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KAPITEL 1 – WECHSELWIRKUNGEN

Frage: Swamiji, wie überwinden wir Angst vor kleinen Dingen?

Versteht zunächst einmal, dass auch all die kleinen Ängste reine Projektionen der Angst vor dem Tode sind. Zweitens, wehrt euch nicht gegen die Angst in euch. Macht euch deutlich dass ihr Angst habt und geht hindurch, das ist alles! Ihr werdet schon bald feststellen, dass die Angst nicht länger vorhanden ist, weil ihr sie durchschaut habt. Geht jedes Mal so vor, wenn ihr Angst verspürt.

Wenn ihr bewusst daran arbeitet, werdet ihr verstehen, dass eure Angst nichts anderes ist als eure Antwort oder Reaktion auf ein Ereignis oder einen Gedanken. Abhängig davon wie ihr reagiert könnt ihr feststellen, dass ihr Angst oder keine Angst habt. Und mit mehr und mehr Bewusstheit könnt ihr der Angst ohne Angst begegnen!

Bedenkt eines: Niemand kann für sich beanspruchen angstfrei zu sein. Man kann lernen mit der Angst angstfrei umzugehen, das ist alles. Wenn Leute lauthals verkünden angstfrei zu sein, dann seid euch darüber im Klaren, dass sie das Thema Angst und die menschliche Reaktion darauf nicht tief analysiert haben. Denkt nicht, dass sie Übermenschen sind und du hingegen nur ein einfacher Sterblicher bist.

(Ein junges Mädchen erzählt) Swamiji, ich erinnere mich daran wie du mir geholfen hast, meine Angst vor Spinnen zu überwinden! Eines Tages während unserer Diskussion, sprang ich plötzlich auf als ich eine Spinne sah, und du hast mich deswegen ausgelacht. Du sagtest mir, dass ich jedes Mal wenn ich eine Spinne sehe, über sie meditieren solle. Ich folgte dem gewissenhaft, und jedes Mal wenn ich eine Spinne sah, sah ich sie mit Bewusstheit und Konzentration an. Langsam begann ich mich zu wundern, warum ich überhaupt Angst vor ihnen gehabt habe!

Ja. Es geht nur darum, Bewusstheit in deine Ängste zu bringen. Du wirst dich dann darüber wundern, was die Angst in dir verursacht hat!

(Ein anderes junges Mädchen) Swamiji, ich erinnere mich, als wir alle um dich im Ganges Fluss standen im Himalaya, als eine kleine Wasserschlange zu uns geschwommen kam. Während ich schrie und im Wasser strampelte sah Anupama ruhig die Schlange an, selbst als sie ihr entgegen schwamm. Du hast mich dann getadelt, dass ich in diesem Moment keine Bewusstheit eingebracht habe.

Ja! Nun kannst du erkennen, was ich damit meine, wenn ich Bewusstheit sage.

Der einzige Weg aus derlei Ängsten herauszukommen besteht darin, sie zu veranschaulichen und sie als eine Realität mit der Kraft deiner Visualisierung zu durchleben. Du kannst dich auch hinsetzen und dir vorstellen, dass die Ängste in dir hochkommen. In deiner Vorstellung begegne ihnen mit tiefer Bewusstheit und Ruhe. Wenn du in dem Prozess der Visualisierung leidest, dann ist das in Ordnung. Unterdrücke oder verurteile das nicht. Wenn dein Körper vor Angst zittert, lass es zu. Folge einfach deiner Intelligenz und lasse dich von ihr führen. Alles, was vollständig ausgelebt wird, wird später keinen Einfluss mehr auf dich haben. All deine Ängste sind einfach Ängste vor den Ängsten, das ist alles!

Eine kleine Geschichte:

Ein Schüler war eines Tages in den Fluss gefallen.

In Panik sein Leben zu verlieren rief er seinem Meister zu, ihn vor dem Ertrinken zu erretten.

Der Meister sagte: "Steh auf!"

Der Schüler schrie heraus: "Wie kann ich? Ich ertrinke!"

