Schuld und Glück
Warum können wir uns nicht an der natürlichen Freude und dem Glück des Kindes erfreuen und es darin bestärken? Wenn man es genauer betrachtet, kann man erkennen, dass das Glück selbst mit Schuldgefühlen verbunden ist. Ein kleines Kind weiß nichts von Schuld - es ist einfach wild und natürlich. Darin liegt der Grund, warum es so faszinierend ist, einem kleinen Kind zuzuschauen. Es ist total in allem, was es tut. Es hat noch keine Maske von der Zivilisation erhalten. Es ist noch wild, darum ist es so voller Energie. Es sprüht vor Freude und Neugier. Es vibriert förmlich von der in ihm überquellenden Energie.
Das Kind möchte sich an allem erfreuen, aber die Eltern sind voll mit Konditionierungen der Gesellschaft - Schuld, Ernst, Heuchelei. Das Kind möchte schreien, springen und tanzen - das ist seine natürliche Art sich auszudrücken. Aber die Erwachsenen bremsen es: "Schrei nicht so! Das sind schlechte Manieren. Du solltest brav sein. Du solltest dich gut betragen, wie wir es tun." Nach und nach wird die Vorstellung selbst, frei und glücklich zu sein, mit Schuldgefühlen assoziiert.
Schuld verursacht von der Gesellschaft
Im Alter von sieben bis vierzehn Jahren verursacht die Gesellschaft Schuldgefühle durch ihre Regeln. Auf Angst basierende Schuldgefühle werden von gesellschaftlichen Normen verursacht.
Bis zum vierzehnten Lebensjahr verursachen die Familie und die Gesellschaft Schuldgefühle in dir. Eine wichtige Schuld ist dabei die Schuld in Bezug auf die Sexualität. Eltern und die Familie bringen das Thema Sex selten zur Sprache. Aufgrund von hormonellen
Veränderungen fühlt sich dein Körper völlig neu an. Viele Fragen tauchen auf und Klarheit ist nötig, aber niemand ist darauf vorbereitet, sie dir zu geben.
Und um deine Konfusion und deine Wünsche noch zu mehren, bombardieren dich die allgegenwärtigen Medien mit Fantasien in dieser verletzlichen Zeit der Veränderung.
Dazu kommt, dass die Gesellschaft dir das Gefühl gibt, dass du für dich alleine nicht gut genug bist. Sie erzeugt Schuldgefühle für das, was du bist und was du tust. Wenn sie dich einmal überzeugt hat, dass du ein Sünder bist, hast du dich in ihr Netz verfangen. Dann kannst du dich am Leben nicht mehr erfreuen und es genießen.
Wenn es nach mir geht, ist Schuld die größte Sünde. Für andere Sünden büßt man erst nach dem Tode. Schuld aber bestraft dich noch während du lebst.
Der tibetanische Dichter und Heilige Milarepa sang: " Meine Religion besteht darin, ohne Reue zu leben und zu sterben".
Nur die Gesellschaft bestimmt, ob du ein Sünder oder ein Heiliger bist. Solange dich die Gesellschaft zu einem Heiligen macht, bist du ein Heiliger. Sobald sie dich als Sünder abstempelt, bist du ein Sünder. Falls du in der Gesellschaft jemanden umbringst, nennt man dich einen Mörder und du wirst bestraft. Wenn du aber jemanden auf dem Schlachtfeld tötest, nennt man dich einen Helden und du erhältst eine Auszeichnung. Es gibt keinen absoluten Maßstab, um zu entscheiden, was richtig oder falsch ist. Die Gesellschaft benutzt ihre eigene Logik als Maßstab.
Himmel und Hölle
Die Idee von Himmel und Hölle ist eine unscheinbare und listige Art, Schuldgefühle zu erzeugen. Deine Angst und Begierde wird von den Leuten dazu benutzt, das Konzept von Himmel und Hölle in dir zu verankern. Sie erzeugen in dir die Begierde nach dem Himmel und die Angst vor der Hölle. Sie sagen: Wenn du diese Sorte von Dingen tust, kommst du in den Himmel. Wenn du es anders machst, wirst du mit der Hölle bestraft. Wenn dir Regeln gegeben werden, die auf Angst und Begierde basieren, wirst du automatisch tiefe Schuld in dir erzeugen.
Eine kleine Geschichte: Ein General fragte einmal einen Zen Meister: "Meister, was hat es mit Himmel und Hölle auf sich?"
Der Meister antwortete: "Wie verdienst du deinen Lebensunterhalt?"
Der General antwortete: "Ich bin ein General."
Der Meister sagte lachend: "Was für ein Idiot verlangte von dir, dass du General wirst? Du schaust eher aus wie ein Metzger."
Der General wurde rot vor Zorn, zog in Rage sein Schwert und schrie: "Ich haue dich in Stücke."
