben vorherbestimmt war, bevor sie sich einen neuen Körper zulegt. Im Falle von Selbstmord ist das Leiden viel intensiver, als wenn die Seele normal weitergelebt hätte. Es ist so, als ob du einen Teller voller Speisen vor dir hast, aber keinen Körper, um diese zu genießen!
Bei Unfällen muss die Seele ohne Körper bleiben. Aber die Seele muss nicht so leiden wie beim Selbstmord. Die Seele lebt im selben Bewusstsein in dem sie gelebt hätte, wäre sie lebendig geblieben. Sie wartet nur bis sie den nächsten Körper bekommt.
Frage: Sind Rückführungen in frühere Leben sinnvoll und gibt es Risiken?
Rückführungen in frühere Leben sollten ausschließlich von erleuchteten Wesen gemacht werden. Rückführungen hinterlassen einen sehr starken Eindruck und können diese Inkarnation beeinflussen. Bist du zum Beispiel in einem vergangenen Leben blind gewesen, kann es sein, dass du bei einer Rückführung auch in diesem Leben erblindest!
Ein unerleuchteter Mensch wird auch das Karma der Person, zu der er die Rückführung macht, übernehmen und darunter leiden.
Um eine Rückführung in vergangene Leben zu machen, sollte man wissen, wie sie zu bewerkstelligen ist und die vergangenen Samskaras sollte man löschen und abschließen können.
Frage: Ist es schmerzvoll, wenn der Meister die Karmas löscht?
Wenn der Meister das Karma beseitigt, nennt ihr dieses Gefühl Schmerz. In Wirklichkeit kann der Meister in einer Sekunde die Leiden entfernen, die sonst viele Geburten benötigt hätten, um sich aufzulösen. Im Vergleich dazu ist das Leiden beim Meister unbedeutend. Sharada Devi sagt dazu, sich vom Meister die Samskaras beseitigen zu lassen ist, wie eine Verletzung durch einen Dorn im Vergleich zu einem Knochenbruch.