KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Statische MeditationenSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Statische Meditationen

Meditation auf das dritte Auge: Betrachte die gesamte Welt als einen Traum und erwache zu einer höheren Intelligenz!

Dauer: unbestimmt

Diese Meditation wird am besten vor dem Einschlafen praktiziert.

Versuche im Bett aufrecht zu sitzen und schließe die Augen. Lenke deine Aufmerksamkeit auf das Ajna Chakra, auch drittes Auge genannt. Darunter versteht man ein subtiles, zwischen den Augenbrauen gelegenes Energiezentrum. Man sollte dabei nicht angestrengt sein, sondern einfach auf eine entspannte Weise gewahr sein.

Sei dir des Ajna Chakra gewahr und nimm gleichzeitig auch die Bewegung des Prana, der Lebensenergie, wahr. Beobachte, wie das Prana in deinen Körper einströmt und wie der eingehende Atem Energie mit sich bringt, während der ausgehende Atem den Körper entspannt. Fühl es einfach.

Noch einmal, konzentriere dich nicht. Sei dir des Ajna Chakra und des ein- und ausströmenden Atems auf eine sehr entspannte Weise gewahr.

Nimm nun deine übliche Schlafposition ein. Auch in der Einschlafphase sollte deine Aufmerksamkeit auf das dritte Auge gerichtet bleiben. Sag dir: "Ja, bald werde ich einschlafen." Beobachte, wie dein Bewusstsein immer diffuser wird und wie sich die Dunkelheit des Schlafes nähert.

Es genügt, wenn du dir deines dritten Auges gewahr bist, bevor du dich schlafen legst, denn dein Prana befindet sich während des Wachzustandes in diesem Bereich in einem Schwebezustand. Sobald du einschläfst, bewegt sich das Prana vom dritten Auge nach unten.

Der nächste Teil dieser Übung besteht darin, dass du dich im Verlaufe des Tages immer wieder daran erinnerst, dass diese Welt nicht real ist, dass nur träumst, dass alles, was du siehst, nur ein Traum ist. Alles was du tust, sei es essen, schlafen, gehen, trinken, Auto fahren, im Büro sitzen, alles ist nur ein Traum. Versuch dich immer wieder daran zu erinnern.

Jedes mal, wenn du dir das in Erinnerung rufst, wird in dir unweigerlich die Frage auftauchen: "Wie kann ich nur denken, dass diese Welt ein Traum ist? Diese Welt ist doch real und eine Tatsache." Sei dir im Klaren, dass ein Unterschied besteht zwischen den Begriffen Tatsache und Wahrheit. Dass die gesamte Welt ein Traum ist, ist vielleicht nach deinem Empfinden keine Tatsache, denn der Maßstab, mit dem du misst, ob etwas eine Tatsache ist oder nicht, ist selbst nicht exakt!

Praktizierst du diese Technik, wirst du nach einigen Tagen die Wahrheit, die sich hinter diesen Worten verbirgt, entdecken. Sie wird dich zur Wahrheit führen. Es ist kein Fakt für deinen logischen Verstand, aber es ist eine Tatsache und die Wahrheit auf einer tieferen Ebene.

Sag dir jedesmal, wenn du dich daran erinnerst: "Diese Welt ist ein Traum. Alles, was ich wahrnehme, ist ein Traum." Nach und nach wirst du merken, wie die gesamte Projektion verschwommen und unklar wird. Du wirst in der Lage sein, die Leinwand zu sehen, auf der dieser gesamte Traum abläuft!

Versuche es für die nächsten elf Tage. Was auch immer sich vor dir abspielt, was auch immer du erlebst, es ist nur ein sich ständig verändernder Traum. Versuche dich einfach immer wieder daran zu erinnern, das ist alles.

In diesem Zusammenhang musst du wissen, dass jede Idee, an die du dich über einen Zeitraum von elf Tagen ununterbrochen erinnerst, in deinen Traumzustand eindringt. Wenn du träumst, wirst du wissen, dass du träumst. Wenn du dich im Traum erinnerst, dass du träumst, wachst du auf.