Der Meister hob nur seine Hand und sagte: "Das ist das Tor zur Hölle."
Der General wurde sich seines Wahnes bewusst, verbeugte sich tief vor dem Meister und bat um Vergebung.
Der Meister fuhr fort: "Das ist das Tor zum Himmel."
Sei dir im Klaren, Himmel und Hölle sind keine geographischen Orte. Es sind psychologische Zustände. Für einen kurzen Moment kannst du im Himmel sein und einen Moment später in der Hölle. Die Tore von Himmel und Hölle öffnen und schließen sich im dauernden Wechselspiel.
Von dir erzeugte Schuld
Bis zum einundzwanzigsten Lebensjahr entstehen durch den Einfluss von Familie und Gesellschaft Schuldgefühle in dir. Indem du unbewusst Normen und Regeln der Gesellschaft übernimmst, beginnst du Schuldgefühle zu haben, ohne den Grund dafür zu kennen. Schuld wird zu einem Dauergast in deinem Wesen.
Die von der Gesellschaft und der Familie verursachte Schuld ist eine aufgedrängte Schuld. Sie ist wie eine Krone, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Die dritte Art von Schuld ist am schlimmsten – die Schuld, die du selbst erzeugst. Wenn du Schuldgefühle basierend auf Angst und Begierde verinnerlichst, erzeugst du neue Schuldgefühle für dich selbst.
In dem Moment, in dem du dich schuldig fühlst, kannst du ausgebeutet werden. Denn wenn du mit dir selbst kämpfst, ist es leichter, dich auszubeuten.
Wenn du dein Leben genau beobachtest, kannst du sehen, wie du jeden Moment einen Vorwand suchst, um mit dir selbst zu kämpfen, um mit dir selbst unzufrieden zu sein. Du kannst nicht ohne irgendeinen Konflikt sein, du willst Elend für dich erzeugen, denn es wurde dir beigebracht, glücklich zu sein ist eine Sünde.
Der Stein der Schuld im Fluss deines Denkens - die Blockade im Strom deiner Intelligenz.
Du bist eigentlich so veranlagt, dass du dich wie ein frei fließender Fluss bewegst. Schuld ähnelt den Steinen, die sich dem Lauf des Wassers entgegenstellen. Die Gesellschaft hat auf eine subtile Weise Glück als eine Sünde gebrandmarkt. Das ist das Problem. Das ist der Grund, warum du ein verborgenes Gefühl von Schuld in dir entdecken kannst, wenn dein Leben reibungslos und glücklich verläuft. Dir wurde von der Gesellschaft beigebracht, dass glücklich zu sein und das Leben zu genießen auf irgendeine Art unverantwortlich ist und deshalb fühlst du dich schuldig.
Wenn du aber traurig und depressiv bist, fühlst du dich dann auch schuldig? Nein!
Du wurdest mit den Gedanken aufgezogen, dass das Leben eine Kette von Leiden und Geduldsübungen ist, unterbrochen von einigen, da und dort eingestreuten glücklichen Momenten. Das ist auch der Grund, warum es die Leute nicht ertragen können, wenn du andauernd lachst und glücklich bist. Sie versuchen ihr Bestes, dich wieder zur sogenannten Realität zurückzubringen – indem sie Schuldgefühle in dir einpflanzen. Du hast zum Beispiel Spaß am Strand, du tanzt oder bist einfach total entspannt. Plötzlich bekommst du ein schlechtes Gewissen und du denkst an die liegengebliebene Arbeit und an die Verantwortung, der du gerecht werden sollst.
Schuld hat keine reale Basis, aber sie kann dein ganzes Leben zerstören. Wenn du ohne Schuldgefühle leben kannst, kannst du jeden Moment ohne Reue genießen und doch all deine Verantwortungen erfüllen. Das Problem ist, dass es in deinem Inneren eine Vielzahl von Stimmen gibt, die nicht dir gehören. Es ist ein Gemisch, bestehend aus den Stimmen deiner Mutter, deines Vaters, deiner Lehrer, deiner Nachbarn und wer weiß von wem sonst noch! Wenn nur eine Stimme in dir wäre, würdest du keine Probleme haben. Dein Inneres würde wie ein Fluss dahinfließen. Aber da sind so viele Stimmen, die dir so viele Dinge sagen und die dir Steine in Form von Schuldgefühlen in den Weg legen.
Solange du wie ein Fluss fließt, wirst du eine außerordentliche Intelligenz in deinem Leben zum Ausdruck bringen. Du wirst mit einer in jedem Moment überfließenden Energie leben. In dem Moment, in dem du den Schuldgefühlen erlaubst, in dir Fuß zu fassen, wird dein freies Fließen gestoppt und du erzeugst Energieklumpen in dir.
