Stopp!
Eine sehr wirkungsvolle Methode, um dein Gewahrsein in den gegenwärtigen Moment zu bringen.
Dauer unbestimmt
Diese Stopp-Technik wurde sehr viel von George Gurdjieff eingesetzt.
In dem Moment, in dem du den Impuls hast, irgendetwas zu tun, halte inne. Deine Klugheit ist ein weiterer Impuls für dein Überleben. Andauernd denkst du, dass du nur dann überleben kannst, wenn du gewitzt bist und ständig auf der Hut bist. Lasse diese Klugheit jetzt beiseite und sei unschuldig und vertrauensvoll.
Immer wenn du im Begriff bist, einen Impuls zu folgen, ausgelöst durch Hunger, Zorn, Durst oder einen Nießreiz oder wenn du sonst den Drang verspürst, irgendetwas zu tun, halte einfach an. Bewege dich vom Raum des Handelns in den Raum des Seins.
Betrachte dich durch dein Spiegelbild.
Dauer: Zehn Minuten
Stell doch vor einen Spiegel, in dem du dich in voller Größe betrachten kannst. Schau dich genau an! Du bist das Subjekt und dein Bild im Spiegel ist das Objekt deiner Aufmerksamkeit. Fühle, wie deine Energie zum Objekt hin strömt. Du siehst und dein Spiegelbild wird gesehen. Vertausche nun die Rollen, indem du dir vorstellst, dass dein Spiegelbild dich ansieht. Das kann zu Beginn ein eigenartiges Gefühl hervorrufen, da es dir noch nie in den Sinn gekommen ist, dass das Spiegelbild dich beobachten könnte.
Nach kurzer Zeit kannst du eine große Veränderung spüren. Du kannst fühlen, wie die Energie vom Spiegelbild zu dir hin fließt. Du hast nun den Kreislauf geschlossen. Wenn du den Energiekreislauf schließt, sorgst du dafür, dass die Energie nicht vergeudet wird. Sie fließt zu dir zurück. Du konservierst deine eigene Energie für dich selbst.
Praktiziere diese Technik für einige Tage und du wirst eine deutliche Veränderung spüren. Du wirst energetischer sein, mehr zentriert, mehr in Frieden mit dir selbst und anderen.
Du kannst das den ganzen Tag lang üben, auch ohne Spiegelbild. Versuch es mit allen Dingen, denen du im Laufe des Tages deine Aufmerksamkeit schenkst. Wenn du deine Energie irgendwohin gerichtet hast, stell dir vor, dass die Energie zu dir zurückkehrt. Du wirst die Energie fühlen, wie sie zu dir zurückströmt, dich verjüngt und revitalisiert. Du kannst das sogar mit dem Computer versuchen, an dem du den ganzen Tag arbeitest.
Entspannung der Gliedmaßen.
Dauer wenigstens zwei Minuten –wenn möglich länger
Steht dir ein privater Raum zur Verfügung, dann leg dich hin bei dieser Technik. Schieße deine Augen und mache einen tiefen Atemzug. Atme so tief wie möglich ein.
Versuche nun mit angehaltenem Atem deine Gliedmaßen nacheinander anzuspannen. Beginne mit den Füssen, gehe dann weiter zu den
Unterschenkeln und weiter zu den Knien. Danach spannst du deine Gesäßmuskeln an. Während du von einem Körperteil zum nächsten gehst, solltest du versuchen, die Anspannung in allen bereits angespannten Teilen beizubehalten. Als nächstes sind die Hüften dran, dann gehst du zum Bauch weiter. Spanne die Bauchmuskeln so straff wie möglich. Dabei werden die Muskeln in der Leistengegend automatisch mit angespannt.
Widme dich nun Brustkorb und Rücken. Spanne alle Muskeln entlang der Wirbelsäule an. Dann spannst du deine Arme und Hände an. Du beginnst bei den Fingern und bewegst dich hinauf bis zum Bizeps. Weiter geht"s mit den Schulterblättern und dann zu Halsmuskeln, die du besonders intensiv spannen solltest.
Komm nun zu deinem Gesicht. Dein Gesicht hat mehr Muskeln als du glaubst. Kontrahiere die Muskeln in deinem Mund, Nasenflügel, Augen, Augenbrauen, Stirn und Wangen. Drücke deine Augenlider zu.
Presse deine Zähne zusammen. Verwandle dein ganzes Gesicht zu einem harten Ball. Erinnere dich daran, dass auch der Rest des Körpers die Spannung beibehält.
Verbleibe in dem Spannungszustand so lange du kannst. Wenn du den Atem nicht mehr anhalten kannst, stoße die Luft aus und entspanne gleichzeitig den gesamten Körper.
Bleibe für eine Minute in diesem Zustand der mentalen und körperlichen Entspannung. Diese Technik entspannt Körper und Geist und erfrischt dich innerhalb von zwei Minuten. Wenn es die Zeit erlaubt, wiederhole die gesamte Übung drei Mal.
Erkenntnis jenseits der Wahrnehmung Erfahre die Glückseligkeit des Nicht-Denkens
Dauer zehn Minuten
In dem Moment, nach dem du etwas wahrnimmst und über die Wahrnehmung nachdenken kannst, wird es zur Vergangenheit.
Wenn dir zum Beispiel gesagt wird, dass du an etwas denken sollst, das jenseits deiner Gedanken liegt, dann denkst du vielleicht an das gesamte Sonnensystem. Aber in dem Moment, in dem du an das Sonnensystem denkst, hast du bereits einen weiteren Gedanken! Lass den Gedanken beiseite und versuche darüber hinauszugehen. Du denkst nun vielleicht an die gesamte Galaxie, jenseits des Sonnensystems. Wenn du an die Galaxie denkst, lass auch diesen Gedanken fallen! Gehe über die Galaxie hinaus. Wenn du ständig deinen Verstand ausdehnst, indem du über den bestehenden Gedanken hinausgehst, befindest du dich im gegenwärtigen Moment.