KAILASA Library/Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)/Du kannst dich aus dem Gedankenlabyrinth befreienSign in
Living Enlightenment (Gospel of THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM)

Du kannst dich aus dem Gedankenlabyrinth befreien

Bisher haben wir uns mit den grundlegenden Gefühlen beschäftigt, von denen wir gesteuert werden. Werden diese Gefühle negativ ausgedrückt, zerstören wir die Energie in uns und verhindern, dass wir Energie von außen erhalten. Wenn du die am Ende jedes Kapitels beschriebenen Techniken probiert hast, dann hast du vielleicht erkannt, wie du diese negativen Energien überwinden und dich davon befreien kannst.

Wir wollen nun weitere Themen behandeln, deren Verständnis unser Leben transformieren kann. Wir beginnen mit etwas ganz Einfachem, etwas, von dem wir immer glauben, dass wir es verstanden haben. Wir wollen untersuchen, wie unser Denkapparat wirklich funktioniert.

Das Zehn-Minuten Experiment

Nimm dir zehn Minuten Zeit und führe ein einfaches Experiment durch.

Schließe dich allein in ein Zimmer ein, nimm dir etwas zum Schreiben und notiere jeden Gedanken, der dir durch den Kopf geht. Stell dir vor, dass dein Kopf an einen Gedanken lesenden Computer angeschlossen ist, der jeden Gedanken exakt aufzeichnet. Verändere oder unterdrücke keinen Gedanken. Das Experiment ist nur für dich bestimmt und außer dir wird niemand lesen, was du geschrieben hast.

Nach zehn Minuten lies alles, was du aufgeschrieben hast. Danach solltest du erkennen können, dass der Entstehung und Formung deiner Gedanken überhaupt keine Logik zugrunde liegt.

Du siehst zum Beispiel einen Hund auf der Straße und schon taucht in dir das Bild des Hundes auf, mit dem du als Kind gespielt hast oder vor dem du dich als Kind gefürchtet hast. Der nächste Gedanke könnte irgendein Ereignis deiner Kindheit betreffen. Dann taucht vielleicht ein Gedanke über einen deiner Lehrer auf, oder über das Klassenzimmer, in dem du als Kind gesessen bist. Der nächste Gedanke betrifft vielleicht das Haus, in dem dein Lehrer wohnte.

Es gibt keine logische Verknüpfung zwischen dem Hund auf der Straße und deinem Lehrer. Aber binnen weniger Sekunden springst du vom Hund zum Lehrer deiner Kindheit. Anhand deiner Aufzeichnungen kannst du sehen, dass sich deine Gedanken ziellos weiterbewegen, von einem Objekt zum anderen springend. Man kann diesen

Vorgang nicht einmal als "Denken" bezeichnen. Es sind lediglich Assoziationen. Du assoziierest den Hund mit deiner Kindheit, die Kindheit mit deinem Lehrer und so weiter.

Es ist erstaunlich, was dieses Experiment, auch wenn du es nur ein einziges Mal durchführst, in dir bewirken kann. Es kann die Art und Weise, wie du über dich selbst denkst und wie du mit dir selbst und anderen umgehst, total verändern. Dein gesamtes Leben kann transformiert werden.

Wir wollen nun Antworten auf folgende Fragen finden:

Wie arbeitet unser Verstand?

Wie erschaffen wir Gedanken und wie geben wir ihnen Bedeutung?

Wie erfahren wir das Leben?