Energiebelebung
Die Energie der Existenz oder Shakti Dharana nutzen.
Diese Technik ist dem Tantra Shastra (Kularnava Tantra) entnommen. Es ist eine wundervolle Technik, um mit der existenziellen Energie in Kontakt zu kommen.
Diese Meditation praktiziert man am besten vor dem Einschlafen. Falls sie morgens durchgeführt wird, sollte man nach der Meditation eine viertelstündige Pause einlegen, da man sich nach der Meditation noch etwas ekstatisch und berauscht fühlt. Diese Meditation führt zur Verschmelzung mit der Energie der Existenz. Die Bedeutung der Shakti Dharana Meditation liegt darin, dass sie dich an die Schwelle von Turiya führen kann, dem Zustand des totalen Gewahrseins ohne Gedanken.
Anleitung:
Knie dich nieder ohne auf den Fersen zu sitzen und finde ein bequemes Gleichgewicht. Schließe die Augen und hebe beide Arme über den Kopf. Die Handflächen zeigen gen Himmel und auch das Gesicht zeigt leicht nach oben.
Verharre in dieser Position und fühle, wie die existentielle Energie durch dich hindurchfließt. Stell dir bildlich vor, wie du vom Licht der Existenz durchflossen wirst. Visualisiere zu Beginn das strahlende Gesicht eines erleuchteten Meisters. So wie sich ein Geizhals auf dem Höhepunkt seiner Energie befindet, wenn er sein Geld zählt, und ein Liebhaber sich auf dem Höhepunkt seiner Energie befindet, wenn er mit seiner Geliebten zusammen ist, so befindet sich auch ein Meister auf den Höhepunkt seiner Energie, wenn er lächelt. Das ist der Grund, warum ich euch sage, dass ihr euch
an sein strahlendes Gesicht erinnern sollt und dieser Energie erlauben sollt, durch euch hindurchzufließen. Außerdem ist es besser an einen Meister zu denken, als den sonst unweigerlich auftauchenden Gedanken nachzuhängen!
Fließt die existenzielle Energie durch deine Arme, fühlst du dort ein Kribbeln. Du fühlst eine sanfte Vibration, ein leichtes Zittern in dir. Es ist so, als ob ein totes Blatt im Wind flattert. Lass das Zittern einfach geschehen, ja hilf dem Zittern noch etwas nach. Lass deinen gesamten Körper unter dem Einfluss dieser Energie vibrieren. Hilf ihr, dass sie dich durchfließen kann. Dabei kann in dir das Gefühl entstehen, als ob sich die Erde unter dir und der Himmel über dir vereinigen. Als ob männliche und weibliche Energien verschmelzen. Es kann auch passieren, dass du das Gefühl hast, zu schweben oder dich aufzulösen. Erlaube jedes Gefühl, lass dich einfach fallen. Es gibt kein Ich mehr. Du hast dich in der Existenz aufgelöst.
Nach zwei oder drei Minuten, wenn du das Gefühl hast, dass dein Sein vollständig mit der Energie der Existenz gefüllt ist, beuge dich nach vorne und ruhe auf deinen Unterarmen, küsse oder berühre mit der Stirn die Erde. Du wirst zu einem Medium für die göttliche Energie, die du angezogen hast, um mit der Energie der Erde eins zu werden. Erlaube der ganzen Energie in Mutter Erde hineinzufließen. Du kannst dir die Füße des Meisters vergegenwärtigen, während du in dieser Position verharrst. Es hilft dir, eine Stimmung der Hingabe zu Mutter Erde zu erzeugen, während du ihr deine Energie anbietest.
Nun kehre in die knieende Stellung zurück und wiederhole diese Bewegungen sechs Mal. Du machst also die eben beschriebene Übung insgesamt sieben Mal.
Diese Meditation sorgt für eine verbesserte Energiezirkulation im Körper. Auch alle Rückenprobleme verschwinden, da die Energie direkt in das Muladhara Chakra geleitet wird, einem Energiezentrum, das sich an der Wirbelsäulenbasis befindet.
Nach Beendigung der Meditation legst du dich am besten gleich zum Schlafen nieder. Der Schlaf, der auf diese Meditation folgt, wird tief und ohne Träume sein. Am nächsten Morgen wirst du frisch und energiegeladen aufwachen.
Das ist eine sehr kraftvolle Technik. Wird sie regelmäßig praktiziert, erhält dein Leben eine neue Bedeutung und die Wahrheit kann sich in dir ausbreiten. Es entsteht eine schöne und lebendige Verbindung zwischen dir und der Existenz. Du wirst viel Freude erfahren und jeder Tag wird zu einem Fest!
Mantrasingen
Rezitation des Glücksmantras oder Purashcharanam
Mantras werden in der Sprache der Veden, dem Sanskrit rezitiert oder gesungen. Die Schönheit des Sanskrits liegt darin, dass mit seinen 51
Silben alle möglichen Laute beschrieben werden können. Die phonetischen Laute transportieren zusammen mit der Bedeutung der Wörter auch eine Vibration. Auch wenn man die Bedeutung der Mantras nicht versteht, entfalten die Vibrationen ihre Wirkung im Inneren des Menschen.
Im Osten werden Mantras für die Initiation verwendet. Der Meister rezitiert ein Mantra und das Mantra selbst bewirkt das Erwachen des Schülers. Die Vibrationen strömen direkt in sein Sein und beginnen dort zu arbeiten.
