Part 4: Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)
Eine kleine Geschichte: Ein Jäger betrat eine Tierhandlung mit der Absicht, einen für die Entenjagd dressierten Jagdhund zu kaufen. Zu seinem Erstaunen fand er einen Hund, der über Wasser laufen konnte. Ohne zu zögern kaufte er ihn und nahm ihn mit nach Hause.
Mit einem Freund ging er gleich am nächsten Tag auf die Jagd. Als eine Schar Enten über einen Fluss flog, zielte er auf eine Ente, drückte ab und war gespannt, was passierte. Der Hund lief über das Wasser und brachte die Ente zurück. Aus den Augenwinkeln beobachtete er seinen Freund und war gespannt auf dessen Reaktion, aber dieser blieb still.
Schließlich fragte er ihn: "Siehst du etwas Außergewöhnliches an diesem Hund?"
Der Freund antwortete: "Ja, schon, ich sehe, dass dein Hund nicht schwimmen kann."
Vor unseren Augen geschehen dauernd Wunder. Wir aber übersehen sie andauernd! Nur weil wir sie übersehen, erscheint das Leben selbst manchmal langweilig. Wenn wir sie wahrzunehmen beginnen, wird unser gesamtes Leben zu einem Wunder. In Wahrheit geschehen zu viele Wunder in unserem Leben.
Nimm die Existenz, so wie sie ist, und feiere sie in all ihren Facetten und mit all ihren Widersprüchlichkeiten. Urteile nicht. Du beurteilst andauernd alles, was geschieht. Etwas ist richtig und etwas ist falsch. Etwas sollte auf diese Art geschehen und etwas sollte nicht so geschehen.
Werde dir bewusst, dass alles, was in der Existenz passiert, wünschenswert ist. Es gibt auf der Welt eigentlich nur zwei Arten von Menschen. Die erste Art fühlt, dass alles, was auf der Welt geschieht, wünschenswert ist. Die zweite Art von Menschen meint, dass alles, was geschieht, gegen ihren Willen geschieht und immer wieder ein wenig abgeändert werden muss. Diese Menschen urteilen und kritisieren und versuchen die Dinge ihren Ideen entsprechend zu modifizieren und weiterzuentwickeln. Diese Menschen leiden ununterbrochen bei ihren Versuchen, Situationen und Dinge zu verändern.
Verstehe: Alles, was geschieht, enthält eine Botschaft für uns, auch Krankheit und Tod. Alles was geschieht, hat uns etwas zu lehren. Jedes Ereignis erhöht unsere Intelligenz, erhöht unsere Bewusstseinsfrequenz.
Du musst eine wichtige Sache verstehen: Zwischen dir und einem erleuchteten Menschen besteht kein qualitativer oder quantitativer Unterschied, außer dass jener in der inneren und äußeren Welt vollkommen zufrieden ist, während du andauernd das Gefühl hast, dass irgendetwas fehlt. So wie die Existenz ihn da haben will, so will sie auch dich da haben. Du bist kein zufälliges Ereignis hier, du bist ein gewolltes Ereignis. Dies ist die schlichte und einfache Wahrheit. Denke nicht, dass das etwas mit positivem Denken zu tun hat. Nein, das ist die reine Wahrheit. Wenn du dieser Wahrheit vertraust, wirst du automatisch positiv werden, das ist alles.
Verstehe, dass du eine Erfüllung für die Existenz darstellst. Wenn du nicht da bist, wird dich die Existenz vermissen. All dein Reichtum und deine Beziehungen sind kein Zufall. Die Existenz will, dass du das alles besitzt. Verstehe, sie will durch dich leben, sie will sich durch dich entfalten.
Eine kleine Geschichte: In einem abgelegenen Gebiet gab es ein von Kornfeldern umgebenes Dorf. Die nächste Stadt war weit entfernt und so war es sehr ruhig.
Eines Morgens sahen die Dorfbewohner unter einem Banyanbaum einen Weisen sitzen, den sie nie zuvor gesehen hatten. Sie fragten ihn, woher er käme und er antwortete: "Ich bin gekommen, um einige Tage mit euch allen, die ich als meine Brüder betrachte, zu verbringen."
Die Dorfbewohner freuten sich und bauten eine kleine Hütte für ihn. Bald begann der Weise Krankheiten zu heilen und viele Probleme der Menschen zu lösen.
Eines Tages starben in der Umgebung des Dorfes fast alle Vögel an einer Seuche. Die Bewohner berichteten es dem Weisen. Dieser antwortete: "Es ist traurig, dass ihr so viele Vögel verloren habt. Wenn ihr aber Vertrauen in die Existenz habt und betet, kann sich der Verlust als Ursache eines Gewinns erweisen."
Die Dorfbewohner teilten zwar seine Meinung nicht ganz, aber da sie ihn respektierten, verließen sie ihn beruhigt.
In der folgenden Woche liefen plötzlich alle Hunde weg. Die Dorfbewohner waren erneut besorgt, da die Hunde das Dorf vor Räubern beschützten. Sie gingen zum Weisen und meldeten den Vorfall. Dieser aber wiederholte nur seinen Standpunkt: "Habt Vertrauen in die Existenz und der Verlust kann sich in einen Gewinn verwandeln."
Einige Tage später geschah etwas sehr Seltsames. In jener Zeit gab es keine Zündholzer. Man rieb Steine aneinander um Feuer zu erzeugen oder man hielt das Feuer ständig am Leben. Eines Tages erloschen alle Feuer in den Haushalten. Die Menschen versuchten Feuer zu erzeugen, indem sie zwei Steine aneinander rieben aber nichts passierte. Sie waren sehr verunsichert.
Sie begaben sich wiederum zum Weisen und berichteten, was geschehen war. Der Weise sagte ihnen: "Es sieht so aus, als ob ein sehr seltsames Ereignis auf uns zukommt."
Die Bewohner begannen an dem Weisen zu zweifeln. Sie fragten sich, ob der Weise tatsächlich so souverän war und dementsprechend qualifiziert, ihnen solche Dinge zu erzählen. Einige wollten ins Nachbardorf gehen, um dort Feuer zu holen, aber der Weise stoppte sie und riet ihnen davon ab.
Trotzdem machten sich am nächsten Morgen einige der Dorfbewohner auf, um ins nächste Dorf zu gehen. Auf ihrem Weg dorthin sahen sie plötzlich eine Staubwolke in der Ferne. Zuerst dachten sie, dass es sich um einen Sandsturm handelt, aber bald wurde ihnen klar, dass der Staub von den Pferden eines großen Heeres aufgewirbelt wurde. Die Soldaten waren im Begriff, die Stadt und die umliegenden Ortschaften zu plündern. Die Bewohner versteckten sich hinter Bäumen und beobachteten die Ereignisse. Die Truppen stoppten vor ihrem Dorf und ein Soldat schrie: "Lasst uns auch dieses Dorf plündern."
Ein anderer sagte: " Das wird keinen großen Sinn haben. Man hört keinen Vogel zwitschern, obwohl es frühmorgens ist, kein Hund bellt, kein Rauch steigt aus den Kaminen. Es sieht so aus, als ob nicht eine Menschenseele dort leben würde."