Wenn du dir zum Beispiel für einen Zeitraum von elf Tagen ununterbrochen sagst, dass du ein Arzt bist, obwohl du in Wirklichkeit vielleicht ein Anwalt bist, wirst du dich im Traum als Arzt erleben. Elf Tage genügen, um deine Identität zu verändern. Nach elf Tagen beginnst du die neue Identität auszudrücken.

Dringt diese Idee in dein inneres Sein, in deinen Traumzustand ein, erfährst du einen tiefgreifenden Heilungseffekt deines gesamten Seins. Diese eine Erfahrung genügt; du wirst im alltäglichen Leben zu einem ungeahnten Gleichgewicht finden. Darüber hinaus erkennst du plötzlich auch, dass du über die Energie verfügst, das zu ändern, von dem du glaubst, dass es die Realität ist. Situationen, die du für unveränderbar gehalten hast, beginnen sich zu verändern. Die Leinwand, auf die du diesen gesamten Traum projizierst und siehst, ist das, was ich Bewusstsein oder Prana nenne. Wenn du die Leinwand zu sehen beginnst, auf die du den gesamten Traum projizierst, wirst du dieselbe Leinwand auch dann mit Gewahrsein sehen, wenn du träumst.

Die nächste Frage, die der Verstand stellen wird: "Wenn alles nur ein Traum ist, warum sollte ich dann überhaupt noch etwas tun?" Auch wenn alles nur ein Traum ist, kannst du doch etwas tun. Es ist nichts Falsches dabei. Du willst nichts mehr tun, weil du dich selbst zu ernst nimmst. Wenn du dich erinnerst, dass du träumst, dann wird dein Träumen oder Nichtträumen in keiner Weise irgendetwas ändern können. Du wirst entspannen und das Leben geschehen lassen. Du wirst im Fluss des Lebens sein.

Plötzlich wird deine Intelligenz aufgeweckt. Du wirst zur Wahrheit erweckt werden und erkennen, dass alles deine eigene Projektion ist. Dann wirst du nicht mehr dieselbe Person sein, denn du wirst die Wahrheit sehen.

Beziehe alles ein

Erweitere dein Bewusstsein

Schritt 1: Dauer zwei Minuten

Sitze aufrecht und fühle deutlich die Grenzen deines Körpers. Betrachte das Zimmer, in dem du sitzt.

Schritt 2: Dauer fünf Minuten

Schließe nun deine Augen und fühle das Zimmer innerhalb von dir, als einen Teil von dir. Deine Grenzen befinden sich nun jenseits deines Körpers und umfassen den gesamten Raum.

Schritt 3: Dauer zwei Minuten

Öffne deine Augen, begib dich ins Freie und betrachte die Bäume und Häuser.

Schritt 4: Dauer fünf Minuten

Schließe deine Augen und fühle dich ausgeweitet, sodass sich Bäume und Gebäude innerhalb von dir befinden.

Schritt 5: Dauer zwei Minuten

Öffne deine Augen und lass deinen Blick in den weiten Himmel schweifen.

Schritt 6: Dauer fünf Minuten

Schließe deine Augen und fühle den gesamten Himmel innerhalb von dir.

Dies ist eine sehr wirkungsvolle Meditation, die du im täglichen Leben benutzen kannst, um andere Menschen oder Dinge einzuschließen. Alles um dich herum wird so zu einem Teil von dir.

Während der Arbeit kannst du zum Beispiel deine Arbeitsutensilien als einen Teil von dir einschließen – mit anderen Worten du kannst die Zone deines Gewahrseins ausdehnen. Arbeitest du zum Beispiel an deinem Computer, dann schließe den Computer, den Stuhl auf dem du sitzt, den Tisch und das Zimmer in dir ein. Schließe deine Augen und fühle sie als einen Teil von dir.