Zieh dich am eigenen Schopf aus dem Schlamassel
Nachdem du dir bewusst geworden bist, wie du von Schuldgefühlen beherrscht wirst, kannst du beginnen zu üben, aus ihnen herauszukommen. Wenn du etwas Neues lernst, ist es ganz natürlich, dass du zu Beginn einige Male scheiterst. Es ist ganz
normal, dass du beim Versuch, ohne Schuld zu leben, einige Male in die alten, von Angst und Begierde geprägten Verhaltensmuster zurückfällst. Plötzlich erinnerst du dich aber: "Oh, ich arbeite aus Angst heraus. Ich arbeite aus Begierde heraus." Dann wirst du wieder frisch anfangen.
Eine kleine Geschichte: Ein Mönch einer bedeutenden religiösen Organisation wurde zu einem Volksstamm in eine entlegene Gegend geschickt, um dort zu wirken. Nach einiger Zeit erhielten die Leute im Hauptquartier der Organisation eine Reihe von Beschwerdebriefen wegen des Mönchs.
Nachdem der Präsident die Briefe durchgelesen hatte, meinte er: "Wir haben den richtigen Mann dort hingeschickt."
Die Sekretärin entgegnete: "Ich verstehe das nicht, wir bekommen Protestbriefe wegen ihm und sie sagen, er sei der richtige Mann."
Der Präsident antwortete: "Wenn wir Beschwerden erhalten, bedeutet das nur, dass er angefangen hat zu arbeiten, dass sich etwas bewegt!"
Wenn man etwas Neues beginnt, gibt es drei Phasen: Zuerst gibt es Widerstand. Dann folgt Gleichgültigkeit, die Leute sind weder dafür, noch dagegen. Schließlich folgt Akzeptanz.
Ähnlich verhält es sich, wenn du in deinem System etwas änderst. Du beginnst zu wachsen, aber diese drei Phasen wird es geben. Die erste Phase ist die des Widerstandes. Du fühlst, dass die neue Praxis eine schwer zu vollziehende Veränderung in deinem System ist. Aufgrund dessen wirst du Gelegenheiten meiden, in denen du diese Veränderung üben solltest. Wieder und wieder wirst du in dein altes Verhalten zurückfallen. Dein System wird sich widersetzen, es wird alle Arten von Komplikationen verursachen, alle möglichen Argumente bringen. Wenn du dem Widerstand erlaubst zu wachsen, entwickelst du dich zu deinem größten Feind.
Krishna sagt in der Bhagavad Gita: "Erhebe dich selbst aus dir selbst. Schaffst du das nicht, bist du dein größter Feind." Es liegt an dir, dir selbst wie dein bester Freund zu helfen oder dir zu schaden als dein schlimmster Feind.*
Sei dir im Klaren: "Niemand kann dich verletzten, wenn du es nicht erlaubst. Niemand kann dir helfen, wenn du es nicht erlaubst."
Wenn du die Übung vergessen hast, erinnere dich daran und erhebe dich wieder und wieder. Falle nicht in Depressionen, habe keine Schuldgefühle. Denke nicht, dass du es nicht schaffst. Als Buddha im Begriff war, seinen Körper zu verlassen und nach seiner letzten Botschaft gefragt wurde, sagte er: "Atma deepo bhava - sei ein Licht für dich selbst, lass dich von dir selbst führen."
Bhagavad Gita: – historische hindu Schrift, die von Krishna verfasst wurde und als die Essenz der Upanischaden gilt.
Der Weg hinaus – Schau nach innen
Sich schuldig zu fühlen bedeutet in Sünde zu sein. Es ist in der Tat die einzige Sünde, die es gibt. Die Hölle, von der wir reden, befindet sich nicht irgendwo, zeitlich oder räumlich getrennt von uns. Sie befindet sich in uns, wenn wir uns schuldig fühlen und nichts unternehmen, um unsere mentale Einstellung zu ändern.
Du musst ganz klar verstehen: All deine Schuldgefühle, all dein Schmerz, alles ist reine Imagination, innerhalb deines Kopfes erzeugt. Der Fehler, den du vor zehn Jahren gemacht hast, der Fehler, den du vor sieben Jahren gemacht hast und der Fehler, den du vor drei Jahren gemacht hast, sind alles Vorfälle, die für sich allein und in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Wenn du sie aber verbindest und über sie nachdenkst, erzeugst du Schuldgefühle und du fühlst dich als notorischer Sünder. Das ist die eine Betrachtungsweise.
Es gibt aber noch eine andere: Wenn du einen Fehler begehst, analysiere auf objektive Weise, warum du ihn begangen hast und wie du ihn begangen hast. Beobachte, wie und warum er wiederholt wird. Untersuche auf wissenschaftliche Art den Mechanismus des sich Schuldig-Fühlens. Nur diese Bewusstheit wird eine neue Tür öffnen und du wirst denselben Fehler nicht mehr wiederholen. Denn er wird verschwinden, wenn du ihn genau analysierst und seine Ursache gefunden hast. Eine Sache vollständig zu kennen, bedeutet davon vollständig frei zu sein.