Der Meister sagte: "Habe ich nicht gelehrt dir selbst zu helfen? Nun steh auf!"

Der Schüler rief: "Meister, du predigst jetzt in dem Moment meines bevorstehenden Todes. Warum rettest du mich nicht einfach!"

Der Meister bestand darauf: "Ich sagte, steh auf!"

Der Schüler war erzürnt über die Beharrlichkeit des Meisters.

Er stand einfach auf. Das Wasser ging ihm nur bis zu seinen Knien!

Alle deine Ängste sind nichts anderes als die Angst vor den Ängsten. Wenn du deine Ängste abwirfst und dabei zulässt, dass deine Intelligenz auftaucht, dann wirst du feststellen, dass deine Ängste nur Schatten von nicht existierenden Objekten sind.

Wenn du die Angst vor dem Tode tief analysierst, gelangst du zur Erkenntnis, dass die Menschen deswegen Angst vor dem Sterben haben weil sie unbewusst fühlen, dass sie irgendwie höher stehen sollten als sie jetzt stehen. Sie fühlen, dass sie nicht ihren wirklichen Platz im Leben eingenommen haben und sind daher noch nicht bereit zu sterben.

Manche Menschen denken, dass andere ein Auge auf sie geworfen bzw. ständig behütet haben und sie daher nicht fähig waren sich zu entwickeln! Die Wahrheit ist, dass du auf dich selber noch keinen richtigen Blick geworfen hast. Das ist der Grund dafür, warum du selber in deinen letzten Tagen deinen Tod hinauszögerst.

Wenn du deine Wünsche, Ängste und andere Gefühle gut untersuchst und verstehst, dann wirst du niemanden wegen irgendetwas beschuldigen.

Menschen die ihr Leben ohne diese verwickelten Ängsten leben, werden auch fähig seien ihren Tod zu leben. Wie ich schon früher gesagt habe gibt es diesbezüglich so viele Berichte von lebenden Meistern, die ihren Schülern den genauen Tag und die genaue Stunde nannten, an dem sie sterben werden, und sie sind auch genau so gestorben.

Viele Schüler haben vom Tod ihrer Meister lernen können, was sie zu Lebzeiten der Meister aus ihren Lehren nicht lernen konnten. Wenn wir sagen, dass sie ihren Tod lebten, dann meinen wir damit, dass sie fähig waren, ihre Stunde des Todes vorherzusagen und bewusst zu sterben. In ihrem Falle ist der Tod wörtlich das "Verlassen des Körpers"; das ist alles.

Wir verlassen alle unseren Körper unbewusst, mit vielen Leiden – das Hin und Her von unerfüllten Wünschen quält uns einerseits und der Körper quält uns andererseits, indem er uns sagt, dass er nun endlich genug hat. Die Unstimmigkeit zwischen Körper und Geist quält uns während wir leben und ebenso zur Stunde unseres Todes. Wenn wir während des Lebens in unseren Grenzen Leben, in unserem Körper, dann werden wir auch unseren Körper friedvoll verlassen. Das Problem ist, dass wir während wir leben, ständig außerhalb unseres Körpers sind, jedoch niemals innerhalb von diesem.

Lasst mich euch das erklären. Betrachtet nur tief eure Art zu leben. Am frühen Morgen, wenn ihr eure Zähne putzt, was macht ihr da? Ihr denkt bereits an eure Arbeit. Wenn ihr bei der Arbeit seid, dann denkt ihr an den Bus den ihr nach Hause nehmen wollt. Wenn ihr Zuhause seid denkt ihr an die Arbeit des nächsten Tages! Wenn ihr in den Ferien seid denkt ihr ans Büro, und wenn ihr im Büro seid denkt ihr an die Ferien.

Wo immer eurer Körper ist könnt ihr sicher sein, dass euer Verstand nicht da ist! Ihr habt niemals einen Moment eures Lebens voll gelebt. Ihr habt immer entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft gelebt. Das nennen wir "nicht innerhalb seiner Grenzen Leben". Deswegen werdet ihr euch zur Stunde eures Todes so beschäftigt und unerfüllt fühlen und nicht bereit sein zu gehen. Deswegen fürchtet ihr den Tod.

