KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Der Tod ist ein FestSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Der Tod ist ein Fest

Unser Interesse am Karma kann nur mit unserer Angst vor dem Tod erklärt werden. Es ist die Grundangst, die Angst vor dem Unbekannten. Unsere Handlungen in diesem Leben werden zum größten Teil von dem Wunsch bestimmt, unsere Position nach dem Tod zu verbessern oder von der Angst, unsere Lage nach dem Tod nicht zu verschlechtern. Die Angst, den Körper und den Verstand schließlich aufgeben zu müssen, existiert seit Menschengedenken.

Die Geschichte von Yayati

Im großen hindu Epos Mahabharata findet man eine schöne Geschichte:*

Einst lebte ein König namens Yayati. Er lebte hundert Jahre lang ein angenehmes Leben, genoss sein Königreich mit allen erdenklichen Bequemlichkeiten, die das Leben eines Königs zu bieten hat. Nach hundert Jahren kam Yama, der Herrscher des Totenreiches, um ihn abzuholen, da für ihn der Zeitpunkt gekommen war, diese Erde zu verlassen. Der König war entsetzt, als er Yama sah und begann zu weinen und zu klagen: "Warum bist du so schnell gekommen und das ohne Vorwarnung. Ich habe mein Leben noch nicht richtig gelebt. Bitte gib mir noch etwas Zeit."

Yama gab zur Antwort, dass niemand sein Leben verlängern könne, aber Yayati hörte nicht auf, um mehr Zeit zu betteln. Schließlich stimmte Yama unter der Bedingung zu, dass einer seiner Söhne bereit sein müsse, an seiner Stelle zu sterben.

Yayati rief einen seiner Söhne und dieser war bereit zu sterben, damit sein Vater weiterleben könne. So verlängerte Yama das Leben des Königs um weitere hundert Jahre.

Yayati genoss wie zuvor alle materiellen Bequemlichkeiten und lebte weitere hundert Jahre. Als diese vorbei waren kam Yama zurück, um ihn abzuholen. Auch diesmal war Yayati schockiert, als er Yama wieder vor sich stehen sah. Er hatte immer noch das Gefühl, dass er sein Leben kaum gelebt habe und bat Yama um weitere Zeit, da er noch nicht bereit sei, zu sterben.

Yama gewährte ihm noch eine Chance; ein weiterer Sohn Yayatis gab für seinen Vater das Leben hin und der König bekam noch einmal einen Aufschub von hundert Jahren.

Hundert weitere Jahre genoss er die Annehmlichkeiten des königlichen Lebens, bis Yama wiederum auftauchte, um ihn zu holen. Wie zuvor bettelte Yayati um weitere Zeit, aber diesmal weigerte sich Yama, das Spiel weiter zu spielen.

Anstatt der Bitte des Königs zuzustimmen, fragte Yama den König voller Mitleid: "Denkst du, du kannst ein Feuer löschen, indem du Öl hineingießt. Denkst du, du kannst deine Leidenschaften erfüllen, indem du sie mehr und mehr auslebst?" Mit wenigen Worten erklärte er Yayati den Zweck des Lebens. Yayati erkannte schließlich die Wahrheit, folgte Yama und ruhte fortan zu Füßen des Göttlichen.

Du kannst dich nicht erfüllt fühlen, wenn du nur für die Befriedigung deiner Sinne lebst. Du kannst dich nicht für den Tod bereit fühlen, wenn du nie intensiv gelebt hast. Intensiv zu leben heißt nicht, die

Sinne so gut wie möglich zu befriedigen oder einfach so zu leben, wie es dir gefällt. Wenn du wirklich intensiv lebst, wirst du befreit werden.

Mahabharata – das Hindu-Epos mit den fünf Pandava Prinzen, den hundert Brüdern der Kaurava Familie und dem göttlichen Meister Krishna als Hauptfiguren.