Moral und Integrität
Bitte verstehe, dass Moral in Integrität gegründet sein sollte und nicht in Schuldgefühlen.
Was verstehe ich unter Integrität? Integrität heißt im gegenwärtigen Moment zu leben und nur eine Persönlichkeit zu sein, nicht viele widerstreitende Persönlichkeiten. Es bedeutet, die Realität ohne das Spiel des Verstandes zu sehen. Wenn sich der Verstand einschleicht, schleicht sich auch die Dualität ein. Nur indem du intensiv des gegenwärtigen Moments gewahr bist, kannst du eine Integrität erreichen, in der es nur eine Persönlichkeit in dir gibt, in der nicht zwei, drei oder viele Persönlichkeiten in dir kämpfen. Wenn dein Verstand zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her flattert, wird deine Persönlichkeit gespalten und Integrität kann sich nicht durchsetzen. Wenn der Verstand auf die Gegenwart gerichtet ist, bist du mit dir selbst einig und integer.
Eine kleine Geschichte: Eines Tages kniete ein Priester in der Kirche nieder und begann laut zu weinen: "Ich bin ein Sünder, bitte habe Erbarmen mit mir, oh Gott." Ein Mann, der in der Nähe still betete, wurde dadurch inspiriert, so dass er sich neben den Priester kniete und auch laut zu weinen und zu beten begann. Da kam noch ein Mann, der sich auch daneben niederkniete und es den anderen nachmachte. Da schubste der Priester den ersten Mann und sagte: "Sieh, wer da von sich glaubt, dass er ein Sünder ist!"
All unsere Demut und unsere Moralität ist mehr oder weniger nur eine Inszenierung den anderen und uns selbst gegenüber. Wir machen uns was vor, weil wir nicht solide in uns selbst integriert sind. Wir selbst wissen nicht, welche Persönlichkeit in uns authentisch ist und die Folge ist, dass wir in solche Spielchen verwickelt werden. Wenn wir integriert sind, sind wir authentisch in all unseren Handlungen und automatisch sind wir dann auch moralisch.
Sei bewusst und du liegst spontan richtig!
Bitte verstehe, du wirst nie Fehler begehen, wenn du in den Momenten, in denen du sie begehst, voll bewusst bist. Wenn du bewusst bist, bist du eine solide Persönlichkeit und zugleich moralisch. Wenn du von dieser Bewusstheit abweichst, wirst du zu einer Vielzahl von Persönlichkeiten und dazu noch unmoralisch. Moral hat etwas mit Bewusstheit zu tun, nicht mit gesellschaftlichen Regeln. Bewusstheit ist der einzige Weg um natürlich moralisch zu sein. Volle Bewusstheit ermöglicht dir, in jeder Situation spontan die richtige Entscheidung zu treffen. Moral kann dazu führen, dass du die falsche Entscheidung in der richtigen Situation triffst, da sie nicht die richtige Grundlage hat. Die Grundlage ist nicht deine eigene, sondern die der Gesellschaft. Deshalb fühlst du dich nicht mit ihr verbunden. Wenn du dich nicht verbunden fühlst, kannst du nicht mit Zuversicht handeln. Wenn du dich einmal integriert hast, bist auf Bewusstheit gegründet. Wenn du gespalten bist, gibt es keine Bewusstheit und du bist auf Moral angewiesen, um dich zu orientieren.
Gewissen und Bewusstsein
Wenn du die Regeln der Gesellschaft verinnerlichst, erzeugst du eine tiefe Wunde in deinem Sein. Du zerstörst dabei deine angeborene Intelligenz. Von mir aus kann man Kindern schon zu Beginn einige Regeln geben, so dass sie nicht vom Pfad des Bewusstseins abkommen. Aber bald sollte man ihnen Lebenseinsichten geben und die Notwendigkeit, aus dem Bewusstsein heraus zu handeln, anstatt aus dem Gewissen.
Wenn du mit Bewusstsein lebst, wirst du automatisch ein moralisches Leben führen. Um zu verstehen, dass es notwendig ist, mit Bewusstsein zu leben, brauchst du nur deine Moral genauer anzusehen. Deine Moral ist nur oberflächlich, während Bewusstsein von deinem Sein stammt. Dein bewusstes Sein versucht durch dein Gewissen hindurch zu brechen. Dein Bewusstsein kämpft kontinuierlich mit deinem Gewissen. Das Gewissen ist gesellschaftlich. Bewusstsein ist natürlich. Das Gewissen ist ein armer Ersatz für Bewusstsein.