Das Guru Mantra lautet:
Om hreem Nithyanandaya namaha
In der hinduistischen Gedankenwelt beinhaltet jede einfache Handlung eine Vielzahl von Verständnisebenen. Das Verständnis entspricht der Ebene des Gewahrseins im Individuum. Das Wort "Om" hat viele Bedeutungen auf unterschiedlichen Ebenen.
Om ist der elementare Laut. Die gesamte Schöpfung soll aus diesem Laut hervorgegangen sein. Er setzt sich aus drei Bestandteilen, nämlich A, U und M zusammen.
A steht für Brahma, dem Gott, der das Universum erschaffen hat. U steht für Vishnu, dem Gott, der für die Erhaltung des Universums zuständig ist. Und M steht für Shiva, der Gott, der zerstört, damit Raum für Neues geschaffen wird. Im zusammengesetzten Laut OM ist deshalb die Manifestation des gesamten Universums enthalten.
Auf einer tieferen Ebene repräsentieren die Götter die Energien der Schöpfung, der Erhaltung und der Erneuerung auf der zellulären Ebene in unserem persönlichen Universum, dem Körper-Verstand-Mechanismus.
Die Vibration von Om gibt uns beim Mantrasingen großes Vertrauen in die Mutter Erde. Es heilt Wut, Verlangen und psychosomatische Krankheiten. Es erfüllt uns mit der Grenzenlosigkeit der allumfassenden Mutter Erde. Es befreit den Geist von negativem Denken. Es setzt enorme Energien frei und verjüngt das Gehirn. Es bringt inneren Frieden und große Konzentrationsstärke. Es ist ein Mittel, um den Verstand zu beruhigen und in das Selbst einzutreten.
Hreem ist das Bija Mantra von Devi, dem heiligen weiblichen Prinzip.
Die alten Hindu Weisen praktizierten das Chanten dieser ursprünglichen Worte und machten tiefe Erfahrungen auf der Ebene des Verstandes, des Körpers und der Seele. Sie bewahrten die Wissenschaft und die Methode dieser Praxis für die gesamte Menschheit, damit sie selbst diese Erfahrungen machen kann. Mantren aus den vedischen Zeiten sind die Berichte der Experimente dieser Weisen, die durch die Liebe zur höchsten Erfahrung dazu bewegt wurden, ihr Wissen mit der Menschheit zu teilen.
Die Wiedergabe von Om und Hreem zusammen erwecken die männlichen und weiblichen Energien in uns.
THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM wird gesungen, um den Namen des Meisters als Ausdruck der tiefsten Weisheit zu beschwören. Es ist ein Purna Mula Mantra (das vollkommene Mantra der Quelle). Es ist der direkte Weg zur Shakti-Energie - Erfolg in der materiellen Welt - und zur Shiva-Energie - Erfolg in der kosmischen Welt -, der der Erleuchtung entspricht.
Das Wort THE SUPREME PONTIFF OF HINDUISM BHAGAWAN SRI NITHYANANDA PARAMASHIVAM bedeutet auch ewige Glückseligkeit. Indem wir es singen, geben wir unserem Sein und dem Universum klar zu verstehen, was unsere Absicht und unser letzter Wunsch ist – ewiges Glück und Erleuchtung.
Namaha bedeutet ich bin nicht. Wir opfern unser Ego der Existenz oder dem Meister, der eine reine Form der Existenz ist. Das Wort Namaha stärkt die Bereitschaft der Hingabe und bewirkt in uns Demut und Ehrerbietung.
Anleitung
Singe das Guru Mantra 54mal jeden Tag für elf Tage oder immer wieder zwischendurch, wenn du dich daran erinnerst. Du kannst entweder laut singen oder leise für dich. Das Tempo ist von Person zu Person verschieden.
Das Mantra hat die Eigenschaft den inneren Raum zu energetisieren und verhindert das Aufsteigen ungewollter Gedanken. Gedanken entstehen als stille Worte in der Nabelregion, dem Manipuraka Chakra, dem Energiezentrum in der Nabelregion. Wenn du das Guru Mantra singst oder rezitierst, wird das Manipuraka-Chakra komplett gereinigt. Dies führt automatisch dazu, dass du dich von allen Sorgen, negativen Gedanken und Emotionen reinigst.
Das Guru Mantra reinigt die Energie, die für das Sprechen verantwortlich ist, die sogenannte Vak Energie. Sie bewirkt in uns ein ständiges Sprudeln von Energie, intensive Erregung und Enthusiasmus für das Leben.
Die Vibration dieses Mantras kann die Vibration und Frequenz unseres Seins verändern. Wichtig ist, dass das Mantra im Zentrum unseres Gewahrseins bleibt. Bringst du dein Gewahrsein ständig auf das Mantra zurück, dann näherst du dich deinem inneren Bewusstsein. Es ist, als ob in einem Wassertank blauer Puder liegt. Die darin aufsteigenden Blasen werden dann auch blau sein. Ebenso wird dein gesamter Denkprozess gereinigt werden, wenn du das Mantra im Zentrum deines Bewusstseins behältst.
Mit der Zeit bedarf es keiner Anstrengung deinerseits mehr. Das Mantra geschieht von selbst. Du fällst auf natürliche Weise in einen meditativen Zustand.
Wird das Mantra mit einer bestimmten Bejahung rezitiert, wird es zu einem intensiven Gebet. Medizinische Forschungen haben bewiesen, dass das Gebet bemerkenswerte Effekte auf Körper, Verstand und Seele hat.
Führende Universitäten haben herausgefunden, dass regelmäßiges Beten positive Effekte hat. Im Internet gibt es über die positiven Effekte des Gebetes ausführliche Dokumentationen.
IV. Der Meister – die lebendige Erleuchtung