KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Die vierdimensionale Welt der Raum-ZeitSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Die vierdimensionale Welt der Raum-Zeit

In der vierdimensionalen Welt kann es nicht mehr als drei räumliche Dimensionen geben. Die vierte Dimension können wir als die Zeit betrachten. Die vierdimensionale Welt kann als Raum-Zeit- Kontinuum angesehen werden. In diesem Fall ist die Zeit die vierte Dimension des Raumes.

Zeit begreifen wir in den drei Formen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir denken, dass die Vergangenheit vorbei ist und nicht mehr existiert. Die Zukunft ist noch nicht geschehen, also existiert auch sie nicht. Die Gegenwart ist folglich der Übergang von der noch nicht existierenden Zukunft in die nicht mehr existierende Vergangenheit.

In der dreidimensionalen Welt erkennen wir, dass die in der zweidimensionalen Welt scheinbaren separaten Querschnitte der Äste in Wirklichkeit in der dritten Dimension verbunden sind. Wenn wir uns auf ähnliche Weise ein Bewusstsein vorstellen, das sich über unsere dreidimensionale Ebene des Erlebens erheben kann, dann kann dieses Bewusstsein auch die vierte Dimension der Zeit sehen, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig existieren. Dieses Bewusstsein sieht das gleichzeitige Geschehen der Ereignisse, welches das normale Bewusstsein als zeitlich getrennte Ereignisse ansieht.

Ein dreidimensionaler Körper, der sich in der Zeit bewegt, wird zu einem vierdimensionalen Körper. In der Zeit können wir unsere Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen, dann zum Erwachsenen bis hin zum Greis beobachten. Diesen vierdimensionalen Körper (drei Raumdimensionen plus die Zeitdimension von der Geburt bis zum Tod) können wir aber aufgrund unserer eingeschränkten Wahrnehmung weder sehen noch fühlen. Da wir uns in derselben dreidimensionalen Welt befinden, erkennen wir nur die Schnitte des vierdimensionalen Körpers, das wären unsere normalen dreidimensionalen Körper. Es verhält sich wie bei einer Filmrolle. Wir sehen immer nur ein Bild von der Reihe auf der Filmrolle.

Um zu verstehen, wie die vierdimensionale Welt in der dreidimensionalen Welt wahrgenommen wird, wollen wir zunächst schauen, wie ein dreidimensionales Ereignis in der zweidimensionalen Welt erlebt wird.

Nimm an, du bist ein zweidimensionales Wesen und du befindest dich in einer zweidimensionalen Welt, der Welt der Ebenen und Oberflächen. Die Wahrnehmung ist dabei begrenzt auf eine Linie. Stell dir nun vor, dass ein Rad mit verschiedenfarbigen Speichen quer zur Ebene rotiert, in der du lebst.

Wie wird die Bewegung dieses Rades wahrgenommen? Schneidet sich eine Speiche des Rads mit der Ebene, siehst du dort die Linie einer gewissen Farbe auftauchen und wieder verschwinden. Ist die Linie verschwunden, entsteht eine Pause, in der du nichts siehst. Dann erscheint die nächste Speiche in Form einer andersfarbigen Linie. Die Bewegung des Rades wird also als das Auftauchen von verschiedenfarbigen Linien gesehen, die in bestimmten Zeitintervallen in der Ebene erscheinen.

Es passiert folgendes: Die begrenzte Sichtweise der zweidimensionalen Welt verändert ein Phänomen in der dreidimensionalen Welt zu einer Wahrnehmung in der Zeit! Da man nur zwei der drei Raumdimensionen sehen kann, kann sich die dritte Dimension in der Ebene nur über die Zeit manifestieren und gesehen werden. Daher wird sie als unabhängig von den zwei räumlichen Dimensionen als ein Phänomen der Zeit angesehen.