Die Leute fragen mich: "Meister, du zerstörst die gesamten gesellschaftlichen Strukturen. Wie können wir da noch ein moralisches Leben führen." Ich entgegne ihnen: "Seid euch ganz im Klaren: Nur Kinder brauchen eine aufgezwungene Moral. Du sagst ihnen: "Wenn du ruhig bist, bekommst du ein Bonbon." -o.k, heutzutage antworten die Kinder vielleicht: " Ich bin glücklich, ich brauche deine Bonbons nicht. Wer interessiert sich schon für deine Bonbons?" –Aber meistens kannst du einem Kind Bonbons geben und es lässt sich einengen. Du kannst ihm ein moralisches Verhalten ausgehend von seiner Angst und Begierde aufzwingen. Aber für euch ist es Zeit, erwachsen zu werden. Ihr seid keine Kinder mehr. Erhebt euch mit Bewusstsein." Unter Bewusstsein verstehe ich die intelligente Energie deines Seins.
Der natürliche Instinkt, Regeln zu brechen
Jeder Mensch versucht aufgezwungene Regeln zu umgehen. Zum Beispiel überschreitest du die erlaubte Geschwindigkeit, wenn keine Polizei in der Nähe ist.
Eine kleine Geschichte:
Die Polizei stoppt einen Autofahrer wegen zu hoher Geschwindigkeit. Bei der Führerscheinkontrolle versucht sich der Mann zu rechtfertigen: "Ich habe nur versucht den Sicherheitsabstand zwischen mir und dem nachfolgenden Fahrzeug einzuhalten."
Wenn du Regeln blind befolgst, ohne den dahinterliegenden Sinn zu verstehen, dann wartest du nur ab, bis sich eine Gelegenheit ergibt, die Regeln zu brechen.
Beantworte dir folgende Frage: "Wärst du dieselbe Person, die du jetzt bist, wenn es keine Regeln gäbe und keine Autorität, die dein Verhalten überwacht?" Würdest du dich genauso verhalten, wie du dich jetzt verhältst? Wenn die Antwort "Nein" lautet, dann sei dir im Klaren, dass die Regel von deinem Gewissen kommt, nicht von deinem Bewusstsein. Du hast die Bedeutung der Regel nicht verinnerlicht oder du stimmst nicht mit der Regel überein. Das ist der Grund, warum du dich nicht auf natürliche Weise verhalten kannst.
Die Lust am Nein-Sagen:
Wenn man Kindern etwas verbietet, kann man beobachten, dass sie dadurch noch mehr in Versuchung gebracht werden, es zu tun. Solange man nicht erwähnt, dass sie irgendwas tun oder lassen sollen, sind sie oft gar nicht interessiert daran. Aber in dem Moment, in dem man ihnen sagt, dass sie etwas nicht tun sollen, werden sie versuchen es zu tun.
Eine kleine Geschichte: Ein Mann sagte: "Ich habe drei Wege gefunden, um Dinge zu erledigen. Sein Freund fragte: "Was sind das für Wege?"
Der Mann antwortete: "Erstens kannst Du die Angelegenheit selbst erledigen, zweitens kannst du jemand anstellen, es zu tun und die dritte Möglichkeit besteht darin, deinen Kindern zu sagen, sie sollen es nicht tun. In allen drei Fällen wird die Sache erledigt werden."
Tatsächlich verspürst du eine gewisse Lust, einen Nervenkitzel, wenn du etwas tust, was du nicht tun solltest. Meistens entsteht in dir ein sofortiger Drang etwas zu tun, wenn man es dir verbietet. Du fühlst eine Art Freude, Befriedigung, wenn du es tust. Das ist eine grundlegende Tendenz in jedem Menschen.
Eine kleine Geschichte: Ein Ladenbesitzer versuchte mit allen Mitteln sein Geschäft anzukurbeln. Er versuchte es mit Rabatten, auffälliger Werbung, besserem Kundenservice, doch nichts wirkte. Dann verdeckte er eines Tages sein Schaufenster mit einem großen schwarzen Vorhang, in der Mitte machte er ein kleines Loch und unter dem Loch stellte er eine Tafel mit der Aufschrift: "Durchgucken verboten."
Von dem Tag an versammelten sich Scharen von Menschen vor seinem Laden, alle erfüllt von großer Neugier und dem Wunsch, durch das Loch zu spähen. Die Verkäufe im Geschäft steigerten sich automatisch, da die Leute nebenbei die große Auswahl von Waren in seinem Laden bemerkten.
Wenn einem gesagt wird, dass man etwas nicht tun soll, dann ist es die grundlegende menschliche Tendenz, gerade das zu tun.
Indem du "Nein" sagst, beweist du dir als Jugendlicher, dass du nun eine eigenständige unabhängige Person bist. Wenn du "Nein" sagst, dann beweist du dir, dass du etwas Spezielles bist, etwas Besonderes. Solange du "Ja" sagst, fühlst du, dass du nur ein Kind bist. Wenn du beginnst "Nein" zu sagen, fühlst du, dass du erwachsen geworden bist.