Ihr werdet euch fragen, warum ihr darüber Bescheid wissen müsst, wie man bewusst sterben kann? Nur wenn ihr über den Tod Bescheid wisst könnt ihr mit dem rechten Verständnis dem Leben begegnen. Andernfalls werdet ihr das Leben nicht auf rechte Art und Weise leben.

Höre auf hinauszuzögern

Im Leben verschiebt ihr ständig alles. Ihr verschiebt euer Vergnügen, verschiebt eure Arbeit, ihr verschiebt alles auf morgen. Ihr müsst verstehen, dass "morgen" nur in der Form von "heute" kommt! Wenn es als heute kommt, dann sagst du wieder "morgen"! Das ist ein Spiel, das du mit dir selber spielst.

Und letztlich, wenn der Tod dann kommt, bis du unvorbereitet! Du hast dann das Gefühl, dass es noch so viel zu tun gibt. Du fühlst dich durch das Leben betrogen. Die Wahrheit ist, dass du dich ständig selber getäuscht hast. Aber du endest darin, das Leben für alles zu beschuldigen. Deswegen ist ein klares Verständnis des Todes wichtig für dein Leben. Dann wird es keine Täuschungen mehr geben und du wirst bereit zum Sterben sein, wenn die Zeit dazu gekommen ist.

Verzögerung ist eine Haltung, durch die wir viel im Leben verlieren. Die Leute fragen mich: "Swamiji, wie kannst du so viele Dinge auf einmal erledigen, in solch kurzer Zeit? Es ist erstaunlich für sie meinen Jahres-Kalender zu sehen! Sie staunen über die verschiedenen Ereignisse, die während eines Jahres über alle Welt verteilt stattfinden. Ich sage ihnen: "Es ist sehr einfach – ich lebe vollkommen in der Gegenwart. Ich verschiebe nicht wie ihr."

Eure Neigung die Dinge vor euch herzuschieben gibt euch das Gefühl, Verlierer zu sein. Aber selbst wenn ihr euch als Verlierer fühlt bemüht ihr euch nicht darum, nicht zu verschieben.

In unserem Meditationsprogramm begleiten wir Menschen durch eine geführte Meditation, worin sie gebeten werden sich bildlich vorzustellen, dass sie innerhalb eines Tages sterben werden und dass sie alle Dinge vollenden sollen, die sie noch abschließen möchten bevor sie sterben. Das ist eine sehr schöne Meditationstechnik. Sie stellen sich dann auch ihre eigene Todes-Zeremonie vor.

Einmal teilte uns nach dieser Meditation ein junges Mädchen ihre Gedanken mit.

Sie sagte: "Swamiji, ich sah einmal ein Poster in einem Geschäft, auf dem geschrieben stand: "Wenn du planst, plane konkret, indem du auch die kommenden Jahre in Betracht ziehst. Wenn du das durchführst, führe es so aus als wenn du die nächste Minute sterben würdest." Nachdem ich diese Meditation gemacht hatte verstand ich genau, was es wirklich bedeutet!"

Ich sagte: "Wunderbar!"

Seht ihr, wenn ihr plant, macht ihr einen Zukunftsplan, sodass nicht zu viele Dinge neu organisiert werden müssen, zumindest für einige Jahre. Aber wenn ihr den Plan ausführt, müsst ihr so vorgehen, dass jede Aufgabe des Planes die ihr anfangt, erfolgreich abgeschlossen wird ohne dabei Dinge offen zu lassen.

Selbst wenn ihr dann sterben solltet ist alles bis zu dem Punkt der Durchführung erledigt, und der Plan kann dann als Orientierung für die nachfolgenden Menschen dienen, um ihn weiter auszuführen oder zu verbessern, je nachdem es die Situation verlangt. Das kann nur erreicht werden, wenn du bei jeder Aufgabe, die du beginnst ohne Verzögerungen arbeitest.