Nun, stell dir den Moment vor, in dem eine grüne Speiche durch die Ebene wandert. Gleichzeitig gibt es ein anderes, davon unabhängiges Ereignis, sagen wir das Bellen eines Hundes. In der zweidimensionalen Welt wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen dem Erscheinen der grünen Linie und dem Hundegebell, obwohl es in Wirklichkeit überhaupt keinen Zusammenhang gibt!

Für das zweidimensionale Wesen ist es nicht möglich, zu glauben, dass es Ereignisse außerhalb der Ebene seiner Wahrnehmung gibt. Das heißt, um die dreidimensionale Welt zu verstehen, kann er nicht im zweidimensionalen Bewusstsein bleiben. Er muss sich in das dreidimensionale Bewusstsein erheben. Analog dazu müssen wir uns im vierdimensionalen Bewusstsein befinden, um die vierdimensionale Welt zu verstehen.

Ist das möglich? Ist es uns möglich, unsere Sinne, die uns nur eine dreidimensionale Sichtweise geben, zu transzendieren? Können wir die wirkliche Realität sehen, anstatt sie nur in der Form von flüchtigen Eindrücken, als Phänomene in der Zeit zu erleben? Die Antwort lautet: JA.

Durch gründliche Forschung und Entwicklung haben die östlichen Mystiker und Weisen entdeckt, dass es möglich ist, die Realität zu erkennen, so wie sie ist und sie auch zu erfahren. Diese Erfahrung ist das Resultat eines Prozesses, der in unserer Hand liegt.

Durch Meditation ist es uns möglich, denselben Zustand von Gewahrsein zu erreichen.

Eine schöne Zen Geschichte: Zwei Soldaten betrachteten eine im Wind flatternde Fahne. Ein Soldat sagte: "Die Fahne bewegt sich." Der andere aber widersprach: "Nein, es ist der Wind, der sich bewegt."

Da kam ein Zen Meister vorbei und die Soldaten ersuchten ihn, für Klarheit zu sorgen. Einer fragte ihn: "Meister, ich sage die Fahne bewegt sich, er aber behauptet, dass sich der Wind bewegt. Was ist richtig?

Der Meister sagte: "Keine Aussage ist richtig, was sich bewegt, ist nur das Bewusstsein."

Der Zustand, in dem wir uns gegenwärtig befinden, was wir jeden Tag als Realität wahrnehmen, kann auch als "virtuelle" Realität bezeichnet werden. Es ist nur eine Wahrnehmung von Dingen, die in Raum und Zeit getrennt sind. Schauen wir tiefer, erkennen wir, dass unsere Wahrnehmung der Welt fragwürdig ist. Die Realität, die wir sehen, ist nicht die absolute Realität, sondern eine virtuelle Realität, die von der Qualität des Bewusstseins abhängt, aus dem heraus wir sehen.

Die Realität besteht aus elf Dimensionen

Wir denken, wir leben in den drei Dimensionen des Raumes und der vierten Dimension der Zeit. in Wirklichkeit aber gibt es elf Dimensionen. Die grundlegenden Dimensionen sind Länge, Breite, Höhe, Zeit und Bewusstsein. Die höheren Dimensionen sind Kombinationen dieser fundamentalen Dimensionen.

Ein Stock zum Beispiel hat Länge, Breite, und Höhe. Er befindet sich in Raum und Zeit. Wenn wir Länge und Breite beibehalten und nur die Tiefe wegnehmen, kann man den Stock sehen, aber man kann mit der Hand durch ihn hindurch gleiten. Man kann auch die Tiefe beibehalten und Länge und Breite wegnehmen. Dann ist nichts zu sehen, aber deine Hand wird auf etwas stoßen, wenn du versuchst hindurch zu fassen.

Auf diese Weise gibt es verschiedene Kombinationen und so kommt man auf elf Dimensionen, aus denen das Universum aufgebaut ist. Befindet man sich in einer Ebene jenseits der vier Dimensionen, in der wir uns gegenwärtig befinden, ist es möglich diese elf Dimensionen zu erkennen. Dann kann man die Realität sehen, wie es erleuchtete Wesen tun.