Du fühlst dich erst als Mann, wenn du zu deinem Vater "Nein" sagst. Bis dahin fühlst du dich als Kind und nur um zu beweisen, dass du ein Mann bist, beginnst du zu deinem Vater "Nein" zu sagen. Das ist elementare Psychologie. Erst wenn du "Nein" sagst, fühlst du, dass du
jemand bist. Vorher denkst du, dass du ein Niemand bist. Sei dir deshalb im Klaren: Zu allem was du sagst, wird dein erwachsener Sohn "Nein" sagen, weil er jemand sein möchte.
Sinnlose Regeln und lebendige Intelligenz
Im Laufe der Zeit entwickeln sich viele Regeln, die zu Beginn ihre Berechtigung hatten, zu sinnlosen Vorschriften.
In Bharat gibt es eine Regel, die besagt, dass man nach Sonnenuntergang nicht nähen soll. In der Zeit vor der Erfindung des elektrischen Lichtes war diese Regel durchaus sinnvoll, da sie die Schneider davor bewahrte, sich bei der Arbeit mit Nadel und Faden im schwachen Licht von Öllampen das Augenlicht zu ruinieren.
Aber auch heute sagen die älteren Menschen in Bharat: "Es ist nicht gut, nach Sonnenuntergang zu nähen." Der eigentliche Grund, warum man abends nicht nähen sollte, existiert gar nicht mehr. Es gibt Elektrizität und gute Beleuchtung. Aber es ist für sie zu einem Brauch geworden mit keiner Verbindung zum ursprünglichen Anlass.
Eine kleine Geschichte: Ein Fallschirmspringer wurde im Fernsehen interviewt. Er wurde gefragt: "Sie führen sicherlich ein abenteuerliches Leben."
Der Fallschirmspringer antwortete: "Ja, es gibt erschreckende Momente."
Der Interviewer fragte: "Was war der schrecklichste Augenblick in ihrem Leben?"
Der Fallschirmspringer erwiderte: "Als ich auf ein Rasengrundstück vor einem Haus zusteuerte und ein Schild bemerkte mit der Aufschrift: " Rasen betreten verboten."
Wenn du nicht die richtige Intelligenz oder das richtige Verständnis hast, werden alle Regeln zu toten Regeln in deinem Leben. Wenn du das Verständnis dafür hast, kann jede korrekte Regel zu einer freundlichen Technik werden, um das Leben glücklich zu leben. Regeln und Rituale sind eigentlich Rituale für deine eigene Erleuchtung und wenn ich Erleuchtung sage, meine ich ein glückseliges Leben voller Klarheit. Wenn dieser Weg konsequent weitergegangen wird, kann er dich zur endgültigen Erleuchtung führen.
Eine kleine Geschichte: Ein Bahnangestellter meldete einen Mord in einem Zug: "Der Mörder betrat das Abteil und stach mehrmals mit einem Messer auf das Opfer ein. Dann verließ er den Zug durch die gegenüberliegende Tür, sprang auf das Bahngeleise und verletzte dabei die Zugordnung."
Wenn du nicht das richtige Verständnis hast, dann verfehlst du das Ganze und du handelst auf verrückte Weise. Wenn du das richtige Verständnis hast, ist dir klar, dass jede Regel für dich und andere erfunden wurde, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
Wenn der tiefere Sinn der Regel verstanden wurde, wird es keine Probleme geben, sich daran zu halten. Wenn aber der Sinn verfehlt wird, wird alles verfehlt. Wenn du in
Einklang damit bist, werden deine Handlungen lebendig sein. Du wirst glücklich sein, dich dafür einzusetzen. Aber wenn der Sinn verfehlt wird, wird alles verfehlt. Das Leben erscheint stumpfsinnig und leblos.
Nimm zum Beispiel die Meditation. Meditation ist dazu da, in sich zu gehen, völlig unabhängig von den Geräuschen und Situationen in der äußeren Welt. Ich habe Menschen gesehen, die vor dem Meditieren erst eine ruhige äußere Atmosphäre schaffen müssen. Sie gehen herum und sagen zu den anderen, dass sie sich ruhig verhalten sollen. Sie verlangen von Menschen, dass sie ihre normale Routine unterbrechen, bevor sie zu meditieren beginnen.
Wenn der tiefere Sinn verfehlt wird, werden die Dinge zu leblosen Ritualen.
Regeln wurden gemacht, um ein harmonisches Leben zu ermöglichen. Aber in dem Moment, in denen du die Regeln ohne Verständnis internalisierst, erzeugst du Schuld. Solange du die Regeln mit Verständnis befolgst, wirst du glücklich sein. Wenn du beginnst den Worten zu folgen statt dem Sinn, wirst du Schuld erzeugen.