Oftmals ist es das Herausschieben, das dich in die Armut treibt. Armut ist deine eigene Wahl. Wenn du Entscheidungen aufschiebst gehst du der Armut entgegen. Du bist dir aber nicht bewusst darüber. Du fühlst dich nicht richtig behandelt von Gott und fühlst, dass das Leben zu kurz gewesen sei, um deine Wünsche zu verwirklichen. Wenn du jedoch all deine Energie auf die richtige Art und Weise und mit Klarheit aufgebracht hättest, dann würdest du dich nicht so fühlen und wärest jederzeit dazu bereit zu sterben.

Wenn du jeden Tag in den Spiegel siehst und dir selber sagst, dass heute der letzte Tag deines Lebens ist, dann wirst du damit aufhören zu verschieben. Du musst dir dies nicht dein ganzes Leben lang sagen; schon ein Monat genügt. Automatisch wirst du dann beginnen ohne Verzögerungen zu leben. Nicht nur das. Deine Angst dein Ansehen zu verlieren, Verlegenheit, Stolz und deine Erwartungen werden sich alle auflösen weil du weißt, dass du nichts zu verlieren hast.

Menschen, die auf irgendeine Weise ein Nah-Tod-Erlebnis hatten, wie das Überleben eines Unfalls oder eine Heilung von etwas ähnlichem, werden fähig sein angstloser zu leben, weil sie nun wissen, dass sie nichts zu verlieren haben! Sie werden auch ihr Leben mit größerer Klarheit leben und mit mehr Intelligenz.

Die erste Lektion, die du von all deiner Bildung lernen musst, ist, dass du das Richtige zur rechten Zeit tun und dann weitergehen musst. Aber irgendwie ist das die letzte Lektion, die wir gründlich lernen! Nachdem wir durch all die anderen Lektionen gegangen sind, lernen wir diese Lektion!

Verzögerung ist etwas, das du in dir selber bewirkst. Aber den Rest der Ängste flößt dir die Gesellschaft ein. Die Gesellschaft bringt dir bei, dich vor dir selber zu fürchten, dich vor anderen und vor Gott zu fürchten. Sie ängstigt dich vor dir selber mit einfachen Dingen wie Moral, Namen und Formen, Ansehen und was nicht noch allem.

Im Namen der Moral bringt sie dich zum Verlust deines Selbstvertrauens, und du bist dir daher so unsicher, wenn es um Moral geht. Wenn du aus Angst der Moral folgst, dann wird es keine Möglichkeit für deine innere Intelligenz geben dich zu leiten. Wenn Leute mich sehen wie ich gemeinsam mit Frauen reise, dann fragen Sie mich: "Swamiji, wie kannst du, obwohl du ein spiritueller Führer bist, mit Frauen reisen? Werden da die Menschen nicht über dich reden?"

Zunächst einmal vergessen sie, dass sie mit einem erleuchteten Meister sprechen. Wenn sie sich vollständig bewusst wären, mit wem sie sprechen, dann würden sie nicht einmal zu dieser Frage gelangen. Nichtsdestotrotz muss ich ihnen in ihrer Sprache antworten und so sage ich: "Ich habe Vertrauen in mich selber, und die Frauen haben Vertrauen in mich, warum bist du also bekümmert?"

Dann sind sie einfach schockiert, wenn ich dies sage.

Angst aus Moralität

In unserem Leben ist Moral nichts anderes als ein armseliger Ersatz für fehlende Intelligenz. Wenn du aus deiner eigenen Intelligenz heraus handelst, dann kannst du dir selber sicher sein. Aber wenn du aus Regeln und Geboten heraus handelst, dann kannst du dir niemals sicher sein, weil du von Anfang an nicht du selber bist! Du bist nicht in deiner Mitte, sondern du bist in den Regeln zentriert.

Wenn du aus Intelligenz heraus lebst, dann werden derlei Ängste dich niemals in den Griff bekommen. Menschen, die Moral predigen, sind tief in ihrer Angst gefangen. Deswegen predigen sie darüber. Sie fürchten sich, weil sie entweder ihrer selbst unsicher sind oder weil sie nur in Verbindung mit Angst moralisch sein können. Moralisten können neurotisch werden mit ihrem Konzept von Moral und Disziplin.

