Patanjali - der Gründer des Yoga
Patanjali ist der Vater des Yoga. Er ist der erste Meister, der ein klares, wissenschaftliches und logisches System in der Absicht schuf, die Erleuchtungserfahrung wiederzuerzeugen.
Patanjali war der erste Meister oder soll ich sagen, spirituelle Navigator, der eine Karte mit ausführlichen Beschreibungen für den Weg zur Erleuchtung zeichnete. Er gab klare Anweisungen und Formeln, um die Erleuchtungserfahrung hervorzurufen. Gerade so, wie Wissenschaftler Formeln für die Reproduktion von Phänomenen in der äußeren Welt fanden, schuf Patanjali ein klares Rezept, eine Technologie, um das Verständnis der inneren Welt zu reproduzieren – die Erleuchtung.
Raghupati Yogi - Meister des Yoga
Ich hatte das große Glück, unter der Führung eines außergewöhnlichen Meisters, Yoga zu üben. Yogiraj Yogananda Puri, auch genannt Raghupati Yogi, meisterte die Lehren des Yoga, wie sie von Patanjali entwickelt und überliefert wurden.
Er meisterte nicht nur den körperlichen Aspekt des Yoga, wie er besonders im Hatha Yoga betont wird und bei dem verschiedene Körperhaltungen (Asanas) geübt werden. Im Yoga wird aber nicht nur mit dem Körper gearbeitet. In Verbindung mit der Atmung wird auch mit Prana, der Lebensenergie gearbeitet. Auch mit dem Verstand und den Gefühlen wird mit Hilfe von Visualisierungsübungen gearbeitet. Raghupati Yogi war ein Meister in all diesen verschiedenen Disziplinen des Yoga.
Nur diejenige Person, die das Bewusstsein von Patanjali erfahren hat, kann Patanjali ins Leben zurückbringen. Ich hatte das große Glück, in der Nähe eines Meisters zu sein, der das Bewusstsein oder den inneren Raum von Patanjali erfahren hatte.
Er hatte erstaunliche Fähigkeiten und eine unvorstellbare körperliche Kraft, die er manchmal nur so nebenbei demonstrierte. So schnürte er etwa ein Drahtseil um seinen Brustkorb, während er vollkommen ausatmete. Dann atmete er ein und das Seil riss.
Ein logisch denkender Mensch kann solche Sachen normalerweise nicht akzeptieren, aber für diesen großen Yogi war nichts unmöglich. Ich sah ihn sogar schweben, und das nicht nur einmal, sondern wenigstens zwanzig Mal. Er atmete tief ein, hielt die Luft an und schon begann der Körper wie ein aufgeblasener Ballon zu schweben.
Von meinem dritten bis zu meinem dreizehnten Lebensjahr war es mir vergönnt, zu seinen Füssen zu sitzen und unter seiner Führung und Betreuung Yoga zu üben. Jeden Tag, von Morgens bis Mittag lehrte er mich die traditionellen Yogi-Techniken, wie Asansas, Neti und Dhauti. Bei letzterem musste ich ein langes Stück langen Stoff schlucken, um den Verdauungstrakt samt Darm zu reinigen.