KAILASA Library/KAPITEL 1 – WECHSELWIRKUNGEN/Frage: Swamiji, ist es so, dass die Angst mehr bei Frauen auftritt?Sign in
KAPITEL 1 – WECHSELWIRKUNGEN

Frage: Swamiji, ist es so, dass die Angst mehr bei Frauen auftritt?

Männer sind hauptsächlich im Muladhara Chakra und Frauen hauptsächlich im Swadhishtana Chakra gefangen. Deswegen sind Männer lustvoller und Frauen ängstlicher. In der Tat wissen dies beide, und nutzen sich daher gegenseitig entsprechend aus!

Der Mann weiß genau, wo er die schwache Seite seiner Frau berühren muss. Er spielt mit ihrer Unsicherheit und Angst und nutzt sie aus. In gleicher Weise weiß die Frau um die Schlüssel beim Manne! Sie spielt ihr Spiel entsprechend und nutzt seine Schwächen aus. Das ist es, was in den Ehen andauernd abläuft.

Während der Hinduhochzeit wird ein Gelübde abgelegt, worin Mann und Frau einander geloben sich darum zu bemühen, ihr Karma aneinander auszuleben – unerfüllte Handlungen und Wünsche – auf sanfte Art, ohne neues Karma in ihrem Leben anzusammeln.

Aber heutzutage sind sich die Menschen dessen nicht einmal mehr bewusst, dass sie solch ein Gelübde abgelegt haben, weil sie nicht mehr selber heiraten; die Priester sind diejenigen die all die Gesänge durchführen und verheiratet werden!

Es ist solch ein schönes Gelübde, das sie ablegen. Wir haben mehr als genug Karma in unseren Leben gesammelt. Das einzige Anliegen für uns sollte daher sein, all dieses Karma zumindest in dieser Geburt aufzubrauchen und Befreiung zu erlangen.

Aber was machen wir stattdessen? Wir nutzen uns gegenseitig aus und spielen ein durchtriebenes und rachsüchtiges Spiel. Wir fügen uns gegenseitig Karma zu und bleiben weiterhin im Kreislauf von Leben und Tod gefangen. Schlimmer noch, wir beschuldigen uns gegenseitig dafür. Wenn du das Drama einer Ehe von außen betrachtest, wirst du verstehen, wie ein jeder Karma für sich selber erzeugt und darin endet, die ganze Welt dafür zu beschuldigen.

Nur wenn du als Außenstehender zuschaust wirst du verstehen, was für ein verrücktes Spiel gespielt wird. Ich sage den Leuten immer, dass es für Schauspieler und Schauspielerinnen so leicht sein könnte, das Leben als ein Spiel zu betrachten, weil sie andauernd neue Rollen annehmen und durchspielen. Sie sind dem am Nächsten, das Leben als ein großes Drama betrachten zu können. Der Rest von uns ist dermaßen in seinen Rollen gefangen, dass sie zu einer festen Realität für uns geworden sind.

Frauen sind ängstlicher, weil sie psychologisch entsprechend gebaut sind. Männer und Frauen sind nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch verschieden.