Auch deine Arbeitskollegen kannst du als einen Teil von dir betrachten. Genieße die Ausdehnung deines Bewusstseins zu einem Gruppenbewusstsein. Übt eine Gruppe von Menschen diese Meditation, dann verschmelzen die individuellen Persönlichkeiten auf wunderbare Weise und die Konfrontationen der Egos werden automatisch aufgelöst.

Finde den Ursprung

Finde den Ursprung deiner Gedanken und erkenne die Quelle der Existenz.

Dauer: unbestimmt

Wenn du einfach nur da sitzt, ist es unvermeidlich, dass Gedanken in dir hochkommen. Gib nun acht, von wo die Gedanken herkommen oder in welchem Körperteil die Gedanken eine Bewegung oder ein Gefühl auslösen.

Du wirst bemerken, dass jeder Gedanke irgendeine Empfindung in irgendeinem Teil deines Körpers verursacht. Versuche herauszufinden, welcher Gedanke mit welcher Empfindung verbunden ist. Versuche das Organ zu bestimmen, das die Empfindung fühlt, das Organ, das den Gedanken produzierte, der in deinen Verstand gekommen ist. Mache dies mit jedem Gedanken.

Wenn du mit dieser Technik experimentierst und es klickt innerhalb von 24 Stunden in dir, dann ist diese Technik für dich geeignet. Wenn nicht, dann fahre fort, andere Techniken auszuprobieren. Dies ist eine Technik, die dich direkt zur Erleuchtungserfahrung führen kann.

Berühre das Augenlid mit einer Feder

Dies ist eine kraftvolle Technik zur Erweckung der Kundalini-Shakti, einer potentielle Energie, die sich in jedem Menschen befindet. Es ist eine wunderbare Technik, um die Sensitivität deines Körpers zu erhöhen.

Dauer: 30 Minuten

Schließe deine Augen und berühre die Augenlider mit den Fingerspitzen so leicht als ob du eine Feder benützen würdest. Wenn du willst, kannst du auch eine richtige Feder verwenden. Die Feder sollte sich bei der Berührung der Augenlider nicht verbiegen. Verbiegt sie sich, dann ist der ausgeübte Druck zu stark. Die Technik funktioniert nur, wenn die Berührung federleicht ist.

Es ist so, als ob du gleichzeitig die Augenlider berührst und doch nicht berührst. Die Finger befinden sich ohne Druck auf den Augenlidern. Balanciere deine Hände gut aus und berühre die Augenlider mit deinen Zeigefingern. Deine Hände zittern zu Beginn vielleicht und berühren die Augenlider zu stark oder zu leicht oder überhaupt nicht.

Bist du soweit, dass du in der Lage bist, die Augenlider mit dem richtigen Druck zu berühren, kannst du erfahren, wie eine starke Energieverbindung zwischen Fingern und Augen hergestellt wird. Mit der Zeit hast du den Eindruck, dass die Fingerspitzen zu einem Teil deiner Augen geworden sind.

Normalerweise fühlt man bei geschlossenen Augen die Augenlider als Begrenzung. Aber durch die sanfte Berührung fühlen sich die Augen an, als ob sie sich erweitert hätten. Ist der angewandte Druck richtig dosiert, kannst du es in den Fingerkuppen fühlen. Dieselbe Sensibilität, die du mit den Augen spürst, spürst du nun auch in den Fingerkuppen.

Wird diese Technik intensiv praktiziert, kann man spüren, wie die Energie im Körper bleibt und dort zirkuliert, anstatt über die Augen verloren zu gehen, wie es normalerweise der Fall ist. Wenn du deine Augen schließt, hören die äußeren Eindrücke auf und die ausgehende Energie stoppt möglicherweise. Aber innerhalb von dir wird es weiterhin Bilder geben und wenn du diesen Bildern Beachtung schenkst, wird deine Energie trotzdem vergeudet. Nur wenn du die inneren u n d äußeren Bilder stoppst, kann die Erleuchtung geschehen.

Bei dieser Technik benötigt man mindestens eine halbe Stunde, nur um die richtige Balance einmalig herzustellen. Vermutlich benötigst du mindestens einen Monat regelmäßiger Übung um die Balance länger halten zu können.