Nützliche Schuld
Es gibt eine Art von Schuld, die nützlich für dich sein kann und dich im Leben weiterbringen kann, wenn sie intelligent angegangen wird. Es ist ungefähr so: Wenn du siehst, dass du die Fähigkeiten hättest, etwas zu tun, wenn du siehst, dass du ein großes Potential hast, das du überhaupt nicht nutzt, dann wirst du Schuld in dir spüren, wenn
du intelligent genug bist. Diese Schuld wird dich anspornen, Dinge zu tun, die dein ganzes Potenzial zum Vorschein bringen.
Manchmal sehen wir den Zustand der Dinge um uns herum und wir wissen tief in uns, dass wir sehr wohl dazu beitragen könnten, die Situation zu verbessern. Aber entweder aus Trägheit oder aus Angst vor einer Konfrontation oder aus Angst, Verantwortung zu übernehmen, verhalten wir uns nur passiv und schauen zu. So eine Situation kann tiefe Schuld in uns erzeugen. Diese Schuld ist signifikant. Wenn wir etwas unternehmen, um die Situation zu verbessern, indem wir das tun, von dem wir fühlen, dass wir es tun sollten, dann wird die Schuld verschwinden und wir bewegen uns voran.
Diese Art von Schuld hat die Kraft, dich zu dem anzuhalten, was getan werden sollte. Es liegt in der Natur dieser Art von Schuld, dass sie nicht lange in dir bleiben kann. Du musst sie überwinden. Die Methode, sie zu überwinden, besteht darin, das zu tun, was getan werden muss. Wenn es einmal getan ist, verschwinden die Schuldgefühle. Du wirst solange von diesen Schuldgefühlen geplagt werden, solange du gewillt bist, sie mit dir herumzutragen, ohne etwas zu unternehmen. Das ist die einfache Logik dieser Schuld.
Es gibt noch eine andere Art der Manifestation dieser Schuldgefühle. Wenn sich dein Ego in gewissen Situationen in den Vordergrund schiebt und du nicht in der Lage bist, es zu verhindern. Wenn du dein Ego spürst, aber nicht imstande bist, es zu kontrollieren, kommt diese Art von Schuldgefühl in dir hoch. Das ist gut, weil es zeigt, dass du dir deines Egos bewusst bist. Es hilft dir, aufrichtig an der Auslöschung des Egos zu arbeiten.
Schuld kann zu körperlichen Krankheiten führen
Schuld ist ein sicherer Zerstörer der Intelligenz. Aus meiner Sicht ist Schuld der schlimmste Zerstörer der Intelligenz. Schuld wird dir nie erlauben, dass du dich in deinem Leben frei bewegen kannst.
Eine Frau litt seit zwanzig Jahren an einen Tumor am Ansatz der Lendenwirbelsäule. Sie kam zu mir und klagte: "Bitte hilf mir, heile mich. Ich leide seit so vielen Jahren an diesen Tumor. Durch eine Operation wurde der Tumor entfernt, er ist aber wieder aufgetaucht."
Ich versuchte im Gespräch mit ihr behutsam die Ursache ihres Problems herauszufinden. Ich stellte ihr einige Fragen und schließlich begann sie zu weinen. Ich fragte sie: "Hast du irgendwelche Schuldgefühle bezüglich deiner Sexualität?" Langsam konnte sie sich öffnen.
Sie sagte, dass sie in ihrer Kindheit vergewaltigt wurde. Ein sehr naher Verwandter verging sich an ihr über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Die dabei entstandenen Schuldgefühle wurde sie nicht los. Sie sagte: "Ich begann diesen Teil meines Körpers zu hassen. Ich fühlte, dass dieser Teil meines Körpers nicht existieren sollte und dass er nicht zu mir gehörte. Der Hass auf diese Person richtete sich auf meinen eigenen Körper."
Ihr Hass war so tief. Ich sprach weiter zu ihr und sie konnte immer mehr aus sich heraus gehen. Indem sie über ihre Schuldgefühle sprach, konnte sie sich davon befreien. Sie war psychologisch geheilt.
Ich gab ihr noch eine kleine Meditationstechnik, um über diesen Bereich des Körpers zu meditieren. Ich sagte ihr: "Drücke deinen Zorn über diesen Mann aus. Weine, schreie, schlage um dich. Schließe dich in deinem Zimmer ein, nimm ein Kissen und stell dir vor, dass es dieser Mann ist und lass an ihm deinen ganzen Zorn aus. Setze dich danach in Stille hin und spüre den abgelehnten Teil deines Körpers als einen Teil von dir. Fühle tiefe Liebe gegenüber diesem Teil deines Körpers.
Du wirst überrascht sein, nach nur zehn Tagen war der Tumor verschwunden! Er tauchte nie mehr auf.
Die meisten Krankheiten haben ihre Ursache in psychologischen Störungen, bei denen Schuldgefühle eine bedeutende Rolle spielen.