Eine kleine Geschichte:

Es war einst ein Moralist, der normalerweise genau gemessenen Schrittes auf der Straße zu laufen pflegte.

Eines Tages begann es plötzlich stark zu regnen.

Der Moralist folgte einfach der Menge und rannte mit ihr.

Nachdem er eine Weile gerannt war, nahm er wahr, dass er diesem Verhalten gegenüber achtlos war.

Er sagte zu sich selber: "Was tue ich! Rennen ist unwürdig. Ein Gentleman muss seine Fehler reumütig korrigieren, die er gemacht hat."

So ging er im Regen zurück zu dem Ort an dem er zu rennen angefangen hatte, und lief wieder gemessenen Schrittes weiter.

Moral macht dich total dumpf und tot!

Wenn ich das zu dir sage, meine ich damit nicht, dass das eine freie Welt ist und du alles tun und lassen kannst was du willst. Ich sage dir damit, dass du deine eigene Intelligenz entwickeln und dein Leben so gestalten sollst, dass Regeln nur eine Bestätigung von dem sind, was du bereits weißt und fühlst. Das ist wahre Intelligenz. Jede angemessene Regel wird nur eine Bestätigung von dem sein, was gut entwickelte Intelligenz fühlt. Lasse also deine Ängste fallen und versuche, deine innere Intelligenz zu finden, deine innere Stimme, deinen inneren Meister.

Eine kleine Geschichte:

Ein junger Sannyasi lebte gegenüber einer schönen Kurtisane.

Der Sannyasi versuchte die ganze Zeit über zu meditieren.

Die Kurtisane andererseits fuhr auf ihre Weise fort Geld zu verdienen.

Viele Männer kamen und gingen aus ihrem Hause.

Der Sannyasi gab sein Bestes sich in seiner Meditation zu konzentrieren, aber seine Aufmerksamkeit lag mehr bei der jungen Dame und er fuhr fort, sie für ihr unmoralisches Leben zu beschuldigen, das sie führte.

Die Kurtisane ihrerseits bemerkte nicht einmal den Sannyasi, der auf der anderen Straßenseite wohnte.

Trotz ihres Lebensstils den Männern Vergnügen zu bereiten, war die Kurtisane versunken in ihrer Liebe für Krishna und verbrachte so viel Zeit wie möglich mit Gebeten an Ihn und mit dem Betrachten seines Bildes.

Der Sannyasi und die Kurtisane starben am selben Tag und erreichten die Tore von Yama – dem Herrn des Todes.

Nachdem ihre Aufzeichnungen analysiert worden waren, wurde die Kurtisane in den Himmel gesandt, wohingegen der Sannyasi in die Hölle kam.

Der Sannyasi brachte seine tiefe Erregung über das ungerechte Urteil von Yama zum Ausdruck.

Ruhig erklärte Yama dem Sannyasi: "Unter dem Deckmantel der Meditation hast du dein ganzes Leben lang Lust für die Kurtisane gehegt. Sie andererseits, ungeachtet dessen was sie tat, war vollkommen konzentriert auf die Wirklichkeit Gottes."

Moralisten leben ein oberflächliches, angstvolles und seichtes Leben. Sie leben nicht ganzheitlich. Sie befinden sich in ständiger Angst die Regeln der Moral zu verletzen. Ihre wahren Absichten sind gut verborgen unter dem Deckmantel der Moral. Dieses Problem besteht immer, wenn du nur aus moralischen Gründen handelst anstatt aus deiner inneren Intelligenz.

Wenn du aus deiner Intelligenz heraus handelst, wird es eine gewisse Reinheit in dir geben. Wenn du nur von der Oberfläche aus handelst, von moralischen Regeln aus, dann wird es keine Schönheit oder Reinheit in dir geben.

Diejenigen, die sich selber unsicher und ängstlich sind, stellen moralische Regeln auf und folgen ihnen. Diejenigen die intelligent sind, handeln einfach spontan und tun die richtigen Dinge, in tiefer Zentriertheit und ohne Angst, das ist alles.