Die meiste Zeit wird unser Energiefluss aufgrund von Schuldgefühlen blockiert. Immer wenn du nicht in der Lage bist, dich zu bewegen, immer wenn du nicht imstande bist, Entscheidungen zu treffen, immer wenn du ängstlich bist, hält sich irgendeine Schuld in deinem Inneren verborgen.
Akzeptieren – ein schöner Ausweg
Akzeptieren ist eine wundervolle Methode, um dich von dem Hin und Hergerissen werden zwischen Vergangenheit und Zukunft zu befreien. Akzeptieren wirft dich geradewegs zurück in den gegenwärtigen Moment. Akzeptiere zuerst alle Geschehnisse in der äußeren Welt und dann alle Geschehnisse in deinem Inneren. Was immer du für Probleme in der äußern Welt hast und was immer du für Probleme in deinem Innern hast, akzeptiere sie in ihrer Gesamtheit. Ruf dir alles ins Bewusstsein, was du in deinem Leben als Problem empfindest und akzeptiere es ohne wenn und aber.
Akzeptiere all deine Schuld, all deine Fehler, all deine Misserfolge; wenn du nicht alles akzeptieren kannst, dann akzeptiere, dass du es nicht akzeptieren kannst. Das Resultat dieses Akzeptierens ist eine unglaubliche Entspannung. Alle Schuld wird von dir weichen.
Versuche dieses kleine Experiment:
Entspanne dich für drei Tage durch totales Akzeptieren. Wirst du all deinen Reichtum verlieren, wenn du dich für drei Tage dem Druck der äußeren und inneren Welt entziehst und einfach in einem entspannten Zustand verharrst? Sicherlich nicht! In drei Tagen wirst du überhaupt nichts verlieren. Warum solltest du es nicht versuchen? Akzeptiere dein ganzes Leben für drei Tage aufrichtig und hundertprozentig.
Wenn du nicht imstande bist, vollständig zu akzeptieren, dann akzeptiere, dass du nicht imstande bist alles zu akzeptieren. Sogar die Akzeptanz: "Ich bin nicht imstande, mich in der inneren und äußeren Welt zu akzeptieren, wird dich vom Hin - und Hergerissen sein zwischen Vergangenheit und Zukunft befreien. In dem Moment, in dem du verstehst: "Ich bin nicht imstande, mich von der Herrschaft meiner Begierden und Ängste zu befreien, ich kann meine Realität nicht akzeptieren", wird dieses Verständnis selbst die Aufgabe erledigen.
Wenn du dich im gegenwärtigen Moment fallen lassen kannst, losgelöst von den äußeren und inneren Umständen, wirst du nach drei Tagen eine Ahnung davon bekommen, was Leben ist, was es bedeutet im gegenwärtigen Augenblick zu leben. Wenn dir das widerfährt, wirst du eine Ekstase erleben, eine Lebensweise, die du nie zuvor erfahren hast.
Seit ungefähr dreißig Jahren hast du nach deiner Philosophie gelebt. Versuche nur für drei Tage niemanden um dich herum zu verändern. Wenn du mit diesen großartigen Techniken arbeitest, wirst du erkennen, welche Wunder sie in dir verursachen können. Sie lösen einen großen alchemistischen Prozess in deinem Wesen aus. Wenn du nicht aufrichtig sein kannst, dann akzeptiere, dass du nicht aufrichtig sein kannst. Sogar diese Aufrichtigkeit genügt. Du wirst eine Veränderung in dir wahrnehmen.
Meditationstechnik
Vom Kopf zum Herzen
Setze dich und schließe deine Augen. Atme für einige Minuten langsam und tief. Fühle gleichzeitig wie dein Kopf in dein Herz gedrückt wird. Der Kopf verschwindet in deinem Brustkorb. Du bist nun ohne Kopf, du bist kopflos.
Fühle, dass du vom Herzen aus atmest, dass du vom Herzen aus siehst. Fühle, dass du vom Herzen aus riechst, fühle sehr klar, dass du vom Herzen aus atmest. Höre mit dem Herzen, sieh mit dem Herzen und fühle mit dem Herzen.
Erhebe dich. Dein Bewusstsein agiert vom Herzen heraus. Führe deine Bewegungen so langsam wie möglich aus. Erinnere dich, dass du dich vom Herzen aus bewegst. Dein Zentrum ist das Herz, nicht der Kopf. Vergiss den Kopf immer wieder. Erinnere dich, du bist ein kopfloses Wesen.
Bleib auf einer Stelle stehen. Nun erhöhe ganz langsam deine Geschwindigkeit. Erinnere dich wieder, du bewegst dich aus deinem Herzen und nicht von deinem Kopf her. Vergiss deinen Kopf. Du bist ein kopfloses Wesen, das sich bewegt.
(nach einigen Minuten)
Setze dich hin, wo du dich gerade befindest. Sei kopflos! Sitze nur mit deinem Herzen. Entspanne dich.
(nach einigen Minuten)
Langsam, ganz langsam, öffne deine Augen.